Irak

Hilfe und Hoffnung für Yohanna

20.10.2021
Im Nordirak stürzen die Folgen der Corona-Pandemie die Schwächsten in die Not. Mit einem lokalen Partner unterstützt Hoffnungszeichen 120 bedürftige Familien.
Mit Nahrungsmitteln sowie Hygieneartikeln zur Corona-Prävention unterstützen wir im Irak bedürftige  Familien, Witwen und Menschen mit Behinderung.  Auch die Familie des kleinen Yohanna, der ohne  Unterarme zur Welt kam, erhält Hilfe.
Mit Nahrungsmitteln sowie Hygieneartikeln zur Corona-Prävention unterstützen wir im Irak bedürftige Familien, Witwen und Menschen mit Behinderung. Auch die Familie des kleinen Yohanna, der ohne Unterarme zur Welt kam, erhält Hilfe.

Am Nötigsten sparen, um zu überleben

Wenn der kleine Yohanna (4) einmal ganz unbeschwert spielt, ist seine Mutter Nohra Zaya (30) glücklich und vergisst für einen Moment alle Sorgen. Doch das hält meist nur einen Augenblick. Zu drückend, zu existenziell sind die Ängste, die die junge Mutter plagen: „Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll. Wir können die Miete nicht mehr bezahlen.“ Schon lange muss Nohra an allem sparen, auch beim Essen für ihre beiden Kinder Yohanna und seine sechsjährige Schwester Matilda. Die Mutter ist verzweifelt und am Ende ihrer Kräfte. Sie will trotzdem weiter da sein für ihren geliebten Jungen mit den dunklen Haaren, der mit einer schweren Behinderung zur Welt kam und rund um die Uhr betreut werden muss, weil er keine Unterarme hat.

Vier Mio. Iraker auf humanitäre Hilfe angewiesen

Wie vielen anderen Familien im nordirakischen Dohuk (Autonome Region Kurdistan) hat Corona auch die Familie von Nohra in Armut und Not gestürzt. Ihr Mann Simon (30) verlor seine Arbeit. „Es gibt hier für uns keine Verdienstmöglichkeit mehr“, schildert Nohra ihre schwierige Lage. Vier Mio. Menschen sind im Irak laut den Vereinten Nationen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Eine Mio. Binnenvertriebene haben ihr Zuhause verloren. Besonders im Nordirak ist die humanitäre Situation dramatisch. Die Corona-Pandemie lähmt die Wirtschaft, und die Lebensmittelpreise steigen. Familien wie die Zayas werden immer mehr in die Enge getrieben.

Hilfe für Betroffene

Hoffnungszeichen will der jungen Familie über die schlimmste Zeit hinweghelfen. Gemeinsam mit unserer lokalen christlichen Partnerorganisation Assyrian Aid Society – Iraq (AAS-I) unterstützen wir in Dohuk 120 besonders bedürftige Familien, Witwen und Menschen mit Behinderung. Die Familien erhalten dringend benötigte Lebensmittel wie Reis und Nudeln sowie Hygieneartikel wie Masken, Seife und Desinfektionsmittel, um sich vor dem Virus schützen zu können. Das Projekt begann im Juli 2021 und soll insgesamt 600 Menschen erreichen. „Das ist für uns eine riesige Hilfe. Ich danke dafür sehr“, sagt Nohra gerührt.

Bitte helfen Sie uns, Nohra und ihren Liebsten Hoffnung zu schenken in dieser düsteren Zeit. Schon bald wollen wir erneut Hilfssäcke mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln bereitstellen, mit denen eine fünfköpfige Familie einen Monat lang ausreichend versorgt ist. Mit 77 Euro ermöglichen Sie einen solchen großen Hilfssack. Danke, dass Sie den Ärmsten in ihrer Not zur Seite stehen!

Diese Hilfe im Irak unterstützen

Diese Seite teilen

Verwandte Neuigkeiten

Bericht
Bereits in der Vergangenheit war unser Projektpartner für uns im Bezirk Dohuk aktiv und verteilte an bedürftige Familien Lebensmittelpakete,  um dem Hunger entgegenzuwirken. Aktuell ist die humanitäre Situation durch die Corona-Pandemie wieder besonders schwierig und es wird  Nahrungsmittelhilfe benötigt.
21.06.2021 Irak
Die Menschen im Nordirak leiden unter den Folgen des Terrors durch den Islamischen Staat. Hinzu kommen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie.
Bericht
Vor allem Kinder leiden unter der Situation vor Ort. Ihre Eltern versuchen ihr Möglichstes, um ihnen Geborgenheit und ausreichend Nahrung zu geben.
11.05.2016 Irak
Vor der Terrorgruppe Islamischer Staat geflohene Familien harren noch immer im Nordirak aus und sorgen sich um die Zukunft ihrer Kinder.
Bericht
Winterhilfe Armenien
28.09.2022 Armut in Armenien
Kälte, Schnee und Dunkelheit: Während wir es uns in Deutschland mit einer wärmenden Decke und einem heißen Tee auf dem Sofa im Winter in unserem Zuhause gemütlich machen, bedeutet diese Jahreszeit für die Menschen im Kaukasus ein bitterer Kampf ums Überleben.