„Du sollst nicht töten“ steht auf dem Plakat. Am 1. März protestierten zahlreiche Christen in der Hauptstadt Abuja gegen die Gewalt von Boko Haram und forderten Frieden und Sicherheit für alle Religionen.
„Du sollst nicht töten“ steht auf dem Plakat. Am 1. März protestierten zahlreiche Christen in der Hauptstadt Abuja gegen die Gewalt von Boko Haram und forderten Frieden und Sicherheit für alle Religionen.
26.05.2020

Nigeria: Christliche Schülerin entführt

Islamistische Terroristen verbreiten weiter Angst und Schrecken. Sie verschleppen und ermorden gezielt Christen. Erst im März entführten sie ein 16-jähriges Mädchen. Wir fordern gemeinsam mit Ihnen ein Ende der Christenverfolgung in Nigeria.
Protestieren Sie für: 
  • die Freilassung von Joy Dankaka
  • das Ende der Christenverfolgung
Protestieren Sie bei: 

Präsident Muhammadu Buhari, Abuja/Nigeria

In Kopie an: 

Botschaft der Bundesrepublik Nigeria, Berlin

Verbleibende Zeit
18 Tage verbleibend

Sehr geehrter Herr Präsident, entsetzt habe ich durch Medienberichte von der Entführung der 16-jährigen christlichen Schülerin Joy Dankaka am 23. März erfahren. Ihre im Bundesstaat Kaduna lebende Familie befürchtet, dass das Mädchen zwangsverheiratet werden soll. In der Zwischenzeit wurden Anwälte eingeschaltet, aber die Entführer sind nicht bereit nachzugeben. Ich bitte Sie höflich, alles in Ihrer Macht Stehende zu tun, damit Joy Dankaka zu ihrer Familie zurückkehren kann. Auch viele andere Menschen, vor allem junge Mädchen, die aufgrund ihres christlichen Glaubens in Nigeria entführt wurden, brauchen Hilfe. Bitte setzen Sie sich weiterhin für die Religionsfreiheit in Nigeria ein. Hochachtungsvoll

Dear Mr President, I was horrified to learn about the abduction of 16-year-old Christian schoolgirl Joy Dankaka on 23 March in the media. Her family, who lives in the state of Kaduna, fears that she will be forced into marriage. Meanwhile, lawyers have intervened, but the kidnappers are not willing back down. I politely ask you to do everything in your power to allow Joy Dankaka to return to her family. Many other people, notably young girls who have been kidnapped in Nigeria because of their Christian faith, also need help. Please continue to campaign for religious freedom in Nigeria. Respectfully

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Mit Absenden der Nachricht wird den Verantwortungsträgern eine E-Mail mit unserer gemeinsamen Forderung, Ihrer Anmerkung sowie Vorname/Nachname und Ihrer E-Mail-Adresse zugestellt.
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Es war der letzte Schultag im März in Pampaida, Bezirk Ikara, als Joy Dankaka verschwand. Einen Tag später schlossen die Schulen im Bundesstaat Kaduna aufgrund der Corona-Pandemie. Die 16-jährige Schülerin aber kam nicht zuhause an. Die Eltern suchten sie überall, wie die christliche Hilfsorganisation Open Doors berichtet. Dann kam die Nachricht, dass Joy entführt wurde: Der oberste Imam Hamza Bello halte sie fest. Die Eltern wollten ihre Tochter zurückholen, man verweigerte ihnen jedoch den Zugang. Ihnen wurde ausgerichtet, Joy sei zum Islam übergetreten und nun Teil einer muslimischen Familie. Parallel schickte Joy ihren Eltern einen Hilferuf per SMS, sie habe Angst um ihr Leben.

Entführt, islamisiert, zwangsverheiratet

Zahlreiche Mädchen werden im Norden Nigerias gegen ihren Willen festgehalten: Die christliche Organisation Hausa Christian Foundation (HAFCO) kennt derzeit drei Fälle; 13 andere Mädchen habe man retten können. Den Entführten droht Islamisierung und Zwangsverheiratung. In Joys Fall sind zwar Anwälte eingeschaltet, doch die Gerichte sind aktuell geschlossen. Auch werde niemand für diese Verbrechen angeklagt, so die HAFCO. Von ähnlichen Fällen aus der Vergangenheit berichtet auch Open Doors. Teilweise geschehe es sogar „mit aktiver Duldung“ der regierenden Emire, der traditionellen lokalen Führer.

„Du sollst nicht töten“ steht auf dem Plakat. Am 1. März protestierten zahlreiche Christen in der Hauptstadt Abuja gegen die Gewalt von Boko Haram und forderten Frieden und Sicherheit für alle Religionen.
„Du sollst nicht töten“ steht auf dem Plakat. Am 1. März protestierten zahlreiche Christen in der Hauptstadt Abuja gegen die Gewalt von Boko Haram und forderten Frieden und Sicherheit für alle Religionen.

Erst im Januar ermordete die Terrorgruppe Boko Haram einen entführten Pastor aus der Nähe von Chibok (wir berichteten). „Grausam, unmenschlich und brutal“ sei diese Tat, so Präsident Muhammadu Buhari. Doch die Regierung scheint machtlos. Schon vor sechs Jahren hatten Islamisten die Gemeinde des Pastors angegriffen und 276 Mädchen verschleppt. Über 100 werden noch heute vermisst, erklärt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International. Jetzt griffen die Terroristen die Stadt erneut an.

Die Situation verschlechtere sich seit Dezember mehr und mehr: „Jeden Tag werden unsere Brüder und Schwestern auf der Straße abgeschlachtet“, berichtet Joseph Bature Fidelis im Januar in einem Video an das katholische Hilfswerk Kirche in Not. Der nigerianische Pfarrer bittet darin die europäischen Regierungen um Hilfe. Ohne Unterstützung aus Europa „riskieren wir die Vernichtung“, warnte er.

Die Christen in Nigeria brauchen unsere Hilfe: Bitte setzen Sie sich mit Teilnahme an unserer Protestaktion für die Freilassung von Joy Dankaka und all der anderen Geiseln ein. Herzlichen Dank für Ihr Engagement!

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