Irak

Hygiene als Grundbedürfnis

16.12.2015
Hoffnungszeichen unterstützt seit August 2014 Vertriebene im Irak. Die bisher geleistete Hilfe erreichte mehr als 5.000 Menschen. Ein Ende der Not ist aber nicht in Sicht.
Dieser Junge holt ein Hygienepaket für seine Familie ab. Darin sind u. a. Handtücher, Waschmittel und Seife enthalten.

Autor/in

Marcel Kipping
Leiter Internationale Hilfe & Zusammenarbeit

Die Kämpfer des Islamischen Staates (IS) verbreiten Angst und Schrecken im Nahen Osten. Laut Angaben des Flüchtlingswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) sind alleine im Irak etwa 1,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Sie müssen ihr Hab und Gut zurücklassen, um vor dem Terror zu fliehen. Schutz finden viele dieser Menschen im Norden des Landes, vor allem in der Region Dohuk. Diese beherbergt nach Angaben des UNHCR mit rund 400.000 Flüchtlingen mehr als jede andere Region im Irak. Ashur Sargon Eskyra, Präsident unserer Partnerorganisation Assyrian Aid Society- Iraq (AAS-I), bestätigt: „Seit viele Familien Hals über Kopf fliehen mussten, leben sie in Kirchen, Hallen oder in provisorischen Unterkünften in der Stadt Dohuk. Auch in Dörfern der Ninive-Ebene, 45 Kilometer vom Zentrum der Stadt entfernt, harren Menschen aus und brauchen Hilfe.“ 

Die Hilfe geht weiter 

Ashur Sargon Eskyra fährt mit der Beschreibung der Situation fort: „Es mangelt an sauberem Wasser und Hygieneartikeln. Daher können sich die Flüchtlinge oft nicht richtig waschen und auch Geschirr wie Teller oder Tassen nicht sorgfältig spülen. Vor allem bei Kindern und älteren Menschen verursacht dies Allergien und andere Hautkrankheiten.“ Deshalb führt Hoffnungszeichen gemeinsam mit dem lokalen Partner AAS-I eine Übergabe von Hygienepaketen durch. Damit werden 150 Familien in fünf Dörfern der Ninive-Ebene versorgt. Die Pakete enthalten unter anderem Zahnbürsten,
Zahnpasta und Babypuder sowie Handtücher, Seife, Waschmittel und Desinfektionsspray.

Dank Ihrer Unterstützung ist es Hoffnungszeichen und den beiden Partnern CAPNI und AAS-I gelungen, mit 18 Fahrten einer mobilen Klinik mehr als 1.500 Menschen in den Bergregionen um Dohuk medizinisch zu behandeln. So konnten kleinere Wunden behandelt und Medikamente an chronisch Kranke ausgegeben werden. Darüber hinaus konnten dank Ihrer Hilfe 80 Familien mit je einem 12 m² großen Teppich und 100 Litern Heizöl versorgt werden, um den kalten Winter zu überstehen. Auch war es möglich, Nahrungsmittel und die ersten 178 Hygienepakete an vertriebene Familien zu übergeben. Die Hilfe von Hoffnungszeichen und seinen Partnerorganisationen erreichte im Irak bereits rund 5.000 Menschen, trotzdem ist die Not noch immer groß. Mit 60 Euro können Sie eine Familie mit dem beschriebenen Hygienepaket unterstützen. Haben Sie im Namen der Begünstigten vielen Dank für Ihre Gabe.

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