Liebe Freunde! (10/22)

Brotgeschichten

Brot

1. In der Notzeit nach dem Krieg hatten wir kaum das tägliche Brot. Es war ein besonderer Tag, als Mutter ein ganzes Brot vom Schwarzmarkt heim brachte! Sie hatte dafür ihre gute Armbanduhr getauscht. Brot – kostbarer als Gold!

2. Vater erzählte aus der Zeit der Kriegsgefangenschaft von einem Wunder des Lebens. In der Hungersnot teilte ein Lager-Wachmann mit ihm Brot. Brotteilen machte sie zu Brüdern.

3. Auf einem Bauernhof wird im kleinen Backhaus das tägliche Brot für die Hofgemeinschaft gebacken. Da erfahre ich Ursprüngliches: das Ansetzen des Sauerteigs, das Kneten, Formen, Warten, die Hitze des Backofens, den würzigen Duft des frisch gebackenen Brotes.
Nahe beim Hof liegt das weite Roggenfeld, geprägt vom Wechsel der vier Jahreszeiten, in denen der Keim zur Ährenlast heranreift; begleitet von den Sorgen der Menschen bei Dürre, Sturm und Starkregen, bei Krankheiten der Saat.

Erntedank hilft uns, nicht gedankenlos zu essen. Es ist nicht selbstverständlich, immer das tägliche Brot zu haben. Millionen Menschen hungern nach Brot. Brot teilen und für das Brot danken gehört zusammen.
Unser tägliches Brot gib uns heute.

Herzlichst Ihr

Wilhelm Olschewski

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