Nepal

Wiederaufbau - Hand in Hand

19.04.2016
Gemeinsam mit der Dorfbevölkerung und einem lokalen Partner errichtet Hoffnungszeichen derzeit 250 neue Häuser.

Autor/in

Marcel Kipping
Leiter Internationale Hilfe & Zusammenarbeit

Vor bald einem Jahr, am 25. April 2015, hatte ein Erdbeben der Stärke 7,8 das Land erschüttert. Mehr als 600.000 Häuser wurden vollständig zerstört, Millionen Menschen wurden obdachlos und viele hausen nach wie vor in zusammengebastelten Notunterkünften, die nur wenig Schutz gegen die Kälte bieten. Nachdem Regenzeit, Grenzblockade und Winterwetter die Arbeiten erschwerten und die Projektbewilligungen von Seiten der Regierung auf sich warten ließen, ist der Wiederaufbau seit Januar in vollem Gange. „Die Menschen haben ihren Mut nicht verloren“, berichtet unser Baufachmann Ray Arana aus Nepal.

Hilfe zur Selbsthilfe

Gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisation Lumanti sowie der deutschen Organisation humedica unterstützen wir die Bevölkerung in Dalchoki, einem Dorf auf rund 2.000 m Höhe. Die Bewohner sind es gewohnt, ihre Häuser selbst bzw. mit Hilfe der Gemeinschaft zu errichten.Wir stehen ihnen mit unseren Fachkenntnissen in der Errichtung von Gebäuden zur Verfügung und stellen das Geld zum Erwerb von Baumaterialien. Bevor es losgeht nimmt jede Familie an einem Training teil, um ihr Wissen im Bereich des erdbebensicheren Bauens zu vertiefen. Nach erfolgreicher Teilnahme wird ein erster Betrag ausgezahlt, von der die Dorfgemeinschaft Beton, Steine und Holz einkaufen kann. Erst nach Abnahme des ersten Bauabschnitts durch unseren Baufachmann werden weitere Gelder ausbezahlt.

Lehm- oder Steinhaus

Mitarbeiter von Lumanti informieren die Bevölkerung, wie viel Geld pro Familie zur Verfügung steht und welche Hausgrößen und -arten damit errichtet werden können. Jede Familie kann zudem eigene Mittel einbringen, um die Unterkunft an die jeweilige Familiengröße anzupassen. An gut erreichbaren Standorten können Steinhäuser errichtet werden, in den schwer zugänglichen Gebieten Lehmhäuser. Auch Häuser aus Lehm können erdbebensicher errichtet werden und sind zudem günstiger, d. h. für den gleichen Betrag erhält man mehr Wohnraum. Die Entscheidung bleibt jeder Familie selbst überlassen. Insgesamt wollen wir 250 Häuser im Dorf Dalchoki errichten, einige davon sind bereits fertig. Liebe Leserinnen und Leser, wir freuen uns, wenn Sie uns weiterhin bei diesem Vorhaben (Spendenstichwort: „Nepal“) unterstützen. Ein Haus kostet 3.000 Euro inklusive aller Koordinierungskosten. Vielen Dank für jede Gabe.

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