Tag der Menschenrechte

Klimawandel bedroht Menschenrechte

06.12.2021
Die Folgen des Klimawandels bedrohen die Menschenrechte eines immer größeren Teils der Weltbevölkerung. Darauf macht Hoffnungszeichen | Sign of Hope e.V. anlässlich des Tags der Menschenrechte am 10. Dezember aufmerksam.
Die Folgen des Klimawandels bedrohen die Rechte zahlreicher Menschen, insbesondere in Ländern des glo-balen Südens.
Die Folgen des Klimawandels bedrohen die Rechte zahlreicher Menschen, insbesondere in Ländern des globalen Südens.

„Immer mehr Menschen sind aufgrund von klimatischen Veränderungen in ihren Rechten bedroht“, betont Klaus Stieglitz, Menschenrechtsvorstand von Hoffnungszeichen, der Organisation für Menschenrechte, humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit. „Wenn die wichtigsten Lebensgrundlagen verloren gehen, bringt das Armut und Hunger. Dies hat gravierende Auswirkungen auf die Gewährleistung grundlegender Menschenrechte. Schon jetzt ist das in vielen Gebieten, etwa in Ostafrika zu spüren.“

Die Folgen des Klimawandels wirken sich auf verschiedene Lebensbereiche der Menschen aus. Wetterextreme wie Dürren und Überschwemmungen strapazieren die oftmals ohnehin kritische Ernährungslage vieler Bevölkerungsgruppen, wodurch das Recht auf Nahrung verletzt wird. Die Vereinten Nationen schätzen, dass aktuell rund 811 Mio. Menschen weltweit Hunger leiden. Laut einem Bericht des Weltklimarats besteht durch die Auswirkungen des Klimawandels ein Hungerrisiko für zusätzlich acht bis 80 Millionen Menschen bis zum Jahr 2050. Schon in den vergangenen 30 Jahren hat der Klimawandel laut Experten einen globalen Ernterückgang um vier bis zehn Prozent verursacht.

„Nicht nur das Recht auf Nahrung, auch weitere grundlegende Menschenrechte wie etwa das Recht auf Wasser, das Recht auf Wohnen, das Recht auf Gesundheit und letztlich das Recht auf Leben werden durch die Auswirkungen des Klimawandels bedroht“, erklärt Stieglitz. Die Zahlen des Klima-Risiko-Index 2021 machen das deutlich: Zwischen 2000 und 2019 verloren über 475.000 Menschen bei mehr als 11.000 extremen Wetterereignissen ihr Leben. Die Klimafolgen treffen dabei insbesondere Bevölkerungsgruppen, die bereits in prekären Verhältnissen leben. „Länder des globalen Südens haben weniger Bewältigungsmöglichkeiten, weniger Mittel, auf Katastrophen schnell zu reagieren. Allein die Flutkatastrophe in Deutschland verdeutlicht, wie lange ein Wiederaufbau selbst in einem Industrieland dauern kann und welche akuten Nöte bei den Betroffenen solcher Naturkatastrophen auftreten“, so Stieglitz. Als christlich motivierte Organisation steht Hoffnungszeichen weltweit Menschen mit Projekten und durch Petitionen bei, deren Rechte verletzt oder bedroht sind. Der Menschenrechtsvorstand appelliert: „Wir haben eine globale Verantwortung. Nur gemeinsam und in Solidarität mit den Ärmsten können wir unseren Beitrag leisten, damit weltweit Menschen in Würde leben können. Als globale Solidargemeinschaft können wir Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe zeigen. Für mich als Christ ist das ein wichtiges Anliegen.“

Downloads

  • Klimawandel bedroht Menschenrechte (Pressemitteilung vom 6.12.2021)

    Die Folgen des Klimawandels bedrohen die Menschenrechte eines immer größeren Teils der Weltbevölkerung. Darauf macht Hoffnungszeichen | Sign of Hope e.V. anlässlich des Tags der Menschenrechte am 10. Dezember aufmerksam.

Diese Seite teilen

Verwandte Neuigkeiten

Presse
Gebetstag für verfolgte Christen
09.11.2021 Gebetstag für verfolgte Christen
Am 14. November erinnert der Gebetstag für verfolgte Christen weltweit an ihr schweres Schicksal. Die Menschenrechtsorganisation Hoffnungszeichen | Sign of Hope e.V. fordert aus diesem Anlass die Achtung des Menschenrechts auf Religionsfreiheit.
Presse
Die Ölindustrie verschmutzt das Trinkwasser und die Umwelt zahlreicher Menschen im Südsudan. Menschenrechtsexperte Klaus Stieglitz deckt die Umweltsünden anhand modernster Satellitenbild-Aufklärung auf.
05.02.2021 Verhandlungen über Lieferkettengesetz
Die heutige Minister-Spitzenrunde zum Lieferkettengesetz hat keine greifbaren Ergebnisse gebracht. Die Menschenrechtsorganisation Hoffnungszeichen | Sign of Hope e.V. fordert umso dringlicher ein Gesetz, das geeignet ist, Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzungen entlang von Lieferketten...
Presse
Klaus Stieglitz (r.) und Olga Diemar (l.) von Hoffnungszeichen e.V. setzen sich für die Achtung der Menschenrechte ein. Hier bei der Übergabe von Protestkarten für ein Lieferkettengesetz an das Bundeskanzleramt.
06.12.2020 Tag der Menschenrechte
Anlässlich des Tags der Menschenrechte am 10. Dezember fordert Hoffnungszeichen | Sign of Hope e.V. eine stärkere Achtung der Menschenrechte, insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie. Die Organisation steht weltweit Menschen bei, deren Rechte verletzt oder bedroht sind.