Kenia

"Der Weg in die Klinik ist zu weit"

15.12.2020
In der abgelegenen Region Dukana im Norden Kenias ist die Not groß. Hunger und Krankheit bestimmen den Alltag der Menschen. Unsere mobile Klinik bringt Hilfe zu den Vernachlässigten.
Die mobile Klinik erreicht diejenigen, die sonst zu weit von medizinischer Hilfe entfernt leben. U. a. werden Kinder geimpft oder bei Mangelernährung mit Spezialnahrung versorgt.
Die mobile Klinik erreicht diejenigen, die sonst zu weit von medizinischer Hilfe entfernt leben. U. a. werden Kinder geimpft oder bei Mangelernährung mit Spezialnahrung versorgt.

Als unser Gesundheitsteam die kleine Kame bei einem Besuch in ihrem Dorf untersuchte, befand sich das Kind in einem äußerst kritischen Zustand. Das Mädchen war schwach, krank und vollkommen unterernährt. Das 19-monatige Kind hatte weder einen Arzt gesehen, noch eine Impfung erhalten. Mutter Robe Guyo erzählte unseren Mitarbeitern verzweifelt: „Wir hungern. Ich weiß nicht, wie ich mein Kind ernähren soll. Außerdem fehlt es an medizinischer Versorgung – der Weg in die nächste Klinik ist viel zu weit.“

Die Familie gehört dem Stamm der Gabra an, einem Hirtenvolk im Norden Kenias, das im Marsabit County an der Grenze zu Äthiopien lebt. Dort lassen extreme Wetterverhältnisse wie Dürren das Vieh verenden. Die Tiere sind jedoch die einzige Lebensgrundlage vieler Menschen, und so wächst der Hunger. Fast jedes dritte Kind ist unterernährt. Um zur nächsten Gesundheitsstation zu gelangen, müssen Mütter mit ihren Kindern oft Fußmärsche von 20 km oder mehr auf sich nehmen. Viele begeben sich gar nicht oder oftmals zu spät auf den Weg, um für sich und ihre Kleinsten Hilfe zu holen. Die Kinder- und Müttersterblichkeit in der Region ist alarmierend hoch.

Robe Guyo ist froh über die lebensrettende Hilfe. Ihre Tochter Kame war schwer krank und mangelernährt. Dank der Behandlung durch das medizinische Team ist sie wieder gesund.
Robe Guyo ist froh über die lebensrettende Hilfe. Ihre Tochter Kame war schwer krank und mangelernährt. Dank der Behandlung durch das medizinische Team ist sie wieder gesund.

Medizinische Hilfe auf Rädern

Hoffnung und Zuversicht für besorgte Mütter und kranke Kinder bringt die „mobile Klinik" von Hoffnungszeichen. In einem Geländewagen, bepackt mit Medikamenten und medizinischem Material, fährt ein Gesundheitsteam regelmäßig in die entlegenen Gegenden und leistet medizinische Hilfe, von der rund 1.000 Haushalte profitieren. Die Helfer behandeln gängige Krankheiten wie Malaria, Atemwegsinfektionen und Durchfall. Mangelernährte Kinder werden mit Spezialnahrung versorgt, und Impfungen sollen die Kleinsten vor schweren Krankheiten schützen. Zudem wird Vor- und Nachsorge für Schwangere angeboten. In Hungerzeiten werden Nahrungsmittelpakete verteilt.

Auch Kame wurde in das mobile Ernährungs- und Impfprogramm der fahrenden Krankenstation aufgenommen – mit Erfolg. Schon nach einigen Monaten konnte sie gesund „entlassen“ werden.

Liebe Leserinnen und Leser, gemeinsam mit Ihnen können wir Kindern wie Kame den lebenswichtigen Zugang zu medizinischer Hilfe ermöglichen und den Hunger der Ärmsten stillen. Mit 40 Euro helfen Sie einer Familie mit einem Nahrungsmittelpaket, und mit 80 Euro unterstützen Sie tatkräftig die umfassende Arbeit der mobilen Klinik. Vielen Dank für Ihre segensreiche Gabe!

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Thema: Gesundheit

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