Sie suchen in Höhlen Schutz vor den Bomben, essen Blätter und Wurzeln, trinken Wasser aus verschlammten Tümpeln – viele Menschen im Sudan leiden massiv unter den Auswirkungen des Bürgerkrieges. Vor fast drei Jahren, am 15. April 2023, begannen die Kämpfe zwischen dem sudanesischen Militär SAF und den paramilitärischen Rapid Support Forces. 21 Millionen Menschen sind laut dem globalen Ernährungssicherheitsindex IPC aktuell von Nahrungsmittelmangel betroffen; 375.000 leiden unter hungersnotartigen Zuständen.
Grauenvolle Gewaltexzesse, die Unsicherheit entlang der Hauptversorgungswege und der Zusammenbruch der Lebensgrundlagen haben eine große Zahl von Zivilisten zur Flucht gezwungen, auch hinüber in den benachbarten Südsudan. Mitte Februar sollen bis zu 1.000 Menschen pro Tag die Grenze passiert haben. Die schlimmste Not gibt es aktuell in dem Bundesstaat Südkordofan, der direkt an den Südsudan angrenzt. Die Region ist derzeit ein Epizentrum des Krieges. Die Zivilbevölkerung ist mit verschärften Kämpfen und einer fast vollständigen Blockade humanitärer Hilfslieferungen konfrontiert.
Die Konstanzer Menschenrechts- und Hilfsorganisation Hoffnungszeichen e.V. steht gemeinsam mit erfahrenen einheimischen Partnern Binnenvertriebenen in Südkordofan bei und will mit ihren Hilfslieferungen die Grundversorgung von geflüchteten Familien mit Sorghum-Hirse, Reis und Speiseöl für bis zu drei Wochen sicherstellen. Junge Mütter mit Babys und Schwangere erhalten zusätzlich spezielle Aufbaunahrung.
Pressemeldung Vergessene Katastrophe im Sudan 2026.pdf