Sudan - Hunger auf dem Vormarsch
Wir haben Besorgnis erregende Hilferufe unserer Partner erhalten: Immer mehr Menschen im südlichen Sudan leiden schweren Hunger. Hoffnungszeichen hilft weiterhin.

- Viele Kinder im Sudan können sich nie satt essen und leiden Hunger. Sie sind dankbar für jede noch so kleine Gabe.
Die Sonne steht hoch am Himmel. Es ist brütend heiß. Kein Wind ist zu spüren. Die Menschen sitzen erschöpft vor ihren Hütten. Ein kleines Kind liegt im Schoß seiner Mutter und wimmert vor sich hin. Traurig und hilflos sieht die Frau auf ihr Kind herab. In ihren Augen stehen Schmerz und Sorge. Wie soll sie ihrem Kind denn nur helfen? Das Kleine und auch sie selbst leiden Hunger. Seit Wochen. Doch es gibt kaum noch etwas Essbares in der Umgebung. Die Erde ist staubtrocken, die letzten Getreidekörner sind längst aufgebraucht. Es hat in diesem Jahr kaum geregnet. Immer wieder sterben Menschen im Sudan an anhaltendem Hunger und seinen Folgen. Der Hungertod gilt hier fast schon als natürlicher Tod, denn er ist in diesem Landstrich ständiger Begleiter. Darf das heute noch sein? Wir von Hoffnungszeichen haben uns entschieden, weiterhin zu handeln und Hilfe zu leisten.
Die Zahl der Hungernden hat sich vervierfacht
In einem Brief der Comboni-Schwester Giovanna Calabria aus Nzara schildert sie uns die derzeitige Lage der Menschen im südlichen Sudan. Die Ordensschwestern kümmern sich neben den Dorfbewohnern auch mit aller Kraft um die Flüchtlinge, die in letzter Zeit wieder verstärkt aus dem Kongo und der Zentralafrikanischen Republik nach Nzara strömen, um dort Zuflucht zu finden. „Wir sind sehr besorgt, besonders um Kinder und Frauen. Die Kinder sind krank, sie haben so wenig zu essen. Wir spüren genau die Not und das Leiden dieser unschuldigen Menschen. Bitte lasst uns nicht im Stich. Ich bitte euch im Namen des Herrn“, berichtet Schwester Giovanna. Diese Zeilen bestätigen die erschreckenden Nachrichten über die sich verschlechternde Ernährungssituation im Sudan. Die Zahl der Hungernden hat sich nach Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen innerhalb eines Jahres vervierfacht. In konkreten Zahlen heißt das, dass nicht eine Million, sondern mehr als vier Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind.

- Gerade auch für kranke Menschen, so wie diese Tuberkulose-Patientin, sind unsere Lebensmittellieferungen so wichtig, um wieder gesund zu werden.

- Helfen Sie mit, mangelernährte Kinder wie den kleinen Garang mit Essen zu versorgen. Der stille Dank der Kinder wird Ihnen gewiss sein.
Klimatische Extreme wie anhaltende Dürre und Überschwemmungen und immer wieder aufflammende Konflikte verschärfen die allgemeine Armut der Bevölkerung. Während ausgeprägter Regenzeiten sind viele entlegene Dörfer völlig von der Außenwelt abgeschnitten und unerreichbar für Mitarbeiter von Hilfsorganisationen. Wir von Hoffnungszeichen engagieren uns seit vielen Jahren im Sudan im Kampf gegen den Hunger. Unsere besondere Aufmerksamkeit gilt dabei vor allem den Schwächsten: kranken und alten Menschen, behinderten Personen, schwangeren Frauen und Müttern mit ihren Kindern. Zu Kriegszeiten sicherten insbesondere regelmäßige Hilfsgüterlieferungen auf dem Land- oder Luftweg – oftmals unter gefährlichen Bedingungen – das Überleben vieler Menschen. Und obwohl seit 2005 offiziell ein Friedensabkommen zwischen der Zentralregierung des Nordens und den ehemaligen Rebellen des Südsudan besteht, haben sich die Lebensbedingungen für die Mehrheit der Menschen nicht merklich verbessert. Mit Unsicherheiten behaftet sind für die Menschen im Süden des Sudan auch zwei politische Großereignisse: Die Wahlen im kommenden April und die Volksabstimmung über die Unabhängigkeit des südlichen Sudans, die im Januar 2011 stattfinden soll. Zahlreiche Beobachter fürchten neue Feindseligkeiten jeweils nach diesen Ereignissen.
So bleiben gerade die Ärmsten der Armen im Sudan auf Hilfe von außen angewiesen. Wir beliefern beispielsweise seit Jahren viele Kranken- und Ernährungszentren und auch Schulen im südlichen Sudan. Aber auch Dörfer, in denen Leprakranke und blinde Menschen abgesondert leben müssen, sind Ziel unserer Nahrungsmittellieferungen.
5.000 Hilfssäcke für den Sudan!
Hoffnungszeichen möchte in diesem Jahr 5.000 Hilfssäcke zur Unterstützung der Hungernden im südlichen Sudan zur Verfügung stellen. Gerne können auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, einen Hilfssack packen. Darin enthalten sind Bohnen, Mais, Kochöl, Salz, Zucker, Hoch-Energie-Kekse, Seife, Decken, Moskitonetze, Plastikplanen und Kochgeschirr. Für 35 Euro packen wir kleinere Hilfssäcke für Alleinstehende und alte Menschen und für 55 Euro wird eine Notration für Familien zusammengepackt. Helfen Sie bitte mit, dass wir so viele Menschen wie möglich mit wichtigen Hilfsgütern wie Lebensmittel versorgen und somit den schlimmsten Hunger abwenden können.

Reimund Reubelt
Erster Vorstand
Tel.: 07731 - 67802
E-Mail
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Für Zahlungen aus dem Ausland
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