Pakistan: "Wir dürfen nicht einmal ihre Hand halten"

Christinnen und Christen beten in der Fatima-Kirche in Islamabad. Mit etwa zwei Prozent sind sie im Land eine kleine Minderheit und durch restriktive Gesetze bedroht.
Eine unbedacht geteilte Handy-Nachricht kann in Pakistan reichen, um zum Tode verurteilt zu werden. Eine Christin bangt um ihr Leben, ihre Familie ist verzweifelt. Nehmen Sie an unserer Petition teil und setzen Sie sich für die Freiheit von Shagufta Kiran ein.
Protestieren Sie für

• die Wahrung der Religionsfreiheit
• die Freilassung von Shagufta Kiran

Protestieren Sie bei

Prime Minister, Mian Muhammad Shehbaz Sharif, ISLAMABAD, PAKISTAN

In Kopie an

Botschaft der Islamischen Republik Pakistan, I.E. Frau Saqlain Syedah, Berlin

41 Tage verbleibend
Sehr geehrter Premierminister,

ich bin sehr besorgt um die vierfache Mutter und Christin Shagufta Kiran. Seit ihrer Verhaftung am 29. Juli 2021 durch die Federal Investigation Agency (FIA) in Islamabad ist sie im zentralen Adyalaa-Gefängnis in Rawalpindi eingesperrt. Der Vorwurf: Im September 2020 soll sie eine Nachricht in eine Messenger-Gruppe gestellt haben, die eine Beleidigung des Propheten Mohammed enthielt. Am 18. September 2024 wurde sie wegen angeblicher Blasphemie zum Tode verurteilt.

Ich bitte Sie nachdrücklich, sich dafür einzusetzen, dass Shagufta Kiran unverzüglich freigelassen und das Todesurteil aufgehoben wird. Bis dahin muss sie regelmäßigen Zugang zu ihrer Familie und ihrem Anwalt haben. Bitte achten Sie das durch die pakistanische Verfassung garantierte Menschenrecht auf Religionsfreiheit.
Dear Mr. Prime Minister,

I am very concerned about the mother of four and Christian Shagufta Kiran. Since being arrested on July 29th 2021 by the Federal Investigation Agency (FIA) in Islamabad she has been imprisoned in the central Adyalaa jail in Rawalpindi. The accusation: In September 2020 she is said to have posted a message in a Messenger Group which contained an insult to the prophet Mohammed. On September 18th 2024 she was sentenced to death for alleged blasphemy.

I emphatically urge you to do all in your power to ensure that Shagufta Kiran is released without delay and the death sentence against her repealed. Until then, she must have regular access to her family and her lawyer. Please observe the human right of freedom of religion that guaranteed by the Constitution of Pakistan.
Anrede
Land

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Mit Absenden der Nachricht wird den Verantwortungsträgern eine E-Mail mit unserer gemeinsamen Forderung, Ihrer Anmerkung sowie Vorname/Nachname und Ihrer E-Mail-Adresse zugestellt.

„Wir glauben, dass Shagufta Kiran angeklagt wurde, weil sie eine Christin ist: Sie ist ein leichtes Ziel und verletzlich.“ Der Anwalt der 40-jährigen pakistanischen Christin und vierfachen Mutter versucht das Menschenmögliche, um seine Mandantin vor der Vollstreckung der Todesstrafe zu bewahren, berichtet Vatican News

Seit Jahren inhaftiert

Seit mittlerweile viereinhalb Jahren ist Shagufta Kiran im zentralen Adyalaa-Gefängnis in Rawalpindi eingesperrt. Am 29. Juli 2021 war sie in ihrer Wohnung in Islamabad von der Federal Investigation Agency, einer dem Innenministerium unterstehenden Strafverfolgungsbehörde, verhaftet worden, schreibt das Bistum Regensburg. Der Vorwurf: Im September 2020 soll sie eine Nachricht in eine Messenger-Gruppe gestellt haben, die angeblich eine Beleidigung des Propheten Mohammed enthielt. Am 18. September 2024 wurde sie wegen angeblicher Blasphemie zum Tode verurteilt. Dabei habe sie die Nachricht gar nicht selbst verfasst, sondern nur weitergeleitet, so der Anwalt.

Ständige Lebensgefahr

Grundlage für die Verhaftung und das Todesurteil sind u. a. das Gesetz zur Verhinderung elektronischer Straftaten und die Blasphemiegesetze, mit deren Hilfe es sehr einfach sei, „unerwünschte Personen im privaten Bereich aus dem Weg zu räumen“, wie der Deutschlandfunk erläutert. Harrison, Shaguftas damals 15-jähriger Sohn, beklagte im September 2022 gegenüber Asia News, dass er nicht einmal die Hand seiner Mutter halten durfte, als er sie im Gefängnis besuchte. „Sie halten sie in einer kleinen Zelle fest, und zwischen Gefangenen und Besuchern gibt es eine Trennwand. Es ist herzzerreißend, sie so eingesperrt zu sehen“, erklärte der Junge. „Ohne Mutter zu leben, ist wie in einem Körper ohne Seele zu leben.“

Angebliche Blasphemie

Angeblich blasphemische Äußerungen in den sozialen Medien werden durch die Behörden zunehmend aufmerksam überwacht, berichtet Vatican News weiter – auch Muslime sind diesen Gesetzen unterworfen. Christinnen und Christen seien aber als Minderheit besonders gefährdet. „Immer wieder weisen die katholischen Bischöfe des Landes auf die Gefahr hin, dass die Blasphemiegesetze zu einer Regulierung persönlicher Streitigkeiten missbraucht werden können.“

Mit Ihrer Teilnahme fordern Sie, liebe Leserinnen und Leser, die pakistanischen Behörden gemeinsam mit uns auf, die Religionsfreiheit im Land zu gewährleisten. Shagufta Kiran muss unverzüglich freigelassen werden. Danke für Ihren Beistand!

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