Monatsmagazine - 2007
Magazin 12/2007
Sie kommen einzeln. Manche in kleinen Gruppen, um sich besser schützen zu können. Viele legen aus Darfur Hunderte Kilometer zu Fuß zurück. Andere kommen aus der nahen Zentralafrikanischen Republik – sie waren von Darfur aus zunächst dort hin geflüchtet. Die Nachrichten, die uns aus dem Flüchtlingslager Boro Medina, etwa 100 Kilometer westlich des Ortes Raga im Südsudan, erreichen, zeugen von weiteren Angriffen der Dschandschawid-Milizen auf die schwarzafrikanische Bevölkerung Darfurs, die aus Angst um ihr Leben in den Busch flieht.
(Zum Download bitte "Rechtsklick auf "PDF ansehen" und Ziel Speichern unter") PDF ansehen
Magazin 11/2007
Nafisa Germende hockt vor einer kleinen Flamme. Die alte Frau rührt mit ihrem Stock in einer Blechdose und wartet darauf, dass ihre Suppe, ein Sud aus Wurzeln und Samen, zu Ende kocht. Vor der Hütte spielt ihre Enkelin Anna mit einem Floß aus Blättern und Zweigen auf einer Wasserpfütze. Die vom Regen durchweichten Lehmmauern der einfachen Hütte sind an zwei Stellen eingebrochen. Nachdem es im September 15 Tage und Nächte lang ununterbrochen geregnet hatte, konnte das Wasser nicht mehr abfließen, stieg unaufhaltsam an – und spülte Nafisas gesamten Besitz aus ihrer Behausung weg.
(Zum Download bitte "Rechtsklick auf "PDF ansehen" und Ziel Speichern unter") PDF ansehen
Magazin 9/2007
Mit einer Mischung aus Neugier und Vorsicht schaut die kleine Sapana vom Schoß ihrer Mutter herauf in die Kamera. Die rechte Wange ihres kleinen Gesichts ist von einem riesigen Pflaster bedeckt. Ein schmaler Schlauch verschwindet in ihrem Nasenloch. Sapana ist eine der rund 16.000 Patienten, die die Krankenstation in Lomin im Südsudan jährlich betreut. Geführt wird die Station, wie auch die nahe gelegene große Schule, von Comboni-Missionaren und -Schwestern. Nur drei weitere Krankenstationen gibt es im ganzen Distrikt Kajo-Keji.
(Zum Download bitte "Rechtsklick auf "PDF ansehen" und Ziel Speichern unter") PDF ansehen
Magazin 8/2007
Luanda ist eine Stadt der Gegensätze, in der Wohlstand und Glanz zahlreichen schmutzigen Slums gegenüber stehen. Die Straßen sind mit neuen, glänzenden Autos verstopft. Verstaubte Neontafeln preisen ihre Produkte farbenprächtig an. Symbolhaft für ein Land, das sich eines enormen Wirtschaftswachstums erfreut, strotzt die Hauptstadt – zumindest in den Chefetagen der Großfirmen – vor Energie, Luxus und Macht. Aber die Realität sieht im Rest des Landes anders aus. In Angola tobte über vierzig Jahre (von 1961 bis 2002) der längste Krieg des afrikanischen Kontinents. Schätzungsweise kamen dabei 500.000 Menschen ums Leben. Der mit Unterbrechungen andauernde Bürgerkrieg hat vieles, fast alles, zerstört.
(Zum Download bitte "Rechtsklick auf "PDF ansehen" und Ziel Speichern unter") PDF ansehen
Magazin 7/2007
Sie kamen im Schutze der Nacht und töteten wehrlose Kinder, Frauen und Männer, während sie schliefen. Mit Äxten, Knüppeln und Messern gingen die Angreifer vor, um bei ihrer Schandtat kein Aufsehen zu erregen. In der Nacht vom 26. auf den 27. Mai wurde in Kaniola, in der Provinz Süd-Kivu im Ostkongo, ein grausames Massaker an der Zivilbevölkerung verübt. Nach Angaben von MONUC, der Mission der Vereinten Nationen im Kongo, wurden bei diesem Überfall mindestens 29 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt.
Diese brutale Grausamkeit prägt den Alltag der Bewohner von Kaniola seit Längerem. In der Vergangenheit wurde das Dorf mehrmals Ziel von Rebellenangriffen und auch in diesem Jahr gab es neben dem Überfall im Mai eine weitere gezielte Attacke Anfang April.
(Zum Download bitte "Rechtsklick auf "PDF ansehen" und Ziel Speichern unter") PDF ansehen
Magazin 6/2007
„Ich wundere mich oft, wie die Leute überleben. Die Lage wird hier in vielerlei Hinsicht weiterhin schlechter. Fast 2000 Prozent Inflation, 70 Prozent Arbeitslosigkeit, viele Aids-Kranke und viel politische Gewalt. Es ist katastrophal. Auch dieses Jahr gibt es in vielen Gegenden eine erschreckende Dürre und es ist kaum etwas oder nur sehr wenig angebaut. Falls Sie uns wieder helfen können, wären wir sehr dankbar.“ Dieser Besorgnis erregende Hilferuf aus Harare, der Hauptstadt Simbabwes, erreichte uns vor kurzem von Pater Horst Ulbrich SJ. Seit 16 Jahren lebt der Jesuitenpater nun schon mit den Ärmsten der Armen in den Townships, den Armenvierteln, von Harare. Er kennt ihre Sorgen und Ängste und versucht, ihr Leid auch durch praktische Hilfe zu lindern. Bereits 2004 und 2005 konnten wir gemeinsam mit P. Ulbrich etwa 1.500 bedürftigen Menschen durch die Verteilung von dringend benötigten Lebensmitteln und Decken helfen.
(Zum Download bitte "Rechtsklick auf "PDF ansehen" und Ziel Speichern unter") PDF ansehen
Magazin 5/2007
Ein Flugzeug landet auf einer staubigen Buckelpiste, oder ein Lkw quält sich mehrere Wochen lang mühsam durch den Busch und über Lehmwege. Die Fracht: Säcke voller Lebensmittel. Bohnen, Mais, Reis, Sorghum, Speiseöl, Milchpulver. Grundnahrungsmittel, im Nachbarland Kenia eingekauft; sehnsüchtig erwartet von denen, für die sie bestimmt sind. Streng nach Liste verteilen unsere Mitarbeiter die Säcke. Solche Hilfslieferungen kosten viel Geld – die Hilfsgüter, aber auch Planung und Durchführung der Hilfsaktionen haben ihren Preis. Geld, das unsere Spender aufbringen, um den Menschen im Sudan zu helfen.
Nahrungsmittelhilfe allein reicht nicht, um bedürftigen Menschen zu helfen – aber ohne sie ist auch „Hilfe zur Selbsthilfe“ oft nicht möglich...
(Zum Download bitte "Rechtsklick auf "PDF ansehen" und Ziel Speichern unter") PDF ansehen
Magazin 4/2007
„Hilfsgüterverteilungen selbst durchzuführen, ist Schwerstarbeit. Aber dadurch haben wir von Hoffnungszeichen die Gewissheit, dass unsere Hilfe so rasch wie möglich bei den Bedürftigen ankommt“. Unser Afrika-Koordinator Franco Moroni weiß, wovon er spricht, hat er doch bereits unzählige Hilfstransporte für Hoffnungszeichen organisiert. „Menschen zu sehen, die gerade freudig ein Hilfspaket entgegen nehmen, ist für mich das Erfüllendste in meiner Arbeit“, gesteht er. Sein Assistent und Hoffnungszeichen-Kollege Bonaventure Kawino hat unseren Lkw auf der gut 2.600 Kilometer langen Reise von Nairobi nach Boro Medina in den Südsudan begleitet.
(Zum Download bitte "Rechtsklick auf "PDF ansehen" und Ziel Speichern unter") PDF ansehen
Magazin 3/2007
Auf den ersten Blick wirkt die Stimmung ruhig. Die Menschen haben sich vor der Mittagshitze unter den Schatten von Hüttendächern und Bäumen zurückgezogen. Frauen hocken auf der Erde und wiegen ihre Kinder. Die Männer haben sich an anderen Stellen zusammengefunden. Es scheint, als würden diese vielen Menschen untätig auf etwas warten. Die Stimmung wirkt gedrückt, viele Gesichter sind müde. Fliegen umschwirren die Augen und Münder der Kinder. Auch Familie Gardut befindet sich unter diesen vielen Menschen. Erst vor kurzem sind Vater Moses, Mutter Betty und ihre drei Kinder hierher in den Ort Sopo zurückgekehrt. Jahrelang waren sie auf der Flucht vor dem Krieg. Sie lebten im Flüchtlingscamp Mabia in der Region Equatoria.
(Zum Download bitte "Rechtsklick auf "PDF ansehen" und Ziel Speichern unter") PDF ansehen
Magazin 2/2007
Vor der Grundschule in Nzara, die von Comboni-Missionaren geführt wird, sammeln sich die Schüler. Noch ist eine halbe Stunde Zeit bis Unterrichtsbeginn. Der sechsjährige Jackson Paul ist wie meistens einer der ersten, der sich vor den Backsteinbaracken der Schule einfindet. Es ist nicht nur die Aussicht auf das Toben und Spielen gemeinsam mit seinen Freunden vor Schulbeginn, das ihn so früh hierher treibt. Paul geht zudem wirklich gern zur Schule.
(Zum Download bitte "Rechtsklick auf "PDF ansehen" und Ziel Speichern unter") PDF ansehen
Magazin 1/2007
Es ist früh am Abend in Mapuordit. Gerade ist der Hoffnungszeichen-Lkw angekommen, beladen mit 38 Tonnen Hilfsgütern im Wert von knapp 35.000 Euro – Lebensmittel, Kleidung und Schulmaterial für die Menschen in Mapuordit. Staubig und müde steigen die beiden Fahrer David und John aus. Sie haben eine neuntägige Reise von Nairobi bis hierher hinter sich. Auch unser Afrika-Koordinator Franco Moroni und ich sind soeben in Mapourdit angekommen, wenn auch unsere Anreise per Flugzeug weniger strapaziös war. Neben der Schule und dem Krankenhaus im Ort wollen wir den Leprakranken der Region helfen.
(Zum Download bitte "Rechtsklick auf "PDF ansehen" und Ziel Speichern unter") PDF ansehen




















