Jemen

"Tragödie jenseits aller Vorstellungskraft"

24.04.2019
Unsere Hilfe für akut vom Hunger betroffene Familien erreicht die Menschen in einer schier ausweglosen Lage. Mit der Nahrung kommt für viele die Hoffnung zurück.
Drei der fünf Kinder von Nedhal und Abubaker lassen sich von den Helfern unseres Partners RDP gern fotografieren. Die Familie wurde durch den Krieg vertrieben, leidet akuten Hunger und hofft auf Nahrungsmittelhilfe.
Drei der fünf Kinder von Nedhal und Abubaker lassen sich von den Helfern unseres Partners RDP gern fotografieren. Die Familie wurde durch den Krieg vertrieben, leidet akuten Hunger und hofft auf Nahrungsmittelhilfe.

Sie haben einen winzigen Raum zum Leben, eine schwerkranke, fast bewegungsunfähige Mutter, einen verzweifelten Vater – und sie haben alles verloren, was ihnen wichtig war. Die fünf Kinder von Nedhal und Abubaker erleben täglich viel Sorge und Leid, und der bohrende Hunger kommt hinzu. Die Familie musste wie viele andere vor den eskalierenden Konflikten in ihrem Heimatbezirk Al-Hudaida fliehen und lebt heute in extremer Armut im Bezirk Ash Shamayatayn im Regierungsbezirk Taizz. „Ich fühle mich, als würde ich tausend Mal sterben, wenn ich meine Kinder zum Schlafen lege, ohne ihnen vorher etwas zu essen geben zu können“, sagt der Vater. Die Mutter ist lebensbedrohlich erkrankt. An Medikamente für sie ist gar nicht zu denken und medizinische Versorgung ist kaum zu bekommen. Keines der Kinder
besucht aktuell eine Schule, der Vater hat keine Arbeit und kein Geld.

Familien bekommen Nahrungsmittelhilfe

Das Schicksal dieser traumatisierten und verzweifelten Familie ist bezeichnend für hunderttausende andere in dem zerrütteten Land. Seit vier Jahren herrscht im Jemen Krieg, und ein Ende ist nicht abzusehen. Die Vereinten Nationen sprechen von der größten humanitären Katastrophe weltweit. Mehr als 1,8 Mio. Kinder leiden gravierenden Hunger – 400.000 sind in Lebensgefahr. Vier von fünf Menschen sind auf Nothilfe angewiesen. Die Tragödie sei jenseits aller Vorstellungskraft und "vor allem lautlos", umschreibt es der Deutschlandfunk. „Niemand wird von Flüchtlingsströmen aus dem Jemen aufgeschreckt, das Land ist abgeschottet, sei es aus geografischen oder politischen Gründen.“

Hundert dieser extrem bedürftigen Familien können wir gemeinsam mit unserem Partner Relief and Development Peer Foundation (RDP) durch die Ausgabe von Nahrungsmittelpaketen beistehen. Die Helfer vor Ort haben sich unter schwierigsten Bedingungen Zugang nach Al-Hudaida verschafft und können ihre lebensrettende Hilfe zu den Menschen bringen. Insgesamt 700 Menschen erreichen wir damit und sorgen so für eine Linderung der schlimmsten Not. Und Sie, liebe Leserinnen und Leser, können dabei helfen. Mit 30 Euro (Stichwort "Jemen") ermöglichen Sie ein Hilfspaket, das eine Familie eine Woche lang mit wichtigen Grundnahrungsmitteln versorgt. Mit 120 Euro können Sie einen siebenköpfigen Haushalt einen Monat lang mit Lebensmitteln wie Bohnen, Öl und Mehl versorgen. Haben Sie vielen Dank für Ihre Gabe – jeder Betrag ist eine immense Hilfe.

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