Welt-Lepra-Tag 2026

Lepra – die „Krankheit der Armen“

Zum Welt-Lepra-Tag am 25. Januar macht die Konstanzer Menschenrechts- und Hilfsorganisation Hoffnungszeichen e.V. auf die fast vergessene Infektionskrankheit aufmerksam, die besonders Menschen in unterentwickelten Regionen trifft.
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BU: Die Verteilung von Nahrungsmittelhilfe hilft Leprakranken im südsudanesischen Dorf Malou dabei, ihren Alltag zu bewältigen.

Die Krankheit Lepra ist heutzutage gut behandelbar – vielerorts gilt sie als ausgerottet. In Ländern mit schlechter medizinischer Versorgung ist Lepra jedoch weiterhin eine gefürchtete Erkrankung. Sie verursacht schwere gesundheitliche und gesellschaftliche Folgeschäden. 
Vor allem in Indien, Brasilien und afrikanischen Ländern wie dem Südsudan erkranken jährlich etwa 200.000 Menschen neu an der bakteriellen Infektionskrankheit. Durch mangelhafte oder ganz fehlende Therapie erleiden Leprakranke als Folge der Infektion oft Nervenschäden und Entzündungen, manche von ihnen verlieren Gliedmaßen oder das Augenlicht. „In einem fortgeschrittenen Stadium der Krankheit können sich die betroffenen Menschen kaum noch selbst versorgen“, erklärt der Erste Vorstand von Hoffnungszeichen e.V. Klaus Stieglitz. „Solche Fälle sehen wir häufiger im Südsudan. Dort ist dringend Hilfe nötig.“ 
ln dem südsudanesischen Dorf Malou, in dem Leprakranke und ihre Familien Zuflucht finden, leistet Hoffnungszeichen e.V. deshalb humanitäre Hilfe und ermöglicht Erkrankten ein würdevolleres Leben. Von Lepra betroffene Familien in Malou erhalten Lebensmittelrationen sowie Decken, Moskitonetze, Seife und Kleidung. „Möglich ist das durch die Unterstützung zahlreicher Spenderinnen und Spender in Deutschland“, so Klaus Stieglitz. „In Zeiten, in denen in vielen Gesellschaften der nationale Egoismus scheinbar unaufhaltsam wächst, ist dieses Zeichen der Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit ein Licht der Hoffnung.“

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