Durch den seit mehr als drei Jahren andauernden Krieg zwischen Regierungstruppen und Paramilitärs im Sudan droht in der Region Südkordofan eine Hungersnot. Nach Analysen der Integrated Food Security Phase Classification (IPC) ist die Ernährungslage kritisch: Weite Teile der Region befinden sich in der zweithöchsten Warnstufe.
Die Konstanzer Menschenrechts- und Hilfsorganisation Hoffnungszeichen macht anlässlich des Welternährungstages der Vereinten Nationen am 16. Oktober auf diese Notlage aufmerksam. Sie ist mit erfahrenen regionalen Partnern im Einsatz, um der Zivilbevölkerung beizustehen. „Mit unserer Hilfe können wir die akute Unterernährung einiger besonders gefährdeter Familien innerhalb weniger Wochen senken“, sagt Hoffnungszeichen-Vorstand Klaus Stieglitz. „Gemeinsam mit den im Mother-of-Mercy-Hospital in Gidel tätigen Comboni‑Ordensschwestern verteilen wir Sorghum, Bohnen, Speiseöl, Linsen, Reis und Salz. Schwangere und stillende Frauen erhalten Seife, Moskitonetze, Eimer, Kleidung und Sets für die Pflege von Neugeborenen. Insgesamt wollen wir mit unserer Hilfe 2.640 Menschen erreichen.“
Das Mother-of-Mercy-Hospital ist das einzige Krankenhaus im Umkreis von hunderten Kilometern und Anlaufpunkt für mehr als eine Million Menschen. Wie die Schwestern berichten, hat sich die Lage zugespitzt. Kämpfe reichen bis in die Umgebung von Gidel, Familien suchen teilweise in Höhlen Schutz. Das Hospital und das nahegelegene Lager Amushegen sind überfüllt. Hoffnungszeichen hilft in dieser Krise und weltweit Menschen in Bedrängnis und Not und stellt dabei die Würde eines jeden Menschen in den Mittelpunkt.
Pressemeldung Welternährungstag 16. Oktober 2026