Uganda

"Manchmal werden wir fast überrannt."

17.03.2021
Für die Menschen in Kosike ist die Hoffnungszeichen-Klinik ein wahrer Segen. Der Andrang Hilfesuchender ist groß. Deshalb wollen wir unser Angebot erweitern.
Der einjährige Lokiru Matayo ist schwer krank und mangelernährt. Seine Mutter  ist dankbar, dass ihrem geschwächten Jungen in der Hoffnungszeichen-Klinik  geholfen werden kann.
Der einjährige Lokiru Matayo ist schwer krank und mangelernährt. Seine Mutter ist dankbar, dass ihrem geschwächten Jungen in der Hoffnungszeichen-Klinik geholfen werden kann.

Autor/in

Sophie Günthner
Spenderbetreuung & Öffentlichkeitsarbeit

Seit mehr als einem Jahr ist unsere Gesundheitsstation in Kosike in der Region Karamoja, einer der ärmsten und unterversorgtesten Regionen Ugandas, in Betrieb und leistet medizinische Hilfe für die Menschen. Sie ist zu einer wichtigen Anlaufstelle für Kranke, Schwangere und Kinder geworden. „In manchen Phasen des Jahres werden wir von Hilfesuchenden fast überrannt“, erzählt Projektkoordinator Damiano Mascalzoni. „So mussten sich Kinder in der Malaria-Saison zeitweise zu zweit oder dritt eine Liege teilen.“

Doch das Klinikpersonal nimmt diese Herausforderungen an und hat über 5.000 Patienten im vergangenen Jahr behandelt. 720 Säuglinge erhielten Impfungen gegen schwere Krankheiten, und mehr als 150 mangelernährte Kinder konnten mit Spezialnahrung versorgt werden. „Wir retten Menschenleben dank der vielen Spenderinnen und Spender, die unsere Klinik unterstützen. So können wir den Bedürftigsten helfen, die sonst keinen Zugang zu medizinischer Versorgung hätten“, betont die medizinische Leiterin Cathy Aloko.

Lebensrettende Hilfe für die Kleinsten

Neben der Diagnose und Behandlung von Krankheiten, Impfungen, Gesundheitskursen sowie Geburtshilfe versorgt die Klinik mangelernährte Kinder in einem Ernährungsprogramm. Eine Hilfe, von der auch der einjährige Lokiru Matayo profitiert. „Der Junge leidet an Malaria, einer schweren Lungenentzündung und ist akut unterernährt. Wir werden seine Genesung stationär begleiten. Lokiru erhält ein Antibiotikum, spezielle Malaria-Medikamente sowie therapeutische Aufbaunahrung“, erklärt Aloko.

Dringend notwendig: Die Erweiterung unserer Klinik um eine zusätzliche  Kinderstation. Hier sollen vor allem die Kleinsten medizinisch betreut werden  und wieder zu Kräften kommen.
Dringend notwendig: Die Erweiterung unserer Klinik um eine zusätzliche Kinderstation. Hier sollen vor allem die Kleinsten medizinisch betreut werden und wieder zu Kräften kommen.

Die Hoffnungszeichen-Klinik verfügt bereits über eine kleine Abteilung, um Kinder wie Lokiru zu behandeln. Doch es kommen immer mehr Mütter mit ihren kranken Kindern, und der Platz reicht oft nicht aus. „Wir wollen jedem, der Hilfe in der Klinik sucht, auch helfen können und niemanden abweisen“, betont Mascalzoni. Deshalb möchten wir eine zusätzliche Kinderstation errichten, um die lebensrettende Behandlung von mangelernährten und kranken Kindern aus der Region zu sichern. Wir kalkulieren mit Kosten von rund 18.000 Euro.

Liebe Leserinnern und Leser, der Andrang in der Klinik verdeutlicht, wie sehr sie von den Menschen in Kosike gebraucht wird. Mit einer Spende von 25 Euro ermöglichen Sie Spezialnahrung für ein mangelernährtes Kind. Mit 1.800 Euro können Sie einen wichtigen Baustein zur Errichtung der Kinderstation beitragen. Von Herzen Dank für Ihre Gaben!

Diese Seite teilen