Uganda

"Ein Zeichen der Hoffnung kommt zu uns!"

24.10.2017
Die Menschen in Karamoja haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und medizinischer Versorgung. Hoffnungszeichen hilft mit dem Bau einer Gesundheitseinrichtung.
Voller Tatendrang und Zuversicht helfen die Menschen aus der Region Karamoja das Land für den Bau der Krankenstation von Hoffnungszeichen vorzubereiten.
Voller Tatendrang und Zuversicht helfen die Menschen aus der Region Karamoja das Land für den Bau der Krankenstation von Hoffnungszeichen vorzubereiten.

Autor/in

Damiano Mascalzoni
Hoffnungszeichen-Mitarbeiter in Ostafrika

Vergessen und vernachlässigt – der Distrikt Amudat in der nordöstlichen Region Karamoja in Uganda ist in einem desolaten Zustand: Von der Kolonialisierung durch die Briten sind nur noch einzelne baufällige Brücken und einige alte Gebäude übrig geblieben, sonst fehlt es an Infrastruktur. Die Regierung vernachlässigt das Gebiet, seitdem sich die ortsansässigen Karamojong Kämpfe mit ihren Nachbarn lieferten. Die Kämpfe sind vorbei, aber die Bedürftigkeit der Menschen ist geblieben. Die Menschen hier haben im Vergleich zur sonstigen Landbevölkerung Ugandas die höchste HIV-Infektionsrate, die geringste Lebenserwartung und den höchsten Grad an akuter Unterernährung. Mehr als die Hälfte von ihnen hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, was Krankheiten wie Cholera begünstigt. Die medizinische Versorgung ist notdürftig. Bei ernsthaften Krankheiten müssen die Betroffenen in das über 100 km entfernte Krankenhaus nach Matany.

Hilfe für die Vernachlässigten

Mit dem Engagement von Hoffnungszeichen soll sich die Lage verbessern. Seit zwei Monaten befinde ich mich in Amudat, um zu planen, wie wir die Menschen hier unterstützen können und um erste Schritte einzuleiten. Kosike ist eine 13 km von der Stadt Amudat entfernte Ortschaft. Hier plant Hoffnungszeichen eine Gesundheitseinrichtung. Die Gemeinde befürwortet diesen Plan und hat bereits Land zur Verfügung gestellt. Im Moment ist die größte Herausforderung, die Bevölkerung mit Wasser zu versorgen. Unser Ziel ist es, Handbrunnen für die Menschen zu errichten, die sonst kilometerweit zur nächsten Wasserquelle laufen müssen. Nachdem wir die Bohrungen erfolgreich durchgeführt haben, wollen wir im nächsten Schritt die Gesundheitseinrichtung aufbauen. Im Südsudan hat Hoffnungszeichen bereits mehrere Krankenstationen errichtet. An den Erfolg dieser nachhaltigen Projekte wollen wir nun in Uganda anknüpfen.

Die Menschen vor Ort haben durch unser Vorhaben neuen Mut geschöpft. Veronica Chemkae ist eine von ihnen. Jeden Tag hilft sie uns dabei, das Land für den Bau der Gesundheitseinrichtung vorzubereiten. Morgens, wenn sie zur Arbeit kommt und abends, wenn sie nach Hause geht, singt sie ein Lied, das die Menschen hier gedichtet haben: „Ein Zeichen der Hoffnung kommt zu uns!“ Ihr Lächeln, wenn sie dieses Lied singt, bestärkt mich in unserer Arbeit – die Menschen in Amudat werden nicht länger vergessen.

Liebe Leserin, lieber Leser, damit wir die dringend benötigte Krankenstation in Kosike aufbauen können, sind wir auf Ihre großzügige Unterstützung angewiesen. Mit 100 Euro (Spendenstichwort „Uganda“) leisten Sie einen wichtigen Beitrag für die Wasserversorgung der Klink. Vielen Dank für jede Gabe!

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