Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan

Bergkarabach: Der Krieg ist zurück - jetzt spenden!

12.10.2020
Luftangriffe und Artilleriefeuer - die Kämpfe zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Bergkarabach gehen trotz vereinbartem Waffenstillstand weiter. Zahlreiche Tote und Verletzte sind zu beklagen. Der verarmten Kaukasusregion droht eine humanitäre Katastrophe. Hoffnungszeichen steht Betroffenen bei.
Das armenische Verteidigungsministerium veröffentlichte Bilder und Videos seiner Einsätze; u.a. von der Zerstörung eines aserbaidschanischen Panzers.
Das armenische Verteidigungsministerium veröffentlichte Bilder und Videos seiner Einsätze; u.a. von der Zerstörung eines aserbaidschanischen Panzers.

Autor/in

Sophie Günthner
Spenderbetreuung & Öffentlichkeitsarbeit

Kriegsszenen im Kaukasus - Explosionen, brennende Panzer, zerstörte Gebäude. Dramatische Bilder erreichen uns seit Ende September aus Bergkarabach, wo der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan erneut entfacht ist. Nach schweren Kämpfen mit zahlreichen Toten und Verletzten in der umstrittenen Region Bergkarabach riefen die beiden beteiligten Länder den Kriegszustand aus und haben ihre Truppen mobilisiert. Die verfeindeten Staaten geben sich gegenseitig die Schuld an dieser neuerlichen Eskalation.

Leidtragende des Konflikts sind die verarmten Menschen. Manche können sich in Bunker retten, doch zu viele Zivilisten bleiben schutzlos und voller Angst in ihren Wellblechhütten zurück. Insbesondere ältere Bewohner erinnern sich mit Schrecken zurück an das Leid des Unabhängigkeitskrieges Anfang der 1990er. 

Inzwischen steht Stepanakert, Haupstadt von Bergkarabach, unter regelmäßigem schweren Beschuss, stündlich heulen die Alarmsirenen. Die Gefechte hätten bereits die Hälfte der knapp 150.000 Bewohner Bergkarabachs in die Flucht getrieben - darunter fast ausschließlich Frauen und Kinder. Ungeachtet der bereits dreimal vereinbarten Waffenruhe kämpfen armenische und aserbaidschanische Streitkräfte weiter um das seit Jahrzehnten umstrittene Gebiet. Die Fronten sind verhärtet und die Spirale der Gewalt nimmt immer mehr zu

Eine geschundene Region

In der Kaukasusregion Bergkarabach fehlt es vielen Menschen am Nötigsten und ein großer Teil der Bewohner lebt in prekären Verhältnissen. Der immer wieder aufflammende militärische Konflikt und die weitflächigen Zerstörungen, die Gefahr durch tausende Landminen, Armut und eine hohe Arbeitslosigkeit zehren an den Kräften der Menschen. Schwere persönliche Schicksale machen den Alltag vieler Einwohner zu einem erbarmungslosen Überlebenskampf. Das Wiederaufflammen des Kriegs verschärft die ohnehin kritische Situation der Bevölkerung.

Hoffnungszeichen e.V. gehört zu den ersten Trägern des Spendenzertifikats. Das Signet zeigt dem Spender: Diese Organisation geht verantwortungsvoll und transparent mit Spendengeldern um.

Hoffnungszeichen engagiert sich seit 26 Jahren mit Nothilfemaßnahmen im christlich-armenisch besiedelten Bergkarabach. Zweimal im Jahr – im Spätsommer sowie im Frühjahr – überbringen unsere Mitarbeiter Aljona Zeytunyan und Wigen Aghanikjan notleidenen Familien, Waisen, alleinstehenden älteren Menschen und Kriegswitwen in Bergkarabach Hilfspakete mit Nahrungsmitteln; zuletzt vor wenigen Wochen. Zudem engagieren wir uns für Minenopfer und unterstützen ein Prothesenzentrum in der Hauptstadt Stepanakert, in dem zahlreiche Minengeschädigte passgenaue Prothesen oder Reparaturen erhalten.

Wir möchten Betroffenen beistehen!

Die notleidende Bevölkerung in Bergkarabach braucht unsere Unterstützung. Die ohnehin schlechte humanitäre Situation im Land hat sich durch den Konflikt weiter verschärft. Anstehende Ernten drohen beeinträchtigt zu werden und zu einem Hungerwinter zu führen. Eine weitere Kriegsfolge sind Tausende von Flüchtlingen, die sich vor den Kämpfen in Sicherheit bringen müssen.

Hoffnungszeichen-Vorstand Reimund Reubelt ist besorgt über die schweren Kämpfe im Kaukasus zwischen Armenien und Aserbaidschan. Seit 26 Jahren ist Hoffnungszeichen in Bergkarabach mit Hilfsaktionen tätig, um die Bedürftigsten zu unterstützen.
Von jedem gespendeten Euro kommen 87 ct. unseren Projekten zugute. Mehr dazu auf S. 13 unseres Jahresberichts 2019.

Wir wollen die Projekte, die Hoffnungszeichen schon seit vielen Jahren in Bergkarabach betreibt, fortsetzen und haben auch weitere Hilfsmaßnahmen initiiert: Gemeinsam mit unserem Partner "Fund for Armenian Relief" wollen wir 150 aus Bergkarabach geflüchteten Familien beistehen - in den armenischen Städten Goris und Eriwan erhalten insbesondere Frauen und Kinder Nahrungsmittel, Kleidung, Schulsachen, Bettzeug sowie Hygieneartikel. Mit Ihrer Spende, liebe Leserinnen und Leser, geben Sie den Betroffenen in Bergkarabach Kraft und Hoffnung in dieser schweren Zeit. Wir danken Ihnen von Herzen für Ihr Gebet und Ihr Engagement!

So helfen Sie einer aus Bergkarabach geflüchteten Familie:

  • 23 € für Hygieneartikel (Seife, Windeln, Zahncreme,…)
  • 35 € für Kleidung, Schuhe und Bettlaken
  • 39 € für ein Nahrungsmittelpaket (Nudeln, Öl, Tee,…)

Vielen Dank!

Spenden

Diese Hilfe in Bergkarabach unterstützen

Gemeinsam mit einem Partner vor Ort leistet Hoffnungszeichen wichtigen Beistand für mittellose Flüchtlingsfamilien. Diese Kinder sind vor den Kämpfen in Bergkarabach nach Armenien geflohen und erhalten Nahrungsmittel.
Gemeinsam mit einem Partner vor Ort leistet Hoffnungszeichen wichtigen Beistand für mittellose Flüchtlingsfamilien. Diese Kinder sind vor den Kämpfen in Bergkarabach nach Armenien geflohen und erhalten Nahrungsmittel.

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Statement on the Nagorno-Karabakh conflict (EN/RU/DE)

Statement by Sign of Hope on the Nagorno-Karabakh conflict | Заявление организации Hoffnungszeichen | Sign of Hope e.V. (Символ надежды) по поводу конфликта в Нагорном Карабахе | Stellungnahme von Hoffnungszeichen zum Bergkarabach Konflikt (October 2020)

Dauerleid für Menschen in Bergkarabach (Pressemitteilung vom 28.09.2020)

Der Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien verschärft die bereits schon angespannte humanitäre Lage zahlreicher Menschen in Bergkarabach.

Land: Bergkarabach

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