Erfolgreiche Protestaktionen - Iran
Protestaktion Juli 2004: Pastor Khosroo Yusefi frei!
Der Pfingstpastor Khosroo Yusefi wurde nach sechs Wochen aus der Haft entlassen. Seine Frau und seine Kinder waren nach einer Woche freigekommen. Die gesamte Familie war am 23. Mai 2004 in der Stadt Chalous am Kaspischen Meer verhaftet worden. Unsere Leser hatten mit ihren Unterschriften gegen diese willkürlichen Verhaftungen protestiert.
Protestaktion Juni 2006: Rabin Jahanbegloo frei!
Der Philosoph Ramin Jahanbegloo ist nach mehreren Monaten Haft gegen Kaution aus dem Gefängnis entlassen worden. Am 27. April 2006 war Jahanbegloo auf dem Teheraner Flughafen verhaftet worden, als er versuchte, zu einer Veranstaltung des German Marshall Fund auszureisen. Es hat in den vier Monaten seiner Haft im berüchtigten Evin-Gefängnis nie eine ordentliche Anklage gegeben.
Protestaktion September 2006: Issa Motamedi Mojdehi frei!

- Foto: compass direct
Im September 2006 berichteten wir von dem Iraner Issa Motamedi Mojdehi, der unter dem Vorwurf des angeblichen Drogenhandels festgenommen worden war. Der wahre Grund für seine Verhaftung scheint aber sein christlicher Glaube gewesen zu sein, weshalb wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, zum Protest aufriefen. Kurz darauf wurde Issa Motamedi Mojdehi laut Presseberichten auf Kaution freigelassen.
Protestaktion Juni 2009: Zwei Christinnen sind frei!

- Der Protest war erfolgreich: die beiden Christinnen Maryam Rostampour und Marzieh Amirizadeh sind frei! (Quelle: open doors)
Die gute Nachricht erreichte uns noch in der Vorweihnachtszeit: Maryam Rostampour und Marzieh Amirizadeh sind endlich frei! Die beiden seit März im Iran inhaftierten jungen Christinnen wurden, wie die das Hilfswerk für verfolgte Christen open doors berichtet, am 18. November aus dem berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis entlassen. Auch wir von Hoffnungszeichen hatten im Juni 2009 unsere Leser dazu aufgerufen, mit ihrer Unterschrift für die Freiheit der beiden jungen Frauen einzutreten. Der weltweite Protest hatte Erfolg – Danke für dieses Engagement! Soweit bekannt ist, wurden die Frauen in Haft nicht körperlich misshandelt. Doch ihnen wurde die medizinische Versorgung verwehrt. Am 5. März waren die beiden Frauen verhaftet worden. Ihnen wurde vorgeworfen, „der Staatssicherheit entgegenzuhandeln“ und „an illegalen Versammlungen teilzunehmen“. Am 7. Oktober wurde die Anklage wegen staatsfeindlicher Aktivitäten fallengelassen und ihr Fall vom Revolutionsgericht an einen Strafgerichtshof verwiesen. Weiterhin wurde den beiden ehemaligen Muslimas „Abfall vom Islam“ und die illegale Verkündigung ihres christlichen Glaubens vorgeworfen. Ihnen drohten lebenslange Haft und tägliches Auspeitschen. Dass sie jetzt freikamen, ist vermutlich auch jeder einzelnen Unterschrift zu danken, die weltweit für die beiden Frauen abgegeben wurde. Nun konnten sie aus dem Iran ausreisen. Aus Sicherheitsgründen bleibt ihr derzeitiger Aufenthaltsort geheim. Das englische Hilfswerk Elam übermittelte eine Dankesbotschaft der beiden mutigen Christinnen an alle, die sie mit Fürbitte und Protest in dieser schweren Zeit begleitet haben.
Protestaktion Oktober 2010: Kein Todesurteil gegen Shiva Nazar Ahari
Im Oktober 2010 setzten sich unsere Hoffnungszeichen-Freunde mit tausenden Protestkarten gegen die drohende Todesstrafe für die iranische Menschenrechtlerin Shiva Nazar Ahari ein. Inzwischen wurde das Urteil gefällt. Die gute Nachricht: die Todesstrafe als Höchststrafe wegen „Feindschaft gegen Gott“ wurde nicht verhängt. Auch konnte die Verurteilung zu 74 Peitschenhieben wegen „Störung der öffentlichen Ordnung“ in eine Geldstrafe von umgerechnet rund 300 Euro umgewandelt werden. Frau Ahari wurde nun zu sechs Jahren Haft verurteilt, die sie im Izeh-Gefängnis absitzen soll. Dieses Haftanstalt liegt im inneriranischen Exil und damit 180 km entfernt von ihrer Familie in der Provinz Khuzestan. Laut amnesty international ist nicht bekannt, ob dieses Gefängnis überhaupt über Einrichtungen für Frauen verfügt. Berufung wird eingelegt.











