Indien – Vergessenes Volk im Inseldelta

In dem inselreichen Delta des Ganges-Fluss kämpfen Ureinwohner Indiens gegen Tiger, Krokodile und Naturkatastrophen ums Überleben. Wir wollen eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen auf den Inseln bewirken und leisten neben Katastrophenhilfe auch Nahrungsmittelunterstützung für 750 Schüler.

In solchen elenden Hütten leben viele Menschen auf den Sunderban-Inseln.

Die Sunderban-Inseln sind Teil des größten Flussdeltas der Welt (dem Ganges Delta) und nur zum Teil bewohnt. Unser Projektpartner, die indische Hilfsorganisation Developing India Window (DIW), wurde von indischen Akademikern und erfolgreichen Unternehmern gegründet, die den in Armut lebenden Menschen auf den Inseln humanitäre Hilfe leisten, ihre Schulen und medizinische Versorgung verbessern und das Umweltbewusstsein der Menschen entwickeln.

Das Leben der Familien ist hart. Die Kinder sind oft auf sich allein gestellt, weil die Eltern tagelang auf Fischfang oder der Jagd sind.

Die Bevölkerung der Inseln gehört der Gruppe der Adivasis an, was aus dem Sanskrit übertragen soviel wie „Ureinwohner“ bedeutet. Die Männer auf den Inseln verdienen ihren Lebensunterhalt größtenteils als Fischer und Honigsammler in den von Tigern bewohnten Naturreservaten. Dort kommt es jedes Jahr zu mindestens dreißig tödlichen Angriffen von Tigern auf Menschen. Die Frauen fischen stundenlang im Wasser nach Fischeiern und werden häufig von Krokodilen angefallen. Ihre Kinder sind tagsüber sich selbst überlassen und hoffen, dass die Eltern abends etwas zum Essen gefangen haben.

Die Männer sind teilweise wochenlang unterwegs, um Fische oder Krebse zu fangen oder Honig einzusammeln. Das wenige Geld, das sie mit dieser mühseligen Arbeit verdienen, reicht in den meisten Fällen nicht einmal, um die Familie zu ernähren. Regelmäßig werden die Inseln in der Monsunzeit überschwemmt. Nur die auf Anhöhen gebauten Häuser überleben die Fluten. Die Menschen leiden aufgrund des unsauberen Trinkwassers zudem ständig an Krankheiten wie Durchfall, Magenkrämpfen, Fieber und Kopfschmerzen. Die Sterberate bei Kindern bis unter fünf Jahren liegt daher bei 25%.

Der entbehrungsreiche Alltag zeichnet die Menschen.

Hoffnungszeichen möchte nicht nur Katastrophenhilfe leisten, sondern künftig auch eine nachhaltige Verbesserung der Lebensbedingungen auf den Inseln bewirken. Dies kann nur durch die Verbesserung der Lebens- und Ausbildungsumstände der Adivasi-Bevölkerung geschehen, etwa durch verbesserte medizinische Versorgung und gute Schulen. Durch die Unterstützung der fünf Schulen von DIW könnten täglich etwa 750 Schüler das Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, und somit eine Chance erhalten, eine bessere Arbeit als ihre Eltern aufzunehmen. Zusätzlich wollen wir diesen Kindern dreimal wöchentlich eine Mahlzeit geben, da sie oft tagelang ohne jegliche Nahrung von ihren Eltern auskommen müssen.

 

In den Schulen wird nicht nur Bildung vermittelt, sondern mit unserer Hilfe auch dafür gesorgt, dass die Kinder regelmäßige Mahlzeiten bekommen.

Mitte August 2006 erreichte uns ein Notruf aus Kalkutta: Nach einem Orkan am 12. August kam es auf den Sunderban-Inseln zu katastrophalen Überschwemmungen. Allein auf einer Insel wurden die Häuser von 147 Familien (ca. 700 Menschen) weggespült. Hoffnungszeichen konnte schnell reagieren und Mittel aus dem Katastrophenpool an DIW, die sich unter schwierigsten Bedingungen bemühten, Menschenleben zu retten und humanitäre Hilfe zu leisten, zur Verfügung stellen.

Die Hoffnungszeichen-Websites

Helfen im Sudan
Projektsuche

Bitte wählen Sie ein Land oder ein Thema aus den Listen aus.

    Mai 2012      
Mo Di Mi Do Fr Sa So
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031

Chile

Sechs freiwillige Mitarbeiter eines lokalen, katholischen Hilfswerks starben auf dem Weg zu einem Projekt in der Gemeinde Los Alamos bei einem Verkehrsunfall. Erzbischof Fernando Chomali von Concepción sprach den Angehörigen der Jugendlichen persönlich sein Beileid aus. (Quelle: Fidesdienst)
e-Cards • Auswahl • Alle anzeigen • Seite 1