Sundarbans

Ökosystem schützen heißt Menschen schützen

Das wichtige Ökosystem der Mangrovenwälder schwindet seit Jahrzehnten immer mehr. Schutz- und Wiederaufforstungs-Projekte helfen beim Erhalt der Mangroven und stabilisieren zugleich das Auskommen der ansässigen Menschen.
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BU (Quelle: DRCSC): Die Wiederaufforstung von Mangrovenwäldern schützt das küstennahe Ökosystem und die Landwirtschaft der Bevölkerung gleichermaßen.

„Zum Internationalen Tag für die Erhaltung des Mangroven-Ökosystems am 26. Juli wollen wir besonders auf die Sundarban-Inseln hinweisen. Sie beheimaten die größten Mangrovenwälder der Erde“, erläutert der Erste Vorstand der Konstanzer Hilfsorganisation Hoffnungszeichen e.V. Klaus Stieglitz. „Mangroven schützen die Küsten vor Erosion und Stürmen, binden Kohlenstoff und bieten Lebensraum für zahlreiche Tierarten.“ Zwischen 1980 und 2010 ging der Bestand von Mangrovenwäldern laut einer Studie des Fachjournals Science weltweit von rund 155.000 auf 152.000 Quadratkilometer zurück.

Hoffnungszeichen e.V. engagiert sich langfristig für die Stärkung von Küstengemeinden auf den indischen Sundarban-Inseln. Ein mehrjähriges Projekt, durchgeführt mit lokalen Partnern und gefördert vom Bundeministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, trägt zum Erhalt der Mangrovenwälder bei. Nachhaltige und klimaresistente Praktiken in Landwirtschaft und Aquakultur, Wiederaufforstung sowie der Schutz der biologischen Vielfalt der Küstengebiete sind dabei einige der Lern- und Arbeitsinhalte für die beteiligten Gemeinden. „Die Bewahrung der Schöpfung und die Abmilderung sozialer Ungleichheiten sind zwei der Kernaufgaben unserer Organisation”, so Klaus Stieglitz. „Mit diesem Projekt unterstützen wir 4.000 Haushalte bei der Einkommensstabilisierung und fördern gleichzeitig den Erhalt der Mangrovenwälder. Dank Projekten wie diesem erholt sich der weltweite Bestand der Mangrovenwälder aktuell wieder.”
 

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