DR Kongo

Kein Essen, kein Wasser

22.09.2020
Die Region Sud-Ubangi ist von Hunger und Krankheit geprägt. Zahlreiche Kinder sind unterernährt – viele von ihnen zurückgelassen und ohne Eltern.
Zahlreiche Kinder in der Provinz Sud-Ubangi im Nordwesten der DR Kongo leben zurückgelassen und auf sich gestellt. Viele von ihnen leiden Hunger und sind mangelernährt.
Zahlreiche Kinder in der Provinz Sud-Ubangi im Nordwesten der DR Kongo leben zurückgelassen und auf sich gestellt. Viele von ihnen leiden Hunger und sind mangelernährt.

Alleine, ohne Eltern und ohne Zuhause: Dieses schwere Schicksal ereilt zahlreiche Kinder in der Provinz Sud-Ubangi, einer abgelegenen Regenwaldlandschaft im Nordwesten der DR Kongo. Zurückgelassen irren die Kleinsten ziellos in den Dörfern umher: hungrig und auf sich selbst gestellt. Die Kinder von Dikipi Mwati haben mehr Glück. Sie haben eine Mutter, die sich täglich für ihre Liebsten abmüht. Die 34-Jährige lebt mit ihrer Familie im Dorf Ewanzombo in der Nähe der Gemeinde Dongo unweit des Kongo-Zuflusses Ubangi. Dort am Grenzfluss zur Republik Kongo bewirtschaftet die Frau ein kleines Stückchen Land. Doch die Erträge ihres Feldes sind sehr gering. Oft reicht es kaum aus, um ihre Kinder zu versorgen. „Trotz all meiner Mühen auf dem Feld schaffe ich es nicht, meine Kinder mit genug Essen zu versorgen. Außerdem sind sie oft krank, und sie werden von der Schule heimgeschickt, wenn ich das Schulgeld nicht mehr zahlen kann“, erzählt die Mutter betroffen.

Die Kinder von Dikipi Mwati (34) haben ihre Mutter an der Seite. Die Frau kämpft täglich um das Wohlergehen ihrer Liebsten. Doch der Hunger ist auch hier ständiger Begleiter.
Die Kinder von Dikipi Mwati (34) haben ihre Mutter an der Seite. Die Frau kämpft täglich um das Wohlergehen ihrer Liebsten. Doch der Hunger ist auch hier ständiger Begleiter.

Angst vor Cholera

Nicht nur der Hunger bereitet den Menschen Sorgen. Während der Regenzeit hat sich die Lage verschärft: Flüsse sind über die Ufer getreten, Brücken eingestürzt und Trinkwasserstellen unbrauchbar geworden. „Wir bitten um Ihre Hilfe, denn unsere Angst vor Cholera ist groß“, fleht Fiston Nzondo Bokpoko einen Mitarbeiter unserer Partnerorganisation HPP-Congo an. Bokpoko ist Leiter einer Kleinbauern-Kooperative und sieht sein Dorf Babuma in Gefahr, denn viele unterernährte Kinder erkranken durch verschmutztes Wasser an Durchfall oder Typhus.

Hoffnung verspricht das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geförderte Landwirtschafts- und Ernährungsprojekt „Bauern-Klub Dongo“. Gemeinsam mit unserem lokalen Partner unterstützen wir 4.000 Familien beim nachhaltigen Anbau von Nahrungsmitteln und der Vermarktung ihrer Erträge. Die Begünstigten bekommen Schulungen zu ausgewogener Ernährung, Wasseraufbereitung und Hygiene, um Krankheiten und Mangelernährung zu verhindern. Auch mehrere Wasserquellen und Brunnen werden instand gesetzt sowie Werkzeug und Wasserreinigungstabletten verteilt.

Liebe Leserinnen und Leser, gemeinsam möchten wir die Menschen in Sud-Ubangi vor Hunger und Krankheit bewahren. Für 50 Euro ermöglichen Sie einem unterernährten Kind Spezialnahrung. Mit einer Spende von 80 Euro erhält ein Bauer Saatgut und Schulungen. Für 150 Euro leisten Sie einen maßgeblichen Beitrag zur Instandsetzung eines Brunnens. Herzlichen Dank für Ihre Gabe.

Spenden

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