Nigeria: Überfall auf eine Kirche

Mit Plakataufschriften wie „Gott ist Liebe“ demonstrierten Christen bereits am 1. März 2020 in Abuja für Frieden und Sicherheit in Nigeria.
Die Zahl der Überfälle und Entführungen durch bewaffnete Gruppen im Land nimmt weiter zu. Experten halten auch die Klimakrise für einen Mit-Auslöser der eskalierenden Gewalt. Bitte engagieren Sie sich mit uns für den Schutz der Bevölkerung in Nigeria.
Protestieren Sie für
  • die Wahrung der Religionsfreiheit
  • den Schutz der Bevölkerung
Protestieren Sie bei

President Muhammadu Buhari, Abuja/ Nigeria

In Kopie an

Botschaft der Bundesrepublik Nigeria, S. E. Herrn Yusuf Maitama Tuggar, Berlin

113 have already protested
On 02/28/2022 expired
Am 31. Oktober 2021 schossen Eindringlinge auf die Gottesdienstbesucher der Emmanuel Baptist Church in Kakau Daji. Ein Mann starb, weitere Menschen wurden verletzt. 66 Christen wurden von den Terroristen verschleppt.
Ich bitte Sie höflich, alles in Ihrer Macht Stehende zu tun, die Zivilbevölkerung vor dem Zugriff von Terroristen zu schützen. Bitte setzen Sie sich für das friedliche Miteinander der Bevölkerungsgruppen und für die Religionsfreiheit in Nigeria ein.
On October 31st, 2021, intruders shot at worshippers at Emmanuel Baptist Church in Kakau Daji. One man died and other people were injured. 66 Christians were abducted by the terrorists.
I kindly ask you to do everything in your power to protect the civilian population from the grip of terrorists. Please work for the peaceful coexistence of the population groups and for religious freedom in Nigeria.
Anrede
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Mit Absenden der Nachricht wird den Verantwortungsträgern eine E-Mail mit unserer gemeinsamen Forderung, Ihrer Anmerkung sowie Vorname/Nachname und Ihrer E-Mail-Adresse zugestellt.

Jüngst 66 Christen entführt

Der letzte Tag im Oktober 2021 war ein Sonntag. Die Gemeinde der Emmanuel Baptist Church in Kakau Daji feierte gerade Gottesdienst. Nach der Predigt wollten die Kirchenbesucher für den Erhalt des Chores spenden, als Panik ausbrach. Zwei Bewaffnete erklommen die Kanzel, berichtet die nigerianische Medien-Plattform HumAngle, und zielten auf die Menschen im Kirchenraum. Die Menschen versuchten zu fliehen. Schüsse fielen, ein Mann starb im Kugelhagel, andere wurden verletzt. 66 Christen fielen den Entführern in die Hände, sie wurden verschleppt.

Einige Tage später erschütterte eine Nachricht über den Verbleib der Geiseln erneut die Gemüter: Die Entführer hätten auf fünf ihrer Opfer geschossen. Zwei starben, drei kamen mit Schusswunden in eine Klinik. Das berichtete Reverend John Hayab, Vorsitzender der Christian Association of Nigeria, Ortsgruppe Kaduna, laut HumAngle. Unter den Augenzeugen, die mit HumAngle sprachen, war eine Mutter, deren Sohn bei dem Attentat auf die Kirche angeschossen wurde. Sie berichtete dem Magazin von einem Anruf der Entführer, die Geld für Lebensmittel forderten, um die Geiseln zu versorgen.

Mit Plakataufschriften wie „Gott ist Liebe“ demonstrierten Christen bereits am 1. März 2020 in Abuja für Frieden und Sicherheit in Nigeria.
Mit Plakataufschriften wie „Gott ist Liebe“ demonstrierten Christen bereits am 1. März 2020 in Abuja für Frieden und Sicherheit in Nigeria.

Auch die Klimakrise löst Gewalt aus

Der Angriff auf die Kirche reiht sich in eine seit Jahren immer länger werdende Kette von Entführungen und Überfällen auf die Bevölkerung ein. Ein Zusammenhang zwischen der Gewalt und der weltweiten Klimakrise erfuhr lange Zeit nur wenig Beachtung. Inzwischen nehmen einige den Klimawandel und die zunehmenden, extremen Folgen für die Gesellschaft sehr ernst: „Es ist ein zentraler Faktor mit gravierenden Auswirkungen“, weiß Pfarrer Blaise Agwom. Er ist Leiter des Zentrums für Dialog, Versöhnung und Frieden in der Stadt Jos im Bundesstaat Plateau. Die meisten Konflikte entstehen dort, wo es Wasser gibt, sagt er. Je mehr Probleme wie Abholzung und Landraub durch internationale Unternehmen, Trockenheit, Überschwemmungen, Bodenerosion, Wüstenbildung und Bevölkerungswachstum zunehmen, desto größer werde die Krise. Umso mehr braucht es nun, was die beiden Geistlichen gleichermaßen fordern: Gespräche zwischen den Konfliktparteien, Förderung von Zusammenhalt, Entwicklung von Perspektiven und Widerstandsfähigkeit sowie das Engagement von Regierung und Religionsgemeinschaften.

Die nigerianische Bevölkerung braucht dringend Sicherheit und Schutz vor Terror und Gewalt. Mit Ihrer Teilnahme an unserer Petition setzen Sie sich mit uns dafür ein. Danke!

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