Kenia - Gnadenlose Dürre

Mehrere zehntausend Familien im Norden Kenias leiden unter einer verheerenden Dürre. Sie hungern. Hoffnungszeichen reagierte umgehend und organisierte Hilfstransporte; weitere sollen folgen. Lesen Sie in unserem Projekttagebuch, die Ihre Spende den Menschen hilft.

Millionen Menschen in Ostafrika hungern, ihre Tiere verenden und auf ihren Feldern wächst schon lange nichts mehr. Grund ist eine gnadenlose Dürre. Am Horn von Afrika sind zwei Regenzeiten ausgefallen. Somalia, Äthiopien und der Norden Kenias erleben das trockenste Jahr seit Jahrzehnten. Besonders trifft es die Bauern und Viehhirten auf dem Land. Lesen Sie hier in unserem Projekttagebuch, wie wir unsere Hilfe mit Ihrer Unterstützung vor Ort bringen.

Ayanae Lokai trifft die Dürre hart. Nur Dank ihrer Nachbarn bekommt sie etwas zu essen.
Ayanae Lokai trifft die Dürre hart. Nur Dank ihrer Nachbarn bekommt sie etwas zu essen.
Hilfe, die ankommt. 6 Transporte mit u.a. 180 Tonnen Mais und 90 Tonnen Bohnen erreichten die betroffene Bevölkerung Turkanas.
Hilfe, die ankommt. 6 Transporte mit u.a. 180 Tonnen Mais und 90 Tonnen Bohnen erreichten die betroffene Bevölkerung Turkanas.
Unsere 90 kg schweren Hilfspakete enthalten Mais, Bohnen, Reis, Speiseöl sowie Hochenenergiekekse. Damit die Kinder und ihre Eltern und Großeltern bald wieder zu Kräften kommen.
Unsere 90 kg schweren Hilfspakete enthalten Mais, Bohnen, Reis, Speiseöl sowie Hochenenergiekekse. Damit die Kinder und ihre Eltern und Großeltern bald wieder zu Kräften kommen.
Besonders Kinder und alte Mensche leiden unter Hunger. Wir wollen im Dezember erneut einen Transport auf den Weg zu ihnen bringen.
Besonders Kinder und alte Mensche leiden unter Hunger. Wir wollen im Dezember erneut einen Transport auf den Weg zu ihnen bringen.

1. Dezember 2011: Hoffnung auf Hilfe

Erschöpft sitzt Ayanae Lokai im Schatten vor ihrer Hütte und blickt hinaus in die trockene Landschaft. Kaum etwas Grünes ist erkennbar dort draußen. Nur die stacheligen kleinen Bäume und Büsche tragen vereinzelt ein paar Blätter an ihren dünnen Zweigen. Die Natur lässt uns erahnen, wie schwer das Leben in dieser Gegend sein muss. Dem Körper Ayanaes ist die jahrelange harte Arbeit unter gleißender Sonne anzusehen. Doch ruhig und ausdrucksstark erzählt sie meinem kenianischen Kollegen und mir von ihrem Leben: „Ich bin eine verheiratete Frau. Doch vor einigen Jahren starb mein Mann, und auch fünf meiner acht Kinder habe ich bereits zu Grabe tragen müssen. Die Restlichen sind verheiratet und zogen fort. Nun lebe ich alleine. Das Leben ist hart hier. Früher besaß ich wenigstens noch einige Ziegen, welche mich mit Milch und Fleisch versorgten. Doch über die Jahre habe ich alle verloren; die Dürre hat sie mir alle genommen. Seitdem kann ich mich nicht mehr alleine versorgen, sondern bin auf die Hilfe meiner Nachbarn angewiesen – ohne sie wäre ich schon längst verloren.“

Ayanae lebt im Dorf Kaaleng im Norden des Distrikts Turkana in einer kleinen aus Ästen geformten Hütte. Die gesamte Region leidet unter der Dürre der vergangenen Monate. Die Regenzeiten im Frühjahr und im Herbst haben nicht für ausreichend Niederschlag gesorgt. Zusehens vertrockneten die Flüsse und immer karger wurde die Erde. Das hier lebende Volk der Turkana ist ein Hirtenvolk und lebt überwiegend von der Ziegenzucht. Doch da Weideland immer rarer wurde, verendeten jedes Jahr mehr Tiere bis die Menschen sich nicht mehr selber versorgen konnten. Abhängig von der Hilfe von Außen und mit nichts in der Hand hörten die Bewohner von Kaaleng eines Tages die Nachricht, dass die Regierung Nahrungsmittel bringen wolle. Die Vorfreude war groß. Doch dann schafften es die LKWs nicht, über die schlechten Straßen in ihr Dorf zu gelangen. Dabei hätten die Bewohner jeden noch so weiten Weg zu Fuß auf sich genommen, nur um wenigstens etwas zu erhalten. Zu groß sei der Hunger, um hier zu verweilen, berichten die Leute. Doch heute funkeln die Augen der Kinder. Heute haben fast alle ein Lächeln im Gesicht. Denn heute ist der Tag an dem der Hoffnungszeichen-LKW ihr Dorf erreichte - voll geladen mit vielen Hilfsgütersäcken für die am stärksten an Hunger leidenden Familien. „Gott hat an uns gedacht. Heute haben wir Hilfe erhalten. Danke an Hoffnungszeichen für die vielen Lebensmittel. Sie werden meine Nachbarn und mich für die kommenden Wochen ausreichend versorgen“, sagt Ayanae uns zum Abschied. Und diesen Dank möchten wir an Sie, liebe Spenderinnen und Spender, weitertragen. Wir konnten dank Ihrer Mithilfe in den vergangen Monaten bereits ca. 25.000 Menschen mit unseren Lebensmitteltransporten erreichen. In den Monaten August bis November konnten wir sechs Transporte in die Hungerregion bringen und so u.a. 180 Tonnen Mais und 90 Tonnen Bohnen an die Familien verteilen. Einsetzender Regen Nun hat die neuerliche Regenzeit endlich den lang ersehnten Niederschlag gebracht. Die Flüsse füllen sich mit dem kostbaren Gut. Das Wasser wird hoffentlich bald neue Gräser und Pflanzen entstehen lassen. Doch noch haben nicht alle Gebiete in Turkana Regen erhalten und noch brauchen die Pflanzen Zeit zum Wachsen.

Diese wichtige Zeit wollen wir nicht ungenutzt lassen und erneut Transporte in die trockensten Gebiete bringen, damit Menschen wie Ayanae sich über die nächste Erntezeit im Februar freuen kann. Zu schwach sind so viele Menschen geworden, zu stark ist noch der Hunger vorhanden, als dass wir unsere Transporte bereits einstellen könnten. Unsere Hilfe ist weiterhin lebenswichtig. Pater Alex Campón schreibt uns aus der Pfarrei Kaikor im äußersten Norden Kenias an der Grenze zum Südsudan: „Wir möchten Euch weiterhin um Hilfe bitten! Denn nicht alle Gebiete sind mit Regen gesegnet und die am stärksten von der Dürre betroffenen Menschen sind weiter auf sich alleine gestellt.“ 1.500 Hilfsgütersäcke sollen gepackt werden. Noch vor Weihnachten wollen wir diesen Transport auf den Weg bringen. Dürfen wir Sie bitten, liebe Leserinnen und Leser, uns erneut dabei zu unterstützen? Ein Hilfssack reicht einer sechsköpfigen Familie, einen Monat lang Nahrung zu haben. Er kostet 90 Euro und enthält u.a. Reis, Bohnen, Mais und Hochenergiekekse für die Kinder. Mit Hilfe vieler Spenden werden wir auch dieses Ziel erreichen. Vielen Dank.

Hier können Sie spenden

Etwa 24.600 Menschen, auch in weit abgelegenen Dörfern Ostafrikas, hat die
Etwa 24.600 Menschen, auch in weit abgelegenen Dörfern Ostafrikas, hat die

26. Oktober 2011: "Euer Essen ist ein Geschenk des Himmels"

Martha Narkas geöffnete Hände weisen nach oben. Es scheint, als nehme sie ein unsichtbares Geschenk dankbar in Empfang. Doch die Hilfe, die sie erhalten hat, kann sie mit Händen greifen. Sie besteht aus drei schweren Säcken Nahrungsmitteln, die vor ihr liegen. Die 54-jährige Witwe hat neben ihrem Mann auch drei ihrer vier Kinder verloren. Sie lebt nun mit der ihr verbliebenen Tochter und zwei Enkeln, die ebenfalls vaterlos aufwachsen müssen, im Dorf Nakuse (südliches Turkana-Gebiet). „Ich bin so glücklich, denn so eine große Ration habe ich noch nie erhalten. Normalerweise haben wir nur ein Kilo Mais und ein Kilo Bohnen pro Woche zum Leben. Vielen, vielen Dank“, sagt sie und deutet auf das Kreuz im Hoffnungszeichen-Logo. „Für mich ist es, als ob Euer Essen ein Geschenk des Himmels ist.“

Sie erzählt unserem Mitarbeiter Bonaventure Kawino, wie sich ihr Leben seit dem Tod ihres Mannes verändert hat: „Früher, bevor mein Mann starb, besaßen wir viele Ziegen, aber allein konnte ich mich gegen die Viehdiebe nicht wehren. Das Leben in den letzten beiden Jahren war sehr hart, wir haben mühsam versucht, Pflanzen anzubauen, aber es kam kein Regen. Das hat den schlimmen Hunger ausgelöst.“ Die Menschen in dieser Region sind Halbnomaden und kleinbäuerliche Selbstversorger. Doch der ausgedorrte, rissige Boden wirft nichts ab, das Vieh findet kein Futter. Andere Einkommensquellen für den Kauf von Nahrung gibt es kaum. Martha und ihre Tochter versuchen, sich und die beiden Kinder mit dem Verkauf von selbst gebrannter Holzkohle zu ernähren. Doch die Gelegenheiten, ihre Waren anzubieten, sind rar. Die Straßen rund um Nakuse sind in sehr schlechtem Zustand, Straßenräuber gefährden die Transporte.

Auch die 21-jährige Rebecca beklagt sich über die abgeschiedene Lage ihres Dorfes: „Es kommen keine LKWs mehr vorbei, das macht unsere Situation so schlimm. Wir bekommen nichts und können nichts von unseren Sachen transportieren. Danke, dass ihr uns helft. Ich hoffe, ihr kommt wieder.“ Auch sie lebt momentan mit ihrer 5-köpfigen Familie nur vom Verkauf von Holz und Kohle, da ihr Mann keine Arbeit hat. Dennoch schaut sie tapfer nach vorne: „Als es nun ein bisschen geregnet hat, haben wir das Land entlang des Flusses bewirtschaftet. Nun brauchen wir Saatgut.“ Ihr Miene verdüstert sich: „Sonst kommen wir wieder in unsere allerschlimmste Lage zurück.“

Wir haben es uns angesichts der großen Dürre in Ostafrika zur Aufgabe gemacht, den Menschen im kenianischen Turkana- Gebiet zu helfen. Über 4.100 Familien, auch in sehr abgelegenen Dörfern, hat unsere Hilfe erreicht. Durch unsere direkten Kontakte in die Pfarreien können wir Bedarf und Hilfsmaßnahmen jeweils direkt mit den Verantwortlichen vor Ort abstimmen. Danke, dass Sie den Menschen im Turkana-Gebiet in Ostafrika mit Ihrer Spende neue Hoffnung geben.

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Hilfe, die ankommt. 3.100 Hilfssäcke haben bereits die betroffenen Familien erreicht. Weitere Transporte sind unterwegs.
Hilfe, die ankommt. 3.100 Hilfssäcke haben bereits die betroffenen Familien erreicht. Weitere Transporte sind unterwegs.
Aufgeteilt in drei Säcken, lieferte Hoffnungszeichen insgesamt 91 kg Hilfsgüter an die Dürreopfer. Wir wollen noch viele weitere Familien erreichen.
Aufgeteilt in drei Säcken, lieferte Hoffnungszeichen insgesamt 91 kg Hilfsgüter an die Dürreopfer. Wir wollen noch viele weitere Familien erreichen.

29. September 2011: Unsere Hilfe kommt an

Hoffnungszeichen entsendet Hilfskonvois in den Turkana-Distrikt. Sie bringen den Menschen Decken, Kochgeschirr und vor allem die dringend benötigten Nahrungsmittel. 3.100 Familien (ca. 18.000 Menschen) konnten bisher mit dieser Hilfe erreicht werden. Wir wurden dabei dankenswerterweise von der Kindernothilfe e.V., Ein Herz für Kinder, GAiN Deutschland e.V. sowie von vielen treuen Hoffnungszeichenspendern unterstützt. Unsere Hilfsgüter erreichten sogar die weit entfernt gelegene Pfarrei St. James an der Grenze zu Äthiopien und dem Südsudan. Aus dieser Pfarrei erhielten wir am 30. August einen neuen Hilferuf, diesmal von Pater Alex Burgudan: „Hunger ist leider zurzeit eines der am häufigsten gebrauchten Wörter unter den Turkana in unserer Pfarrei. Ohne direkte und schnelle Hilfe zu den am stärksten betroffenen Menschen wird die Katastrophe bald weitere schreckliche Konsequenzen nach sich ziehen. Wir bitten um Unterstützung.“ Die ersten LKWs haben bereits ihr Ziel erreicht, doch die Hilfe muss weitergehen. In den kommenden Wochen stehen weitere Verteilungen bevor. Mit Ihrer Mithilfe, liebe Spenderinnen und Spender, können wir noch viele weitere Turkana-Familien versorgen.

Der Transport von 800 Säcken in die Pfarrei St. James kostet 7.000 Euro, ein 92 kg schwerer Hilfssack kostet 89 Euro, 30 kg Mais 12,70 Euro.

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Die ärmsten Turkana-Familien leben in dürftig zusammengeflickten Hütten, die kaum Schutz bieten.
Die ärmsten Turkana-Familien leben in dürftig zusammengeflickten Hütten, die kaum Schutz bieten.
Die Ziegen sind Lebensgrundlage der Turkana. Doch das Weideland ist ausgetrocknet.
Die Ziegen sind Lebensgrundlage der Turkana. Doch das Weideland ist ausgetrocknet.

26. September 2011: Marcel Kötter berichtet aus dem Hungergebiet

Um uns herum staubtrockene Savanne, totes Vieh, Menschen in bitterer Armut. „Wenn die Ziegen der Leute verenden, dann kommen die Familien hier ebenfalls ums Leben. Die Tiere sind wie eine Lebensversicherung. Ohne ihr Vieh geben die Menschen auf, wissen nicht mehr wie sie sich und ihre Familien ernähren sollen“, erzählt mir mein kenianischer Kollege Bonaventure Kawino auf unserem langen beschwerlichen Weg von Nairobi in die Pfarrei Lokori zu den von der Dürre heimgesuchten Familien. Tausende Tiere sind aufgrund des Wassermangels bereits verendet, zahlreiche haben die Turkana-Familien in Konflikten mit Nachbarstämmen verloren. Ihrer Existenzgrundlage beraubt, kämpfen die Familien ums nackte Überleben. Als Helfer vor Ort sehe ich sie in notdürftig zusammengebauten Hütten. Hütten, die nicht stabil genug sind, um den Menschen Schutz zu bieten. „Seit wir hier angekommen sind, sind viele unserer Leute gestorben“, sagt mir Lokai Morunyang (48), fünffacher Familienvater, während er auf ein Grab zeigt. „Das ist das Grab des alten Lopaya. Er verhungerte, und wir mussten tatenlos mit ansehen, wie er täglich schwächer wurde. Auch wir selbst hatten seit Tagen nichts zu essen.“ Lokai und seine Familie sind Flüchtlinge im eigenen Land, zur Flucht gezwungen aufgrund von bewaffneten Konflikten mit benachbarten Stämmen. Ihr Vieh und ihr Geld wurden ihnen geraubt. Gemeinsam mit seiner Familie musste Lokai sein Haus und sein Stückchen Land verlassen und mit leeren Händen von vorne anfangen. Im neuen Ort hat man ihnen etwas Land zum Siedeln zugewiesen. Aber die Fläche reicht weder zur Viehzucht noch zum Ackerbau. Die Nachbarschaft unterstützte die Familie lange Zeit, doch in Zeiten der Dürre, in Zeiten des Hungers trägt jede Familie selbst schwer, und das Essen reicht nicht für alle. „Wir haben weder genug Wasser noch genug Nahrung. Manchmal haben wir vier Tage hintereinander nichts zu essen.“

Der Turkana-Distrikt gehört laut dem Hungerklassifizierungssystem der Vereinten Nationen zu den Notstandsgebieten der Stufe 3. Mehr als 350.000 Kinder sind im Norden und Nordosten Kenias von Unterernährung betroffen, 65.000 sogar lebensbedrohlich. Die akute Unterernährungsrate liegt bei 25% in den Dürregebieten und alleine im Turkana- Distrikt bei 37%, wie world vision berichtet. Hilfe ist dringend nötig, denn durch die mangelnde Ernährung erhöht sich auch das Krankheitsrisiko. Neben dem Hunger leiden die Menschen unter Krankheiten wie Atemwegsinfektionen, Malaria und Typhus. Doch für das Hospital haben sie kein Geld, und so können sie sich auch nicht behandeln lassen.

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Unsere Lkw rollen über holprige Buschpisten zu den Not leidenden Menschen im Norden Kenias.
Unsere Lkw rollen über holprige Buschpisten zu den Not leidenden Menschen im Norden Kenias.

29. August 2011: "Ein Herz für Kinder" hilft mit 1.500 Hilfssäcken

Unsere geplante Septemberverteilung in der Diözese Lodwar wird von "Ein Herz für Kinder" großzügig unterstützt. 1.500 weitere Hilfssäcke können der Not leidenden Bevölkerung so zur Verfügung gestellt werden.

Zusätzlich dazu planen wir ebenfalls im September eine weitere Verteilung von Überlebenshilfe in Marsabit/Isiolo. Die Anzahl der dort zu verteilenden Hilfssäcke steht noch nicht fest - bitte helfen Sie uns weiter mit Ihren Spenden!

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25. August 2011: Erneute Verteilungen von 800 Hilfssäcken geplant

Gemeinsam mit unserem Partner Kindernothilfe wird unser Mitarbeiter in Kenia ab nächster Woche wieder 800 Hilfssäcke an von der Dürrekatastrophe betroffene Familien verteilen. Diesmal sind die Verteilungsorte Kalimorok, Kaptir, Nakuse, Nakwamoru, Lokori Town, Napeiton und Kibewa. Nach wie vor bitten wir um Spenden für weitere Hilfstransporte. Dankeschön an alle bisherigen und zukünftigen Spender!

Inhalt eines Hilfssackes – Bitte helfen Sie mit!

40kg Mais (15,40 Euro); 20 kg Bohnen (14,50 Euro); 10 Liter Speiseöl (19,10 Euro); 1 kg Salz (0,22 Euro); 4 kg Zucker (5,40 Euro); 5 kg Hochenergiekekse (12,85 Euro)

Kochset (5,80 Euro); Geschirr (1,00 Euro); 2 Decken (4,35 Euro); 2 Stck. Seife (2,00 Euro); 1 Schaufel (4,00 Euro); 1 Buschmesser (3,10 Euro); Sack/Verpackung (1,58 Euro)

Kosten eines Hilfssackes insgesamt: 89,30 Euro

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Geduldig warten die Menschen bei den Verteilungen, bis der Name ihrer Familie aufgerufen wird.
Geduldig warten die Menschen bei den Verteilungen, bis der Name ihrer Familie aufgerufen wird.
In einer Kette reichen die Menschen die Säcke weiter.
In einer Kette reichen die Menschen die Säcke weiter.

22. August 2011: Marcel Kötter ist aus Kenia zurück 

Nothilfe-Koordinator Marcel Kötter ist vergangenen Freitag von der Hilfsaktion im Dürregebiet in Nordkenia zurückgekehrt. Er hat mehrere Hilfstransporte zu Pfarreien im Gebiet der Diözese Lodwar begleitet und überwacht. Marcel Kötter berichtet von seinem Hilfseinsatz: „Auf den langen Fahrten von Dorf zu Dorf waren wir auf sehr schlechten Straßen unterwegs. Die Hitze war nur schwer zu ertragen. Ich habe Kinder mit schlimmen Blähbäuchen gesehen. Die Menschen sind wirklich sehr dankbar für die Hilfe. Die Diözese Lodwar hat die Verteilungen sehr gut organisiert.“ Von den Dorfältesten und den Pfarrern wurden 2.300 besonders bedürftige Familien ausgewählt, die im August einen Hilfssack mit etwa 60 kg proteinreichen Nahrungsmitteln, Speiseöl, speziellen Hochenergiekeksen für mangelernährte Kinder sowie dringend benötigte Utensilien wie Decken und Blechgeschirr erhalten. Für 1.500 verteilte Hilfssäcke übernimmt die Kindernothilfe die Kosten, für weitere Hilfsaktionen rufen wir erneut zu Spenden auf. Die Hilfsgüter werden direkt in Nairobi eingekauft und per LKW auf dem Landweg ins Notgebiet transportiert.

Die Turkana leben in Strohhütten.
Die Turkana leben in Strohhütten.
Die invalide Witwe Evelyne Namoni (Bildmitte) ist eine der Hilfeempfänger-innen, die ein großes Paket mit Grundnahrungsmitteln erhalten.
Die invalide Witwe Evelyne Namoni (Bildmitte) ist eine der Hilfeempfänger-innen, die ein großes Paket mit Grundnahrungsmitteln erhalten.
Hilfeempfängerin Alice Lokokukei im Gespräch mit Hoffnungszeichen-Mitarbeiter Marcel Kötter.
Hilfeempfängerin Alice Lokokukei im Gespräch mit Hoffnungszeichen-Mitarbeiter Marcel Kötter.

17. August 2011: Hilfeempfänger kommen zu Wort

Marcel Kötter begleitete die Verteilungen, die Hoffnungszeichen mit großer Unterstützung der Kindernothilfe durchführt, in Lokichar, Katilu und Lokori. Dabei nahm er sich auch die Zeit, mit einigen Hilfeempfängern zu sprechen.

Evelyne Namoni (2. Bild v. oben) ist Mutter von 6 Kindern und Witwe. Ihr Mann ist an einer Krankheit gestorben. Seit einem Unfall kann sie nicht mehr gehen. Dank der Kirche hat sie diesen „Wagen“, ein umgebautes Fahrrad, bekommen und die neue Hütte, die alte ist links im Bild. Nachbarn helfen ihr bei der Versorgung mit Nahrung, so gut es geht, da sie selber durch ihre Invalidität nicht arbeiten kann.

Seit dem Tod ihrer Tochter kümmert sich Alice Lokokukei (3. Bild v. oben) um ihre drei Enkelkinder. Sie hat kaum genug für sich selber. Sie floh vor zwei Jahren vor der Dürre weiter nördlich. Da ihre Hütte überhaupt nicht regendicht ist, flüchtet sie sich bei Regen zu den Nachbarn. „Ich möchte nur, dass es meinen Enkelkindern besser geht als mir. Die Nachbarn helfen mir sehr, doch sie haben selber kaum zu essen, um ihre Kinder zu ernähren“.

Ein weiterer Hilfeempfänger freut sich neben den so dringend benötigten Nahrungsmitteln besonders über die im Hilfssack enthaltenen Werkzeuge: "Die Werkzeuge helfen uns sehr. Wir haben kein eigenes Land und müssen daher auf anderen Farmen arbeiten, wenn es denn Arbeit gibt. Nun aber wissen die Leute, dass wir eigenes Werkzeug haben und so bekommen wir leichter Arbeit. Mit der Machete können wir mehr Holz schlagen und es auf dem Markt verkaufen."

Der Hunger trifft zuerst die Schwächsten: Kinder. (Foto: AFP)
Der Hunger trifft zuerst die Schwächsten: Kinder. (Foto: AFP)
Wir konnten den Hungernden schon mit einer Hilfslieferung beistehen...
Wir konnten den Hungernden schon mit einer Hilfslieferung beistehen...
... aber noch immer warten viele Menschen verzweifelt auf Hilfe. Bitte spenden Sie - gemeinsam können wir viel bewirken!
... aber noch immer warten viele Menschen verzweifelt auf Hilfe. Bitte spenden Sie - gemeinsam können wir viel bewirken!

15. August 2011: Marcel Kötter verteilt Hilfssäcke vor Ort

Inhalt eines Hilfssackes – Bitte helfen Sie mit!

40kg Mais (15,40 Euro); 20 kg Bohnen (14,50 Euro); 10 Liter Speiseöl (19,10 Euro); 1 kg Salz (0,22 Euro); 4 kg Zucker (5,40 Euro); 5 kg Hochenergiekekse (12,85 Euro)

Kochset (5,80 Euro); Geschirr (1,00 Euro); 2 Decken (4,35 Euro); 2 Stck. Seife (2,00 Euro); 1 Schaufel (4,00 Euro); 1 Buschmesser (3,10 Euro); Sack/Verpackung (1,58 Euro)

Kosten eines Hilfssackes insgesamt: 89,30 Euro

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5. August 2011: Weitere Transporte sollen folgen - bitte spenden Sie jetzt!

Hoffnungszeichen möchte die Menschen während dieser ernsten Hungerkrise, die sich noch einige Monate hinziehen wird, nicht im Stich lassen. Die nächste Lieferung von 1.600 Hilfssäcken für 9.000 Menschen wird von der Kindernothilfe unterstützt.  Die Verteilung, an der unser Kollege Marcel Kötter teilnehmen wird, ist wie folgt geplant:

13.8.: 150 Hilfssäcke in Katilu

14.8.: 150 Hilfssäcke in Lokichar

15.8.: 500 Hiilfssäcke in Lokori

Weitere 800 Hilfssäcke werden ca. 2 Wochen später in Nakwamoru, Kalemng'orok und  nochmals in Lokori verteilt.

Wir möchten die Versorgung möglichst vieler Menschen insgesamt bis etwa Oktober 2011 sicherstellen, denn dann sind frühestens wieder eigene Ernteerträge möglich.

Deshalb bitten wir auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, um Unterstützung. Ein 92 kg schwerer Hilfssack für eine sechsköpfige Familie kostet 89 Euro und versorgt Eltern und ihre Kinder für etwa 4 Wochen mit dem Nötigsten. Vielen Dank für Ihre Hilfe.

20. Juli 2011: Reichhaltige Nahrungsmittelhilfe

Hunger und Krankheit stehen in einem engen Zusammenhang. Durch andauernde Mangelernährung entsteht ein hohes gesundheitliches Risiko. Das wirkt sich unmittelbar auf die Entstehung chronischer Krankheiten wie Herz-Kreislauferkrankungen aus. Dagegen hilft die gezielte Versorgung mit Lebensmitteln, die besonders reichhaltig an Proteinen, Vitaminen und Eisen sind. Hoffnungszeichen war es möglich, umgehend zu reagieren. So konnte ein Hilfstransport mit Nahrungsmitteln wie Reis, Bohnen und Hochenenergiekeksen in die betroffene Region geschickt werden. Unser kenianischer Mitarbeiter Bonaventure Kawino war vor Ort und führte die Hilfsgüterverteilung gemeinsam mit Pater Areman durch. 700 Personen konnten wir mit diesem ersten Transport erreichen. Doch wir möchten weitere Nahrungsmittel für die Menschen einkaufen und an sie übergeben. Denn die Not ist groß, sehr groß. Bedrückt berichtete uns Bonaventure Kawino nach seiner Rückkehr: „Ich fühlte mich nicht gut, mit dem Wenigen, was wir bringen konnten, denn ich sah wie viele Menschen kamen und noch Hilfe benötigten.“

15. Mai 2011: Erster Hilferuf

Aus dem Norden Kenias, der Diözese Lodwar, erreichte uns ein Hilferuf von Pater Paul Areman: „Unsere Pfarrei Lokori liegt in der trockensten Region Kenias. Es regnet hier so selten, und wenn es regnet, dann reicht das Wasser nicht aus, um die Felder zu bewirtschaften. Hinzu kommt, dass den Menschen hier die Tiere von einem anderen Stamm gewaltsam entrissen wurden und sie dadurch noch mehr in die Armut gedrängt worden sind. Hier sind so viele Menschen unterernährt.“ Die Menschen fühlen sich im Stich gelassen. Denn es fehlt nicht nur an Nahrungsmitteln, sondern auch an medizinischer Hilfe. Das nächste Krankenhaus ist 170 km entfernt. Viele Patienten sterben auf dem Weg dorthin. Frühestens wenn die nächste Regenzeit im Oktober wieder normal ausfällt, wird es den Bauern und Viehnomaden wieder möglich sein, sich aus eigener Kraft zu ernähren.

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Südsudan

In der Region Jonglei gab es seit Ende Dezember 2011 wechselseitige Überfälle der beiden Volksgruppen Lou-Nuer und Murle. Bis zu 100.000 Menschen sind seither auf der Flucht und trauen sich nicht in ihre Dörfer zurück. Oft ist Viehraub der Grund für Stammeskonflikte. (Quelle: taz)
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