Massenentführungen aus Schulen sind in Nigeria an der Tagesordnung. Diese Mädchen haben das Trauma durchgemacht: 279 Schülerinnen kamen im März nach ihrer Entführung im Bundesstaat Zamfara wieder frei.
Massenentführungen aus Schulen sind in Nigeria an der Tagesordnung. Diese Mädchen haben das Trauma durchgemacht: 279 Schülerinnen kamen im März nach ihrer Entführung im Bundesstaat Zamfara wieder frei.
21.05.2021

Nigeria: Die Opfer sind Kinder

2014 entführte die Terrorgruppe Boko Haram 276 Mädchen aus einer Schule in Chibok. Bis heute werden 112 der „Chibok-Mädchen“ vermisst. Über 600 Schulen sind wegen anhaltender Gewalt geschlossen. Bitte setzen Sie sich mit uns für einen Schutz der nigerianischen Bevölkerung ein.
Protestieren Sie für: 
  • die intensive Suche nach entführten Kindern
  • den Schutz der Bevölkerung
Protestieren Sie bei: 

President Muhammadu Buhari, Abuja/Nigeria

In Kopie an: 

Botschaft der Bundesrepublik Nigeria, S. E. Herrn Yusuf Maitama Tuggar, Berlin

Verbleibende Zeit
30 Tage verbleibend

Immer wieder kommt es vor allem im Norden des Lands zu Massenentführungen aus Schulen durch die radikalislamistische Terrormiliz Boko Haram. Allein 2020 wurden laut Medienberichten mindestens 800 Schülerinnen und Schüler verschleppt – darunter 300 Jungen aus der Government Science Secondary School in Kankara. Von den in Chibok 2014 entführten Mädchen fehlt von über 100 noch immer jede Spur. Die Eltern der Mädchen fordern verstärkte Maßnahmen zur Befreiung ihrer Kinder. Ich schließe mich dieser Forderung an und bitte Sie höflich, alles in Ihrer Macht stehende zu tun, die Zivilbevölkerung, vor allem aber Schülerinnen und Schüler, vor dem Zugriff von Terroristen zu schützen. Bitte setzen Sie sich mit aller Kraft für die entführten Kinder und deren Freilassung ein.

Mass abductions from schools by the radical Islamist terrorist militia Boko Haram continue to occur, especially in the north of the country. According to media reports, in 2020 alone at least 800 school pupils were kidnapped – including 300 boys from the Government Science Secondary School in Kankara. Of the girls abducted in Chibok in 2014, there is still no trace of over 100 of them. The girls’ parents are demanding stronger interventions to free their children. I support them in this demand, and politely ask that you do everything in your power to protect the civil population, but school students in particular, from the grip of terrorists. Please do your utmost for the abducted children and their release.

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Mit Absenden der Nachricht wird den Verantwortungsträgern eine E-Mail mit unserer gemeinsamen Forderung, Ihrer Anmerkung sowie Vorname/Nachname und Ihrer E-Mail-Adresse zugestellt.
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Beim Lernen entführt

April 2014: Es war nachts und mitten in der Prüfungszeit, als die Täter kamen. Kämpfer der radikalislamistischen Terrormiliz Boko Haram überfielen die Government Secondary School, eine staatliche Mädchenschule in Chibok, überwältigten Wachsoldaten und rissen 276 junge Mädchen aus ihrem bisherigen Leben. Die 16- bis 18-jährigen Jugendlichen, darunter auch Christinnen, mussten auf LKWs steigen und wurden an einen unbekannten Ort verschleppt.

Massenentführungen aus Schulen sind in Nigeria an der Tagesordnung. Diese Mädchen haben das Trauma durchgemacht: 279 Schülerinnen kamen im März nach ihrer Entführung im Bundesstaat Zamfara wieder frei.
Massenentführungen aus Schulen sind in Nigeria an der Tagesordnung. Diese Mädchen haben das Trauma durchgemacht: 279 Schülerinnen kamen im März nach ihrer Entführung im Bundesstaat Zamfara wieder frei.

Chibok – noch immer über 100 Mädchen vermisst

57 der entführten Schülerinnen konnten noch am selben Tag fliehen. Zwei Mädchen gelang es im Mai 2016, ihren Peinigern zu entkommen. Wie das Nachrichtenmagazin Spiegel berichtet, fanden nigerianische Militärs im November 2016 eine Schülerin mit ihrem zehn Monate alten Sohn. Andere Schülerinnen wurden nach Verhandlungen mit der Regierung freigelassen. Die zurückgekehrten Mädchen, inzwischen junge Frauen, erschienen abgemagert und schwer traumatisiert. In der Gewalt der islamistischen Boko Haram mussten sie – wie viele andere Geiseln – sexuelle Gewalt, Zwangsehen, Hunger und Todesangst ertragen. Christinnen wurden gezwungen, zum Islam zu konvertieren. Einige der befreiten Mädchen gehen inzwischen zur Schule, studieren im Ausland, ergreifen Berufe, heiraten; andere erholen sich nur schwer von dem Schock und weigern sich, wieder in eine Schule zu gehen.

Zum siebten Jahrestag der Entführung im April gab es eine, wie das christliche Hilfswerk Open Doors schreibt, sehr emotionale Gedenkfeier in Chibok für die Vermissten. Angehörige und Regierungsmitglieder nahmen daran teil. Familien der Entführten und Aktivisten der Interessengruppe Bring back our Girls (dt. „Bringt unsere Mädchen zurück“) setzen sich weiter für die Befreiung der Schulmädchen ein und fordern mehr Unterstützung bei der Suche nach ihnen.

Weitere Entführungen in Nigeria - untersützen Sie unsere Protestaktion!

Unterdessen gehen Terror und Entführungen weiter. Besonders der Nordwesten des Landes ist betroffen: Allein im Jahr 2020 wurden mindestens 800 Schülerinnen und Schüler verschleppt – darunter, wie der Spiegel weiter berichtet, 300 Jungen aus der Government Science Secondary School in Kankara. Über 100 bewaffnete Männer auf Motorrädern jagten sie aus ihren Schlafsälen und verschleppten sie. Auch im März 2021 wurden wieder mehrere Hundert Kinder in der Region entführt und erst kürzlich sollen bis zu 200 Kinder aus einer Schule in Tegina gekidnappt und eine Person getötet worden sein. Aus Angst bleiben hunderte Schulen geschlossen.

Die Angehörigen der vermissten „Chibok-Mädchen“ fordern von der Regierung mehr Engagement bei der Suche nach den Mädchen. Dieser Forderung schließen wir uns an. Die Kinder Nigerias müssen besser geschützt werden! Bitte unterstützen auch Sie unsere Protestkampagne mit Ihrer Teilnahme.

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