DR Kongo

Nothilfe nach Flucht und Gewalt

23.01.2019
In der Provinz Südkivu haben gewaltsame Konflikte die Bevölkerung in die Flucht getrieben. Hoffnungszeichen beugt dem Ausbruch von Krankheiten mit Hygieneartikeln vor.
Wenn der Friede trügt: Mutter und Tochter haben die Gewaltausbrüche in Südkivu vorerst überstanden, doch die unhygienischen Zustände bergen neue Gefahren.
Wenn der Friede trügt: Mutter und Tochter haben die Gewaltausbrüche in Südkivu vorerst überstanden, doch die unhygienischen Zustände bergen neue Gefahren.

Autor/in

Ildiko Mannsperger
Spenderbetreuung & Öffentlichkeitsarbeit

Gebannt schaut Namubisha ihrer Mutter Faraiya Gisgeti beim Spülen der Töpfe zu. Eine vermeintlich friedliche Alltagsszene, vor allem, wenn man bedenkt, welch unmittelbarer Gefahr die beiden genau wie zahlreiche unschuldige Zivilisten vor kurzem noch ausgesetzt waren. Häuser standen in Flammen, Nutztiere wurden umgebracht oder geraubt und es herrschte die nackte Panik, als im Mai 2018 der Streit zwischen den verfeindeten Gruppen der Banyamulenge und der Bafuliru in der kongolesischen Provinz Südkivu eskalierte. Aus Angst vor Übergriffen flüchteten viele Menschen ins gebirgige Hinterland der Stadt Uvira – unter ihnen zahlreiche Frauen und Kinder.

Neben der Angst vor erneuten Gewaltausbrüchen beherrscht heute die Furcht vor Krankheiten den Alltag der in prekären Verhältnissen lebenden Menschen. Unser kongolesischerm Partner Association des Jeunes pour le Développement Communautaire (AJDC) berichtet aus der Gemeinde Bijombo von katastrophalen Hygienezuständen: Die große Zahl an Binnenflüchtlingen und der Mangel an sauberem Trinkwasser führten zu einer schnellen Ausbreitung ernstzunehmender Krankheiten: Erste Fälle von Cholera in der Region Südkivu sind von den Vereinten Nationen bereits bestätigt. Die Weltgesundheitsorganisation warnt eindringlich vor den Risiken von verunreinigtem Wasser und unzureichenden sanitären Verhältnissen: Zwei Millionen Menschen weltweit sterben jährlich an daraus entstandenen Durchfallerkrankungen.

Kein Zuhause, keine Privatsphäre

Das Leben zwischen Flucht und Heimat ist für die Betroffenen eine kräftezehrende Tortur. Viele haben alles verloren und müssen nun auf engstem Raum und ohne Zugang zu Toiletten oder Waschmöglichkeiten zusammenleben – für Frauen und Mädchen ein oftmals besonders beschämender Umstand.

Gemeinsam mit AJDC wollen wir in dieser Notsituation handeln und 1.500 Binnenvertriebene unterstützen. Neben Wassersammelbehältern, in denen Trinkwasser sauber aufbewahrt werden kann, erhalten die Menschen Hygieneschulungen, in denen sie lernen, sich vor Krankheiten zu schützen. Mit Hygienepakten unterstützen wir zudem 500 Frauen und Mädchen. Moise Ribakare, Programm-Koordinator von AJDC, erklärt: „Frauen und Mädchen sind in der gegenwärtigen Krise besonders verwundbar und anfällig für Krankheiten. Mit den Hygienepaketen können sie sich nicht nur besser vor Krankheiten schützen, sondern erhalten in diesen schwierigen Umständen auch ein wenig Würde zurück.“

Liebe Leserin, lieber Leser, mit 56 Euro erhalten zehn Frauen jeweils ein Paket mit wichtigen krankheitsvorbeugenden Hygieneartikeln. Mit Ihrer Gabe von 35 Euro können wir 70 Binnengeflüchtete mit Wassersammelbehältern versorgen. Danke für Ihre Unterstützung!

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