Kenia

Dürre: 50 km bis zum Wasser

20.12.2021
Der Klimawandel verstärkt in Teilen Kenias eine Dürrekatastrophe, die viele Menschen bedroht. Mit der Erneuerung von Brunnen und der Unterstützung von Familien leisten wir Hilfe.
Godana Jillo Karayu verliert jeden Tag Tiere aus seiner Herde an die Dürre. In  seinem ganzen Leben hat der 85-Jährige keine so schlimme Dürre erlebt.
Godana Jillo Karayu verliert jeden Tag Tiere aus seiner Herde an die Dürre. In seinem ganzen Leben hat der 85-Jährige keine so schlimme Dürre erlebt.

Dürre in Teilen des Landes zu nationalen Katastrophe erklärt

Die derzeitige Dürre in der Region Marsabit ist eine der schlimmsten, die das Gebiet seit Langem heimgesucht hat. Die Menschen hier, die mit extremen Klimaverhältnissen durchaus umgehen können, sind nicht mehr in der Lage, mit den Auswirkungen fertigzuwerden.

Unsere Tiere sterben und wir haben nichts anderes, worauf wir uns verlassen können. Wenn es nicht bald regnet, werden auch die Menschen sterben.

Jarso Roba Jillo

Tierzüchter aus Marsabit

Die kenianische Regierung hat die Dürre in einigen Teilen des Landes zu einer nationalen Katastrophe erklärt. Durch das Austrocknen vieler Oberflächengewässer ist die Wasserknappheit in Marsabit so akut geworden, dass viele Hirten 40 bis 60 km pro Tag zurücklegen müssen, um an Wasser zu kommen. Bis zu sechs Haushalte müssen tagelang mit gerade einmal 20 Litern Wasser auskommen. Die Familienmitglieder sind oft den ganzen Tag nur damit beschäftigt, nach Wasser zu suchen. Insbesondere Mädchen brechen dafür die Schule ab. Die Menschenrechte auf den Zugang zu sauberem Wasser, zu Nahrung und zu Bildung sind durch die Auswirkungen der Dürre massiv beeinträchtigt.

Viehzüchter sind verzweifelt

Hoffnungslosigkeit verbreitet sich unter den Viehzüchtern, die im Dorf Kukub (Bezirk Dukana, Marsabit County) leben. Ihre Herden – ihre einzige Lebensgrundlage – gehen gerade zugrunde. Der 85-jährige Godana Jillo Karayu, dem sein Vieh ein Auskommen gab, berichtet: „Ich habe die meisten meiner Rinder verloren und von den noch übrigen sterben jetzt Tag für Tag welche. Ich kann meine Familie nicht ernähren, weil ich nicht einmal Vieh habe, das ich verkaufen kann. Ich habe noch nie eine so schlimme Dürre erlebt. Wir beten zu Gott, dass es bald regnet.“

Ein Großteil der Oberflächengewässer ist ausgetrocknet. Die Menschen graben  Löcher, um an Wasser zu kommen. Wir helfen u. a. mit dem Bau von Brunnen.
Ein Großteil der Oberflächengewässer ist ausgetrocknet. Die Menschen graben Löcher, um an Wasser zu kommen. Wir helfen u. a. mit dem Bau von Brunnen.

Unsere Hilfe vor Ort

Hoffnungszeichen setzt sich für die Achtung und den Schutz der Würde von Menschen ein, deren Rechte verletzt oder bedroht sind. Jeder Mensch benötigt materielle Grundlagen für ein menschenwürdiges Dasein. Gemeinsam mit dem Partner Community Initiative Facilitation Assistance versorgen wir die Menschen in Kenia mit den wichtigsten Lebensgrundlagen wie Wasser und helfen ihnen, mit den zerstörerischen Auswirkungen des Klimawandels fertigzuwerden.

Rund 1.500 Haushalte (ca. 9.000 Menschen) werden durch die Sanierung und den Erhalt von Brunnen mit sicherem Trinkwasser versorgt. Darüber hinaus erhalten 50 von Frauen geführte Haushalte Mikrokredite, um eine klimaresistente Existenzgrundlage für sich und ihre Kinder zu schaffen.

  • Schon mit 10 Euro können Sie einer Familie einen solchen Zuschuss für drei Monate ermöglichen.
  • Mit 80 Euro helfen Sie bei der Instandsetzung eines Brunnens.

Haben Sie vielen Dank für Ihre Gaben!

Diese Hilfe in Kenia unterstützen

 

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