Der Irankrieg und die zeitweilige Schließung der Straße von Hormus haben in Ostafrika zu einer Verknappung und Verteuerung von Düngemitteln geführt. Darauf weist die Konstanzer Menschenrechts- und Hilfsorganisation Hoffnungszeichen e.V. zum Internationalen Tag der Humanitären Hilfe am 19. August hin. Auch durch die Störung der Lieferketten haben sich die Preise für Dünger in Äthiopien verdreifacht. Viele Bauern konnten deshalb ihre aktuelle Neuaussaat nicht düngen. Geschätzt 25 bis 30 Millionen Menschen in Kenia, Äthiopien, Uganda und Südsudan könnten dadurch von wachsender Ernährungsunsicherheit betroffen sein.
Um bäuerliche Gemeinschaften in Äthiopien unabhängig vom Düngemittelmarkt zu machen, unterstützt Hoffnungszeichen in seinen Projekten nachhaltige, klimawandelangepasste Anbaumethoden. “Wir arbeiten mit selbst hergestelltem Mulch, Kompost, Deckpflanzen und Gründüngung. Diese Verfahren tragen dazu bei, die Nährstoffversorgung des Bodens und den Ertrag zu verbessern”, berichtet der vor Ort tätige Hoffnungszeichen-Koordinator für Äthiopien, Dagim Tesfaye Seba. Die Produktionskosten könnten dadurch um bis zu 70 % gesenkt werden, während der so angebaute Mais aufgrund der besseren Qualität zum doppelten Preis verkauft werden kann als der mit chemischen Düngemitteln angebaute. Auf diese Weise werden die bäuerlichen Gemeinschaften vor Ort gestärkt, und die Abhängigkeit von instabilen Lieferketten wird reduziert.
Pressemeldung Tag der Humanitären Hilfe August 2026