Schwerpunkt Sudan – Menschenrechtsthema Sudan 2006

- Überfälle, Plünderungen, Menschenraub und Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung. Die Menschen kommen auch im Frieden nicht zu Ruhe.
2006 befasste sich ein Menschenrechts-Team von Hoffnungszeichen im Südsudan mit den von den LRA-Rebellen verübten Grausamkeiten. In der südsudanesischen Ortschaft Rejaf (12 km südlich von Juba) fanden wir Belege für neuerliche Gewalttaten der LRA, einer Rebellengruppe aus Norduganda, die auch im Südsudan ihr Unwesen treibt. Am 17. und 18. Februar 2006 plünderten LRA-Rebellen Felder um die Ortschaft Rejaf. Am 16. November 2005 hatten LRA-Angehörige die Ortschaft selbst überfallen, ausgeplündert und dabei mindestens drei Menschen getötet, einen davon durch mehrfache Machetenhiebe auf den Kopf.
Aus Angst vor neuen nächtlichen Überfällen zieht die Dorfbevölkerung in den Abendstunden in den Busch, um erst am Morgen wieder in das Dorf zurückzukehren. Ein Lehrer erklärte Hoffnungszeichen gegenüber in Rejaf: „Am Tag sind wir Menschen, in der Nacht sind wir es nicht.“
In Nimule erstellten wir durch Zeugenbefragungen eine Liste mit den Namen von 21 Menschen, die von LRA-Rebellen verschleppt worden sind und von diesen immer noch festgehalten werden. Hoffnungszeichen schätzt die Zahl der Personen, die sich immer noch unfreiwillig in der Gewalt der LRA befinden, allein aus dem Landkreis Magwe, zu dem auch Nimule gehört, auf mindestens 92.











