Protestkartenaktion April 2008 - Guillermo Chen erhält Polizeischutz

Guillermo Chen (Foto: Elote e.V.)
Guillermo Chen (Foto: Elote e.V.)

Im März 2008 war auf Guillermo Chen, den Leiter der Menschenrechtsorganisation Fundación Nueva Esperanza, Río Negro (Stiftung Neue Hoffnung, Río Negro) ein Anschlag verübt worden. Sechsmal war auf das Tor seines Hauses geschossen worden, während sich seine ganze Familie im Haus befand. Wir berichteten im April 2008 darüber und baten unsere Leser, sich mit einer Protestkarte für den Schutz von Guillermo Chen und die Aufklärung dieses Anschlages einzusetzen. Dieser Protest war erfolgreich!

„Erfreulicherweise hat sich die weltweite Unterstützung für Guillermo Chen nach dem Anschlag positiv ausgewirkt“, berichtet Alexander Fischer vom deutschen Verein Elote e.V. Der Verein unterstützt die benachteiligte indigene Bevölkerung Guatemalas mit verschiedenen Projekten und arbeitet mit Guillermo Chen zusammen. „Die Deutsche Botschaft und der Deutsche Entwicklungsdienst haben sich dafür eingesetzt, dass Guillermo Chen und seine Familie nach dem Anschlag in Sicherheit gebracht wurden“, erklärt Fischer. „Als sie schließlich auf eigenen Wunsch in ihr Haus zurückkehrten, weil die Kinder wieder zur Schule gehen wollten, wurden ein Bewegungsmelder und eine Überwachungskamera vor dem Haus  installiert. Und auch vom Staat Guatemala kam Hilfe – wenn auch etwas verzögert. Aber immerhin stehen Guillermo Chen und seine Familie jetzt unter Polizeischutz.“

Das ist ein großer Erfolg für die Menschenrechtsarbeit in Guatemala und zeigt, dass die Unterschrift auf einer Protestkarte sehr viel Wirkung haben kann. Leider sind die Attentäter noch nicht gefunden worden – ob überhaupt ernsthaft nach ihnen gesucht wurde, ist fraglich – und es gab zwischenzeitlich auch wieder neue Anschläge auf das Haus von Guillermo Chen.

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Klaus Stieglitz
Menschenrechtsbeauftragter
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