Äthiopien

Kinder vom Verdursten bedroht

21.04.2021
In Afar ganz im Norden von Äthiopien dursten die Menschen. Mit Lkws bringt Hoffnungszeichen den Menschen lebensrettendes Wasser.
In Afar versorgt Hoffnungszeichen gemeinsam mit einem lokalen Partner 8.500 Menschen mit Trinkwasser. Ohne die mit Wasser befüllte Zisterne in Gaagu müssten die Dorfbewohner 60 km bis zum nächsten Brunnen laufen.
In Afar versorgt Hoffnungszeichen gemeinsam mit einem lokalen Partner 8.500 Menschen mit Trinkwasser. Ohne die mit Wasser befüllte Zisterne in Gaagu müssten die Dorfbewohner 60 km bis zum nächsten Brunnen laufen.

60-km-Fußmarsch bis zur nächsten Trinkwasserstelle

„Ich habe Angst, dass meine Kinder verdursten könnten“, erzählt Kadiga Mohammed. Endlose 22 Stunden muss sie zusammen mit anderen Frauen bis zur nächstgelegenen Trinkwasserstelle gehen, die 60 km von ihrem Dorf entfernt liegt. Wenn sie endlich zurückkommt, weinen ihre beiden kleinsten Söhne oft vor Durst. Kaum auszudenken, wenn der 3-Jährige oder der 6-Jährige verdursten, während Kadiga gerade unterwegs ist zum Brunnen. Die Frauen laufen mehrmals in der Woche zu viert den beschwerlichen Weg. Sie haben fünf Esel dabei, die jeweils 100 Liter Wasser zurück zum Dorf schleppen – lebenswichtiges Wasser für vier Familien. Die ausgemergelte Kadiga muss dabei auch noch ihr acht Monate altes Baby mitschleppen.

Unsere Hilfstransporte schaffen Erleichterung

Die 35-Jährige lebt mit ihren fünf Kindern in Gaagu – einem von fünf Orten im Distrikt Kori, die durch Wasser-Hilfstransporte von Hoffnungszeichen in dieser schwierigen Lage große Erleichterung erfahren. Über 8.500 Menschen bekommen im Rahmen des Projekts regelmäßig dringend benötigtes Wasser geliefert.

In der Region regnet es extrem wenig – und das bei Tagestemperaturen von bis zu 40° C. In diesem Jahr scheint es sogar noch trockener zu werden. Der Klimawandel macht sich offenbar auch hier bemerkbar.

Mit den Wasserlieferungen per Lastwagen füllt unser Partner vor Ort, die Afar Pastoralist Development Association (APDA), die Dorfzisternen auf – so auch in Kadigas Gemeinde.

Danke, dass Sie mit Ihrer Spende diese lebensrettende Wasserhilfe ermöglichen. Mit 15 Euro (Spendenstichwort „Äthiopien“) können Sie dazu beitragen, dass Kadigas Kinder nicht mehr so schlimmen Durst leiden.

Diese Hilfe in Äthiopien unterstützen

Thema: Wasser

Erfahren Sie mehr auf unserer Themenseite

Diese Seite teilen

Verwandte Neuigkeiten

Bericht
In Kenia und weiteren ostafrikanischen Ländern stehen Millionen Menschen vor einer Existenzkrise. Aufgrund der Dürre, der Corona-Pandemie und nun zusätzlich des Ukraine-Kriegs können sich die Menschen Nahrung für die Familie und Futter für das Vieh nicht mehr leisten.
03.05.2022 Ostafrika
Auf Ostafrika rückt ein Problem zu, das lokal gesehen weit weg und doch existenziell ist: der Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Nahrungsmittel werden knapp und Lebensmittel immer teurer. Dies wird den Hunger von Millionen Menschen, die ohnehin unter anhaltender Dürre leiden, verschärfen.
Bericht
Während ihres letzten Projektbesuchs in Kori (Afar) unterhält sich Hoffnungszeichen- Mitarbeiterin Pia Göser (r.) mit Frauen der Gemeinde Musle, die ihr von den positiven Veränderungen ihres Alltags berichten.
23.01.2018 Äthiopien
Von den durchgeführten Maßnahmen in Kori und Eli Daar sind 11.850 Personen begünstigt. Doch die mit dem Klimawandel verbundenen Dürren beeinträchtigen weit mehr Menschen.
Bericht
Durch ein heftiges Unwetter und einen Erdrutsch haben in Illeret in Nordkenia hunderte Familien des Stammes der Dassenech ihre Tiere und ihr Zuhause verloren.
26.06.2017 Äthiopien
Nach der extremen Dürre im Jahr 2016 stehen die Zeichen für diesjährigen Regen weiterhin schlecht im Nordosten Äthiopiens.