Uganda

Wenn die Kleinsten hungern

19.07.2018
Besonders Kinder unter fünf Jahren sind im ugandischen Kosike häufig mangelernährt. Ihre mittellosen Eltern sind auf die Hilfe von Hoffnungszeichen angewiesen.
Wie viele Eltern in Kosike kann Vater Keris seine Tochter Rael nicht ausreichend ernähren. Die Mutter des zehn Monate alten Kindes verließ ihre Familie aus Verzweiflung über den Hunger.
Wie viele Eltern in Kosike kann Vater Keris seine Tochter Rael nicht ausreichend ernähren. Die Mutter des zehn Monate alten Kindes verließ ihre Familie aus Verzweiflung über den Hunger.

Autor/in

Ildiko Mannsperger
Spenderbetreuung & Öffentlichkeitsarbeit

Ihr Blick zeigt den Hunger zuerst. Die zehn Monate alte Rael Chelimo blickt kraftlos und mit müden Augen vom Arm ihres Vaters. Sie möchte getragen werden, denn ihr kleiner Körper ist geschwächt, weil sie nicht genug zu essen hat. Nachdem Raupen über die Maispflanzen im Dorf hergefallen sind, hat das Hungerdrama für ihre Familie begonnen. Die Mutter hielt es irgendwann nicht mehr aus und verließ die Familie. Seitdem kümmert sich der Vater um die Kleine, kann ihr aber weder Muttermilch noch ausreichend andere Nahrung bieten. Er fühlt sich überfordert und macht sich Sorgen, dass das kleine Mädchen in seinem mangelernährten Zustand wie viele andere Kleinkinder an Malaria erkranken wird.

Die Teller bleiben leer

Besonders Kinder unter fünf Jahren leiden im abgelegenen ugandischen Dorf Kosike unter Mangelernährung. So auch der fast zweijährige Nehemia Kiptoo. Er ist das jüngste von vier Geschwistern und ist seit seinem sechsten Lebensmonat zu dünn für sein Alter. Doch seine Eltern haben nicht die Mittel, ihn und seine Geschwister satt zu bekommen. An drei bis vier Tagen pro Woche bleiben die Teller der gesamten Familie leer. Der Weg ins 15 km entfernte Krankenhaus in Amudat, wo an mangelernährte Kinder Essensrationen ausgegeben werden, ist für die geschwächte Familie zu beschwerlich. Große Hoffnung setzen sie deswegen auf die sich im Bau befindende Hoffnungszeichen-Klinik in Kosike. „Wir brauchen unbedingt Hilfe für unsere Kinder. Wenn dieser Zustand sich nicht ändert und wir für die Kleinen keine Nahrungsmittel bekommen, wird Nehemia sich vielleicht geistig nicht richtig entwickeln können. Ich habe große Angst, ihn ganz zu verlieren“, berichtet uns seine besorgte Mutter Sarah Cheposigar.

Spenden

Diese Hilfe in Uganda unterstützen

Damit wir in Zukunft noch vielen mangelernährten Kindern wie Rael und Nehemia helfen können, planen wir in der neuen Hoffnungszeichen-Klinik auch den Aufbau eines Ernährungsprogramms. Schon jetzt kümmern wir uns in wöchentlichen kostenlosen Behandlungen um die kranken Menschen vor Ort. Dazu gehört auch die Überwachung des Wachstums und des Ernährungszustands von Kindern unter fünf Jahren. Gravierend unterernährte Kinder erhalten bereits jetzt eine reichhaltige Spezialnahrung, durch die sie wieder zu Kräften kommen.

Liebe Leserin, lieber Leser, schon mit 25 Euro können Sie die wichtige Spezialnahrung für ein mangelernährtes Kind wie Rael oder Nehemia ermöglichen. Mit 70 Euro unterstützen Sie die wöchentlichen Behandlungen der Dorfbewohner, welche an Malaria und anderen ernsten Krankheiten leiden, durch unser medizinisches Team. Ein herzliches Dankeschön lassen Ihnen die Menschen aus Kosike ausrichten.

Thema: Gesundheit

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