Gedanken von Pfr. Olschewski

Liebe Freunde! (07/20)

21.06.2020
Pfarrer Wilhelm Olschewski (alt-kath. Pfarrer i.R.) wurde 1936 im Rheinland geboren. Nach mehreren Jahren ehrenamtlicher Vorstandstätigkeit für Hoffnungszeichen e.V. ist er seit 2008 ehrenamtl. Aufsichtsratsmitglied. Seit 1998 verantwortet Pfr. Olschewski unter dem Titel "Liebe Freunde" die letzte Seite unseres Spendermagazins. In dieser Rubrik schenkt er Unterstützerinnen und Unterstützer von Hoffnungszeichen monatlich inspirierende Gedanken und geistliche Impulse zum Innehalten.
Pfarrer Wilhelm Olschewski (alt-kath. Pfarrer i.R.) wurde 1936 im Rheinland geboren. Nach mehreren Jahren ehrenamtlicher Vorstandstätigkeit für Hoffnungszeichen e.V. ist er seit 2008 ehrenamtl. Aufsichtsratsmitglied. Seit 1998 verantwortet Pfr. Olschewski unter dem Titel "Liebe Freunde" die letzte Seite unseres Spendermagazins. In dieser Rubrik schenkt er Unterstützerinnen und Unterstützern von Hoffnungszeichen monatlich inspirierende Gedanken und geistliche Impulse zum Innehalten.

Autor/in

Pfarrer Wilhelm Olschewski
Ehrenamtliches Aufsichtsratsmitglied

Ein Schatz an der Böschung

Ja, es geht schnell, dass eine kleine Kostbarkeit am Weg übersehen wird. Eile oder Sehgewohnheit schränken uns ein.

Da steht eine Pflanze am Straßenrand, ausdauernd trotz Staub und Fahrtwind der Autos, trotz kargen Bodens, trotz Wasserfontänen der Reifen im Regen.

Sie hält allem stand und begnügt sich mit dem, was da ist. Treu steht sie am Weg und wartet, bis die Sonne scheint. Dann öffnet sie ihre hellblauen Sternenblüten und dreht sie genau der Sonne nach. So wird diese Pflanze „Wegwarte“ und auch „Sonnenbraut“ genannt.

Meine Gedanken kreisen um diese Blume als spräche sie zu mir, was ich schon immer wusste, aber wenig bedenke. Sie lässt mich etwas vom Geheimnis des Lebens begreifen, lebt mir ein Gleichnis vor:

Wo ich stehe, da stehe ich, bescheiden,
genügsam und unerschütterlich.
Stets bin ich bereit, mich der Sonne zu öffnen.
Dann strahle ich den Himmel wider
in leuchtend blauer Farbe!

Ach, könnte ich mich immer wieder der Liebe des Herrn öffnen, der ohnmächtigen, maßlosen Liebe, die stärker ist als der Tod. Könnte ich mich doch ganz von ihr durchleuchten lassen und ei wenig davon ausstrahlen!

Kyrie eleison

Herzlichst Ihr

Wilhelm Olschewski

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