Kenia

Hilfe gegen die Dürre

14.12.2022
Anhaltende Trockenheit und kaum etwas zu essen: Die Bevölkerung um die Gemeinde Illeret leidet unter der schlimmsten Dürre seit Jahrzehnten. Wir versorgen die Menschen mit wichtigen Medikamenten und Nahrung.
Ello Natodo hat bereits zwei Kinder in einer der Mutterschutzhütten auf dem Gelände des Gesundheitszentrums in Illeret sicher zur Welt gebracht.
Ello Natodo hat bereits zwei Kinder in einer der Mutterschutzhütten auf dem Gelände des Gesundheitszentrums in Illeret sicher zur Welt gebracht.

Mangelernährung weit verbreitet

Ello Natodo sitzt mit ihrem Neuge­borenen im Sand. Nur ein einzelner Baum spendet der jungen Mutter et­was Schatten vor der erbarmungslo­sen Mittagshitze. Das winzige Bündel in ihrem Arm schläft. Es wirkt wie ein Püppchen, kraftlos und schwach. Die 20-Jährige ist mit ihrem Säugling zur Nachsorge in das Gesundheits­zentrum in Illeret im Bezirk Marsabit gekommen. Vor rund einem Monat hat sie hier in einer der Mutterschutz­hütten ihre kleine Naguoro sicher zur Welt gebracht. In der abgeschie­denen Region im Norden Kenias an der Grenze zu Äthiopien ist das keine Selbstverständlichkeit. Eine ausrei­chende Gesundheitsversorgung gibt es hier nicht.

In der Gesundheits­station erhalten Bedürftige neben medizinischer Versorgung auch Nahrungsmittel. Die Ernährungs­hilfe vor Ort ist dringend notwen­dig: In vielen Regionen Kenias herrscht derzeit die schlimmste Dürre seit 40 Jahren. Mehr als vier Millionen Menschen haben nicht ge­nug zu essen.

Vor allem Mütter und Schwangere, Kinder und alte Men­schen sind von Mangelernährung betroffen. Im Rahmen eines speziel­len Ernährungsprogramms werden in der Gesundheitsstation in Illeret mangelernährte Kinder mit thera­peutischer Zusatznahrung aufgepäp­pelt. Insbesondere in den ersten Le­bensmonaten kann eine dauerhafte Nährstoffunterversorgung weitrei­chende Folgen haben. Nicht selten leiden chronisch mangelernährte Kinder lebenslang an physischen oder kognitiven Einschränkungen.

Mobile Hilfe dringend nötig

Vor allem alte und kranke Men­schen können den oftmals beschwer­lichen Weg zur Gesundheitsstation jedoch nicht bewältigen. Einer von ihnen ist Noro Nanguer.

Alte Menschen wie Noro Nanguer, die es nicht zur Station schaffen, erhalten mobile medizinische Hilfe. So werden auch sie mit Nahrung und Medikamenten versorgt.

Ich habe nichts zu essen und wohl nur noch wenige Tage zu leben.

Noro Nanguer

Vor einigen Jahren hat der etwa 70­-Jährige seine Frau verloren, und seine Kinder haben ihn verlas­sen. Durch die schwere Dürre ist sein Vieh verendet. Er ist zu schwach, um zu gehen und kann sich nur kriechend fortbewegen. Er ist auf Nachbarn angewiesen, um eine Mahlzeit zu bekommen. Damit auch Menschen wie Noro in entlegenen Dörfern Nahrung und Medikamente erhalten, leisten wir in Illeret zusätz­lich auch mobile Hilfseinsätze.

Im nördlichen Kenia teilen zahlreiche Menschen ein ähnliches schweres Schicksal wie Naguoro oder Noro. Sie sind dringend auf Nahrungsmittelhilfen angewiesen. Bereits mit 20 Euro ermöglichen Sie die Behandlung eines mangelernährten Kindes mit Spezialnahrung.

Danke, dass Sie den Menschen, die unter der Dürre leiden, mit Ihrer Gabe beistehen!

Diese Hilfe in Kenia unterstützen
Gesundheit für Hirtenvolk der Dassenech
Erfahren Sie mehr auf unserer Projektseite

Diese Seite teilen

Verwandte Neuigkeiten

Bericht
Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 - Verursacher der Lungenkrankheit Covid-19 - im Querschnitt. Seit Dezember 2019 verbreitete sich der Erreger zunächst in der chinesischen Stadt Wuhan, und in der Folge weltweit. Die Weltgesundheitsorganisation erklärte seine Ausbreitung am 11. März 2020 zur Pandemie.
03.11.2021 Appell zur globalen Solidarität
Das Coronavirus hält die Welt in Atem und sorgt in vielen Teilen der Welt für großes Leid. Hoffnungszeichen e.V. baut seine humanitäre Hilfe und medizinische Fürsorge gezielt aus. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende.
Bericht
Die Trauer um den Verlust ihres ersten Kindes steht Lokho Mamo (21) ins Gesicht geschrieben. Viele Frauen im Norden Kenias teilen das Leid der Fehlgeburt, da es an medizinischer Versorgung fehlt.
21.06.2021 Kenia
Für viele Frauen und Kinder in Dukana im nördlichen Kenia ist medizinische Hilfe nur schwer oder kaum erreichbar. Unsere „mobile Klinik“ kommt deshalb zu ihnen.