Simbabwe

Millionen Menschen in Gefahr

23.02.2020
Simbabwe widerfährt gemeinsam mit weiteren Staaten im südlichen Afrika die schlimmste Dürre seit 35 Jahren. Die Versorgungslage ist kritisch.
Der Acker von Lilani Majasi bietet ein trauriges Bild: die Dürre lässt ihre Aussaat nicht gedeihen. Die Frau ist verzweifelt – wovon soll ihre Familie leben?
Der Acker von Lilani Majasi bietet ein trauriges Bild: die Dürre lässt ihre Aussaat nicht gedeihen. Die Frau ist verzweifelt – wovon soll ihre Familie leben?

Autor/in

Sophie Günthner
Spenderbetreuung & Öffentlichkeitsarbeit

In Simbabwe herrscht eine außergewöhnlich lang anhaltende Dürre – mit schrecklichen Auswirkungen: Bauern verlieren ganze Ernten, und das Vieh verendet. Die Mahlzeiten werden weniger, der Hunger immer größer. Laut dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen leidet derzeit jeder Zweite in Simbabwe unter akutem Hunger. Menschenmassen sammeln sich an den Dorfbrunnen. Alle wollen ­etwas von dem kostbaren Wasser abbekommen – für sich, ihr Vieh oder ihre Äcker. Besonders schlimm von der Trockenheit betroffen ist der Distrikt Rushinga im Norden – eine Region, die ohnehin als eine der trockensten Regionen des Landes gilt.

Zerstörte Ernten

Lilani Majasi blickt traurig auf ihr Maisfeld, das als solches kaum noch zu erkennen ist. Der Boden ist staubtrocken und rissig. Die einst grünen Pflanzen hängen schlaff herunter und sind gelb verfärbt. Viel ist nicht mehr übrig, von ihrem mühevoll angepflanzten Mais. Mehr als die Hälfte ihrer ­Ernte hat die Frau bereits verloren. Die Kleinbäuerin ist verzweifelt und weiß nicht, wie sie sich in Zukunft versorgen soll.

Auch Sara Mutemachani aus dem Dorf Kutama kämpft um ihre Ernte und leidet unter der Dürre: „Der Boden wird immer trockener. Meinen Pflanzen fehlt es an Wasser – sie brauchen dringend Regen! Die Dürre zerstört meine ganze Ernte und damit meine Lebensgrundlage.“

Viele weitere Bauern in der Region Rushinga teilen das Schicksal dieser zwei Frauen. Der Anbau von Lebensmitteln wird aufgrund der mittlerweile unberechenbaren Wetterverhältnisse immer schwerer. Mehr als die Hälfte der Haushalte haben nur eine Mahlzeit pro Tag zur Verfügung. Die Angst vor einer Hungersnot ist groß.

Es herrscht akuter Wassermangel – so bleiben die Eimer leer, und es gibt nichts zu trinken, weder für die Menschen noch für die Tiere.
Es herrscht akuter Wassermangel – so bleiben die Eimer leer, und es gibt nichts zu trinken, weder für die Menschen noch für die Tiere.

Hilfe in der Hungerkrise

Hoffnungszeichen möchte den Menschen in ihrer dramatischen Lage zur Seite stehen. Gemeinsam mit unserem lokalen Partner Caritas Simbabwe verteilen wir Nahrungsmittelpakete an 112 besonders schwer von der Dürre betroffene Familien der Region Rushinga. Jedes Familienmitglied erhält eine Monatsration bestehend aus zehn Kilogramm Maismehl, zwei Kilogramm Hülsenfrüchten sowie einer Flasche Pflanzenöl. ­Insgesamt 560 Personen, davon 336 Kinder, sind so drei Monate lang mit dem Nötigsten versorgt.

Liebe Leserinnen, liebe Leser, mit Ihrer Gabe unter dem Spendenstichwort „Simbabwe“ helfen Sie den Menschen, diese schlimme Hungerzeit zu überstehen. Bereits mit 12 Euro ermöglichen Sie einer Frau wie Lilani Majasi ein Nahrungsmittelpaket. Mit 60 Euro schenken Sie einer fünfköpfigen Familie Nahrung für einen Monat. Jede kleine oder große Gabe ist ein Segen für die Menschen. Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung!

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