„Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerszeit an deines Gottes Gaben, schau an der schönen Gärten Zier und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben.“ (EG 503)
So dichtet Paul Gerhardt in seinem bekannten Gesangbuchlied. Sein Leben ist von Krieg und von Verlusten ihm wichtiger Menschen geprägt, von theologischen und existenziellen Herausforderungen. Und trotzdem oder gerade deswegen sucht er mit seinem Herzen Gottes Gegenwart wahrzunehmen, sein Innerstes in die Freude zu schicken, dass das Schöne nicht zufällig da ist, sondern von Gott für uns bereitet. Sozusagen als Vorgeschmack auf das ewige Leben. Das zeugt von einem tiefen Glauben, der mich und viele andere, die diese Lieder singen, bis heute beeindruckt und ermutigt. Um diesen Glauben können wir bitten, wie er es in dem Lied dichtet:
„Hilf mir und segne meinen ’Geist‘, mit Segen; der vom Himmel fleußt, dass ich dir stetig blühe, gib, dass der Sommer deiner Gnad in meiner Seele früh und spat viel Glaubensfrüchte ziehe.“
Ihre
Sibylle Giersiepen