Interview mit Rainer Metzing

Internationaler Tag des Testaments

Mit dem „Internationalen Tag des Testaments“ machen gemeinnützige Organisationen alljährlich am 13. September auf die Möglichkeit einer Testamentsspende aufmerksam. Rainer Metzing, Ansprechpartner bei Hoffnungszeichen für Testamentsspenden, erläutert im Interview die Bedeutung des Tages.
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Anlassspenden
Portrait Rainer Metzing

Rainer Metzing
Nachlassexperte & Ansprechpartner für Testamentsspenden bei Hoffnungszeichen

Herr Metzing, der Internationale Tag des Testaments wurde 2011 von gemeinnützigen Organisationen ins Leben gerufen. Er sensibilisiert für die große Sinnhaftigkeit, mit einem Nachlass Gutes zu tun. Wie stehen Sie zu diesem Aktionstag? 

Bevor ich mich beruflich damit befasste, kannte ich diesen Tag selbst nicht. Grundsätzlich wird mit dem Tag eine hilfreiche Brücke geschaffen, mit einer mir wichtigen Organisation das oft tabuisierte Thema um Tod, Geld und Testament offen anzusprechen – drei Themen, die selbst in besten Familien zu Spannungen führen können. 

Also ein durchaus wichtiger Tag – allerdings eher für die Hilfsorganisationen? 

Ich persönlich halte den Tag für interessant und wichtig, gerade weil er mehr zu bieten hat: Denn er schafft einen guten Anlass, sich mit dem eigenen Leben und Sterben zu befassen und dabei über das nachzusinnen, was mir im Leben wichtig war und ist, und was es vielleicht noch zu erreichen oder zu regeln gilt. Ich kann den Tag also als gute Gelegenheit sehen, mir selbst näher zu begegnen. Es geht dabei auch um das Sich-befassen-Wollen mit den eigenen Bedürfnissen und Wünschen und schwierigen Themen des Lebens, denen wir im Alltag oft viel zu selten mit Offenheit und Herz begegnen. 

Was konkret meinen Sie damit? 

Zum Beispiel sehnen sich viele Menschen danach, dass es anderen in der Welt oder auch einfach im eigenen Umfeld gut geht – dass es auch anderen an nichts mangelt. Das belegen Studien, und das erfahre auch ich immer wieder in meinen Gesprächen. Offensichtlich ist uns diese „Fähigkeit“ in die Wiege gelegt. Gott sei Dank: Denn so gehen wir immer wieder aufeinander zu – Eltern auf ihre Kinder, Eheleute nach einer Krise, Menschen, die sich Fremden samaritisch zuwenden.

Daher spenden wir Geld und Aufmerksamkeit, und Hilfsorganisationen arbeiten aktiv darauf hin, dass es zu einer Veränderung der Verhältnisse in der Welt kommt. Wenn also ein Aktionstag wie der „Internationale Tag des Testaments“ es schafft, solche Gelegenheiten, Gedanken und Begegnungen zu fördern, ist das eine tolle Sache und ein guter Tag. Ich bin sehr gespannt, welchen Segen der 13. September bringen wird.

Sie wünschen Informationen zum Thema Testament und Vererben – fordern Sie unverbindlich unseren kostenlosen Erbschaftsratgeber an unter Telefon 07531 9450-173 oder hier.

 

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