Bangladesch

Zu wenig zum Leben - ein täglicher Kampf

18.08.2016
Über 40 % der bangladeschischen Bevölkerung lebt in extremer Armut. Eine alarmierende Zahl. Hoffnungszeichen fördert ein Projekt zur Ernährungssicherung.
Den Kindern drei Mahlzeiten pro Tag bieten. Für viele Familien in Bangladesch oft ein unerreichbares Ziel.
Martin Hofmann

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Martin Hofmann
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Parul wohnt mit ihrem Mann und zwei Kindern in einer Hütte mit insgesamt 16 m². Die Behausung hat keinen Strom, die provisorische „Küche“ befindet sich im Freien. Der Ehepartner der 30-Jährigen arbeitet in den umliegenden Dörfern als Tagelöhner und Parul als Saisonarbeiterin auf den Feldern anderer. Oft hat die Familie tagelang keine richtigen Mahlzeiten. Dieses Schicksal teilen viele Menschen in den Dörfern des Bundesstaates Rangpur im Nordwesten Bangladeschs. Nicht nur wenig, auch einseitig ist hier die Ernährung: Reis ist das Hauptnahrungsmittel – Mangelerscheinungen sind die Folge.Das Leben in Bangladesch ist für viele ein täglicher Kampf. Überflutungen und Dürreperioden zerstören ganze Ernten und lassen die Preise für Grundnahrungsmittel ins Unbezahlbare steigen. Dabei müssen zwei von fünf Familien mit weniger als zwei Euro am Tag wirtschaften. Diese extreme Armut führt bei jedem sechsten Einwohner des südasiatischen Staates zu Unterernährung – mit gravierenden gesundheitlichen Folgen für diese über 26 Millionen Menschen.

Helfen – mit einfachen Mitteln

Mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation KOINONIA initiierte Hoffnungszeichen ein Projekt mit dem Ziel, die Ernährungssi- tuation der Menschen in den Dörfern im Nordwesten des Landes langfristig zu verbessern. Hierbei werden die Projektteilnehmer in Bezug auf Vieh-, Fisch- und Geflügelzucht geschult. Die Beteiligten erhalten zudem ein Darlehen für den Erwerb von Zuchttieren und Futtermittel; so können sie ihr erlerntes Fachwissen direkt gewinnbringend anwenden. Auch Parul nimmt teil und profitiert von dieser Unterstützung. Ihre Familie hat inzwischen zweimal täglich zu essen und kann sich selbst versorgen. Durch den Verkauf der Tiere erwirtschaften sie sogar ein kleines Einkommen. Teil des Projektes ist auch die Verteilung von Obst- und Laubbaumsetzlingen an 1.840 Familien und die anschließende Kultivierung. Drei Nutzholz-, fünf Obst- und zwei Neembaum-Setzlinge sind das „Startkapital“ einer Familie. Der Verzehr der Mangos oder Guaven dient einer ausgewogeneren Ernährung, andere Baumarten dienen zur Nutzung des Holzes. Gleichzeitig schützt das Pflanzen von Bäumen vor Flutkatastrophen und erhält die Umwelt. Die Kosten für die Baumsetzlinge betragen je Familie lediglich 5 Euro. Mit nur 25 Euro ermöglichen Sie einer Familie wie der von Parul, sich eine Viehzucht aufzubauen. Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie den Menschen in Rangpur helfen möchten, so verwenden Sie bitte das Spenden-Stichwort „Bangladesch“. Vielen herzlichen Dank!

Land: Bangladesch

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