Verantwortung entlang der Lieferketten

Dieses Mädchen ist eines von circa 32.000 Kindern, die in Indien und Madagaskar Glimmerminerale schürfen. Glimmer wird u. a. in der Produktion von Haushaltsgeräten und Handys verwendet.
Am 1. Januar 2023 tritt das deutsche Lieferkettengesetz in Kraft – ein erster Schritt zur verbindlichen Sicherung von Menschenrechten durch deutsche Unternehmen. Das Gesetz greift jedoch nicht alle erforderlichen Maßnahmen auf. Nehmen Sie an unserer Petition teil und fordern Sie mit uns ein weitreichendes EU-Lieferkettengesetz.
  • die Verhandlungen zu einem EU-Lieferkettengesetz
  • die Umsetzung des deutschen Gesetzes

EU-Parlamentarier  
René Repasi
über
Hoffnungszeichen e.V.
Schneckenburgstr. 11 d
78467 Konstanz

24 Tage verbleibend
Sehr geehrter Herr Repasi,

am 1. Januar 2023 ist das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz in Kraft getreten - ein erster Schritt zur Sicherung von Menschenrechten und Umweltstandards entlang der Lieferketten deutscher Unternehmen. Das Gesetz greift jedoch nicht alle erforderlichen Maßnahmen auf. Daher ist es notwendig, dass ein weitreichendes EU-Lieferkettengesetz in Kraft tritt, welches die Lücken des deutschen Gesetzes füllt.

Gerne möchte ich Ihnen für Ihre Unterstützung eines starken EU-Lieferkettengesetzes danken. Ihre Bemühungen tragen dazu bei, dass Unternehmen Verantwortung entlang ihrer Lieferketten übernehmen und so die Würde des Menschen und die Umwelt schützen. Ihr Einsatz stellt ein Zeichen der Hoffnung für die Menschen weltweit dar, welche durch deutsche Unternehmen und ihre Lieferketten ausgebeutet werden und dadurch Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind.
Anrede
Land

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Mit Absenden der Nachricht wird den Verantwortungsträgern eine E-Mail mit unserer gemeinsamen Forderung, Ihrer Anmerkung sowie Vorname/Nachname und Ihrer E-Mail-Adresse zugestellt.

Lücken im Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz

Rund 160 Millionen Mädchen und Jungen leisten nach aktueller Schät­zung der Internationalen Arbeitsorganisation und UNICEF Kinderar­beit, teilweise ab einem Alter von 5 Jahren. Die Hälfte dieser Kinder ar­beitet unter kritischen Bedingungen, die ihrer Gesundheit, Sicherheit und Entwicklung schaden. Profit aus der Kinderarbeit ziehen unter anderem deutsche Unternehmen, berichtet die Deutsche Presseagentur. Über die so­ genannte Lieferkette gelangen die von Kindern mitproduzierten Wa­ren nach Deutschland und werden von deutschen Unternehmen mit hohen Gewinnen vertrieben.

Mit dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz soll sich das ändern: Deut­sche Unternehmen sind nun ver­pflichtet, Menschenrechte und Umweltstandards entlang ihrer Pro­duktionsketten zu achten. Men­schenrechtsverletzungen wie Kinder­arbeit sollen aufgedeckt und damit besser geahndet werden können. Das Gesetz gilt für Unternehmen mit Sitz oder Zweigniederlassung in Deutschland ab 3.000 Mitarbeiten­den. Ab 2024 soll es für alle Unter­nehmen mit mehr als 1.000 Ange­stellten gelten – trotzdem entspricht dies Schätzungen zufolge maximal 1 % aller Unternehmen in Deutsch­land.

Das Gesetz wird als ein erster positiver Schritt zur Sicherung der Menschenwürde in den Lieferketten gewertet. Nichtsdestotrotz weist es Lücken auf: Unter anderem bietet es betroffenen Menschen wenig Mög­lichkeiten, sich aufgrund von Menschenrechtsverletzungen an deut­sche Gerichte zu wenden. Dies ist jedoch unabdingbar zur Unterstüt­zung der Menschen in ihren schwie­rigen Lagen.

Gesetzesverhandlungen der EU

Die Initiative Lieferkettengesetz ist ein Zusammenschluss zahlreicher Organisationen. Gemeinsames Ziel ist eine Welt, in der Unternehmen Menschenrechte achten und Umweltzerstörung vermeiden.

Neben dem deutschen Lieferketten­gesetz gibt es aktuell Verhandlungen zu einem Gesetz auf EU-­Ebene. Wir von Hoffnungszeichen sind Teil einer bundesweiten Initiative, die sich für ein starkes EU-­Lieferkettengesetz en­gagiert: die Initiative Lieferkettengesetz. Dieses soll die Lücken des deutschen Gesetzes schließen. Ein gesetzlicher Rahmen auf Ebene der EU würde ein Zeichen der Hoffnung für ausgebeutete Menschen weltweit setzen. So könnten wir unserer Ver­antwortung gegenüber den Men­schen nachkommen, die im globalen Süden die Lasten unseres Wohl­stands zu tragen haben.

Bitte engagieren Sie sich mit uns für ein weitreichendes EU-Lieferkettengesetz. Wir fordern, dass Erwachsene und Kinder, die im Ausland durch deutsche Unternehmen ausgebeutet wurden, vor deutschen Gerichten Schadensersatz einfordern können. Unterstützen Sie mit uns die Arbeit der Parlamentarier, die sich für ein weitreichendes Gesetz stark machen. Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

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