Sudan - Hilfe für mangelernährte Kinder

Im Krankenhaus in Marial Lou werden im Rahmen eines Ernährungsprogramms viele Kinder wie Maloung Kidit betreut – aber auch Schwangere, stillende Mütter oder alte Menschen.

Der kleine Maloung Kidit war seit einem Monat sehr krank und abgemagert. Seine Mutter nahm Maloung und dessen Zwillingsschwester Nyandit und lief in Hitze und Staub drei Stunden zu Fuß ins Hospital nach Marial Lou. Von Durchfall, Erbrechen und Fieber gequält, wurde Maloung von den Ärzten in Marial Lou sofort gründlich untersucht. Er wog mit seinen 4,1 Kilogramm nur etwas mehr als die Hälfte dessen, was ein acht Monate altes Kind wiegen sollte. Die Mutter erzählte, dass die Kuh der Familie durch die anhaltende Trockenheit weniger Futter bekommen konnte und damit auch weniger oder manchmal überhaupt keine Milch lieferte. So konnten auch die kleinen Zwillinge nicht richtig ernährt werden, denn auch die Muttermilch reichte nicht für beide. Doch jetzt bekamen Mutter und Kinder die Hilfe, die sie brauchten. Maloung wurde mit Spezialnahrung und Vitaminpräparaten aufgepäppelt, und seine Mutter erhielt von den Krankenschwestern genaue Anweisungen, wie sie ihren Sohn auch zu Hause richtig ernähren konnte. Obwohl er zwischenzeitlich noch mit einer Magen-Darm-Infektion zu kämpfen hatte, erholte sich der kleine Junge unter der Fürsorge im Ernährungszentrum langsam und nahm stetig zu. Durchfall, Fieber und Erbrechen traten nicht mehr auf.

Im Franz-von-Assisi-Krankenhaus in Hospital Marial Lou werden im Rahmen eines Ernährungsprogramms viele Kinder wie Maloung Kidit betreut – aber auch Schwangere, stillende Mütter oder alte Menschen. Die meisten von ihnen leiden nicht nur an Mangelernährung, sondern auch an schweren Krankheiten. Häufig ist die Mangelernährung eine Begleiterscheinung oder gar die Ursache dieser Krankheiten und deshalb oft ganz besonders ausgeprägt. Hier hilft neben der Behandlung der Krankheiten eine besonders vitamin-, protein und kalorienreiche Nahrung. Oft dauert es Monate, bis sich die betroffenen Patienten mit Hilfe der Spezialnahrung wieder erholen. Wichtig ist bei der Therapie der mangelernährten Kinder, dass die Eltern aktiv mithelfen und lernen, ihr Kind richtig zu ernähren. Manche Mütter bringen ihre Kinder wöchentlich oder täglich her. In dem von unserer Partnerorganisation Arkangelo Ali Association betriebenen Hospital werden die Kleinen gewogen und bei Bedarf mit Medikamenten versorgt. Das Wichtigste ist aber die Betreuung bei der Nahrungsaufnahme. Die Pfleger und Schwestern achten genau darauf, dass die Mütter ihre kleinen Kinder richtig füttern, und sie erklären den Frauen auch, welche Mahlzeiten sie für ihre Kinder zubereiten müssen.

Um dies überhaupt möglich zu machen, müssen die betroffenen Familien aber auch die benötigten Nahrungsmittel erhalten. Viele Menschen ernähren sich wie die Familie von Maloung durch Vieh- und Landwirtschaft, oft unter extrem harten Bedingungen. Geben beispielsweise die Kühe wegen der Trockenheit weniger oder gar keine Milch, bricht häufig die Versorgung der Kinder zusammen. Spezielle Babynahrung gibt es meistens überhaupt nicht, und genauso wie die Erwachsenen erhalten auch die Kinder oft unzureichende Nahrung. Mit gekochten Wurzeln oder dünner Suppe aber kann kein unterernährtes Kind wieder zu Kräften kommen. Deshalb wird ihnen im Ernährungszentrum ein spezieller Brei verabreicht, der reich an Proteinen, Vitaminen und Kalorien ist. Die Basis für diesen Brei ist das so genannte „Unimix“, das wir in Pulverform ins Ernährungszentrum bringen. Unser Afrika-Koordinator Franco Moroni kauft das Unimix, aber auch die Hochenergiekekse und weitere Grundnahrungsmittel, in Kenia ein und transportiert sie per Lkw nach Marial Lou.

Die Hoffnungszeichen-Websites

Helfen im Sudan
Projektsuche

Bitte wählen Sie ein Land oder ein Thema aus den Listen aus.

    Mai 2012      
Mo Di Mi Do Fr Sa So
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031

Nordafrika/Italien

Erneut haben Flüchtlinge die Überfahrt von Nordafrika zur italienischen Insel Lampedusa nicht überlebt. Ende März machten sich 60 Afrikaner in einem großen Schlauchboot von Libyen aus auf den Weg. 10 Menschen aus Somalia und Eritrea ertranken in der stürmischen See. (Quelle: tagesschau)
e-Cards • Auswahl • Alle anzeigen • Seite 1