Jemen

Hilfe in der größten Not

26.09.2022
Krieg, Pandemie und Naturkatastrophen lassen die Menschen im Jemen verzweifeln. Unsere Hilfe erreicht sie in ihrem Elend und gibt Hoffnung.
Schon im März kam es in Al-Hudaida zu Überschwemmungen; im Juni folgten weitere schwerste Regenfälle. Vor allem Menschen in Flüchtlingslagern leiden darunter.
Schon im März kam es in Al-Hudaida zu Überschwemmungen; im Juni folgten weitere schwerste Regenfälle. Vor allem Menschen in Flüchtlingslagern leiden darunter.

Schwere Überschwemmungen: 35.000 Haushalte betroffen

Die jährliche Regenzeit im Jemen beginnt im Mai und dauert normalerweise bis August. Diesmal kamen die Wassermassen allerdings verstärkt und in kurzer Zeit – schwere Überschwemmungen waren die Folge. Rund 35.000 Haushalte in verschiedenen Distrikten sind betroffen – Unterkünfte wurden zerstört, Wasserquellen unbrauchbar, und die Menschen verloren ihre Lebensgrundlage, berichtet die Weltgesundheitsorganisation. Die von der Flut heimgesuchten Menschen, die zum Teil in Flüchtlingslagern leben und ohnehin prekären Bedingungen ausgesetzt sind, benötigen Notunterkünfte, Nahrungsmittelhilfe sowie Unterstützung hinsichtlich Trinkwasserversorgung, Sanitärversorgung und Hygiene.

Das Land ist durch den jahrelangen Bürgerkrieg kollabiert, schon Anfang 2021 waren innerhalb des Jemens vier Millionen Menschen auf der Flucht, etwa 80 % der Bevölkerung leiden durch die Auswirkungen des Krieges Not. Nach Angaben der Vereinten Nationen wird sich die Zahl der Kriegsopfer bis Ende dieses Jahres auf fast 400.000 belaufen. „Es gibt immer weniger sichere Gebiete und immer mehr Binnenvertriebene, die aus ihrer Heimat fliehen, selbst aus Gebieten, in denen bisher relativer Frieden herrschte“, berichtet der Apostolische Vikar von Arabien, Bischof Paul Hinder laut Vatican News.

Diese Flüchtlingskinder im Jemen kennen nur das Leben in Lagern, in aus Planen gebauten Zelten. Sie sind dem Krieg, Krankheiten und dem Hunger ausgeliefert.
Diese Flüchtlingskinder im Jemen kennen nur das Leben in Lagern, in aus Planen gebauten Zelten. Sie sind dem Krieg, Krankheiten und dem Hunger ausgeliefert.

Hilfe erreicht die Schwächsten

Unsere in der Vergangenheit erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem einheimischen Partner Relief and Development Peer Foundation setzen wir auch unter diesen erschwerten Bedingungen fort. Geplant ist, im Distrikt Al-Marawi'ah im westlichen Gouvernement Al-Hudaida die Ernährungssicherheit und den Zugang zu sanitären Einrichtungen für über 1.000 Menschen zu verbessern. 110 besonders gefährdete Haushalte von Binnenvertriebenen und anderen bedürftigen Gruppen erhalten Lebensmittelgutscheine. Für 210 Haushalte sollen 30 hygienische Familien-Latrinen gebaut werden. Besonders gefördert werden Frauen, da sie bei größter Benachteiligung die Hauptlast des Krieges und der Katastrophen tragen. 20 Frauen erhalten deshalb Nutzvieh in Kombination mit einer Schulung in Viehzucht, und 20 weiteren Frauen wird eine berufliche Ausbildung ermöglicht.

Ihre Spende kann dabei eine große Hilfe sein: 

  • 25 Euro ermöglichen zwei Personen Nahrung für einen Monat.
  • Ein Schaf für den Start einer Viehzucht kostet 90 Euro.
  • Für 350 Euro kann eine Latrine errichtet werden.

Vielen Dank!

Diese Hilfe im Jemen unterstützen
Die Not von Familien mit Kleinkindern wie Buthaina ist besonders groß. Sie sind dringend auf Unterstützung angewiesen.
Erfahren Sie mehr auf unserer Projektseite

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