Uganda

Hepatitis: Impfungen als Lebensretter

Anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages am 28. Juli macht Hoffnungszeichen auf die Gefahren der Infektionskrankheit aufmerksam. Jährlich sterben laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit 1,1 Millionen Menschen an den Folgen einer Hepatitis-Erkrankung.
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Ein Kind erhält in Uganda die lebenswichtige Hepatitis-Impfung
Ein Kind erhält in Uganda die lebenswichtige Hepatitis-Impfung

Hepatitis gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten der Welt. Nach Schätzungen der WHO kommt es jedes Jahr zu drei Millionen Neuansteckungen. Hepatitis ist eine Entzündung der Leber, die zu einer schweren Lebererkrankung und Leberkrebs führen kann. Es gibt fünf verschiedene Arten von Virushepatitis, von A bis E. Sie werden durch verschiedene Viren ausgelöst. Hepatitis B und C sind am weitesten verbreitet und eine der Hauptursachen für Leberzirrhose und Leberkrebs.

Klaus Stieglitz, Erster Vorstand von Hoffnungszeichen, der Organisation für Menschenrechte, Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit, äußert sich besorgt: „Hepatitis-Viren kosten jedes Jahr rund 1,1 Millionen Menschen das Leben. Wir dürfen die Bekämpfung der Infektionskrankheit nicht vernachlässigen, sonst werden die Zahlen an Infizierten und Todesfällen steigen.“ Hoffnungszeichen setze seine Arbeit in der Hepatitis-Viren-Bekämpfung sowie -Behandlung in verschiedenen Projekten weltweit unentwegt fort.

Eines der am stärksten von Hepatitis-Erkrankungen betroffenen Länder ist Uganda. Insbesondere in den ländlichen Gebieten gibt es kaum medizinische Behandlungsmöglichkeiten, die eine frühzeitige Diagnose erlauben. „In unserer Gesundheitsstation in Ostuganda setzen wir uns für verbesserte Gesundheitschancen ein. Dort behandelt unser medizinisches Team jährlich mehrere Tausend Patienten“, berichtet Klaus Stieglitz. Seit 2019 ist die Gesundheitsstation in der Region Karamoja in Betrieb und bietet für die rund 20.000 Menschen in der vernachlässigten, ländlichen Gegend lebenswichtige medizinische Hilfe. „Wir stehen den Menschen zur Seite, um ihnen ein Leben in Würde zu ermöglichen“, so Stieglitz weiter. 

Wie wichtig die Hepatitis-Impfung ist, zeigt der tragische Fall der erst 25-jährigen Susan. „Sie starb wenige Tage nach der Geburt ihres Sohnes an den Folgen einer chronischen Hepatitis-B-Infektion – eine Krankheit, für die es mittlerweile in unserer Gesundheitsstation eine Impfung gibt“, so Stieglitz. Der Junge kam wie durch ein Wunder gesund zur Welt und hat mittlerweile eine Hepatitis-Impfung erhalten. Erst seitdem es die Gesundheitsstation von Hoffnungszeichen in Karamoja gibt, können Kinder in der Region geimpft werden.

 

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  • "Hepatitis: Impfungen als Lebensretter" (Pressemeldung vom 27.07.23)

    Anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages am 28. Juli macht Hoffnungszeichen auf die Gefahren der Infektionskrankheit aufmerksam. Jährlich sterben laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit 1,1 Millionen Menschen an den Folgen einer Hepatitis-Erkrankung.

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