Aktionsland – Sudan

- Hoffnungszeichen-Mitarbeiter Bonaventure Kawino, Dr. Hella Rüskamp und Klaus Stieglitz nehmen am 10. November 2010 eine Probe mit noch heißem, öligem Prozesswasser.
Ein großes Projekt beschäftigt sich mit dem Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser. Unser Menschenrechtsteam deckte einen Umweltskandal in der Ölförderungs-Region Thar Jath auf. Ölabfälle im Trinkwasser gefährden hunderttausende Menschen.
Zur Zeit wird an 94 Ölquellen in diesem Feld das so genannte „schwarze Gold“ gefördert. Wenn das Öl aus dem Boden kommt, ist es mit einem großen Anteil Wasser vermischt. Zusammen mit einem Liter Öl werden in diesem Ölfeld gut 8 Liter Wasser an die Oberfläche befördert. Am Wasser ist das Konsortium GNPOC (Greater Nile Petroleum Operating Company) nicht interessiert. Also muss es vom Öl getrennt und dann als Produktionsabfall entsorgt werden. Nach westlichen Standards würde dieses Wasser, in dem sich giftige Chemikalien, Schwermetalle und Salze befinden, mit einer Tiefeninjektion in die Erde eingespritzt, so dass es keinesfalls trinkwasserführende Schichten erreichen kann. GNPOC hat eine eigene Art, das verseuchte Wasser zu entsorgen: Das ölige Prozesswasser wird durch mehrere Tümpel gepumpt, von denen jeder wie eine Sickergrube wirkt. Ein großer Teil des Prozesswassers findet dort durch den porösen Boden seinen Weg in die oberste Grundwasserschicht, die – etwa 30 Meter unter der Öberfläche gelegen – den rund 180.000 Menschen in diesem Landstrich nördlich der Ortschaft Bentiu als Trinkwasserreservoir dient.
Hier lesen Sie mehr:
Magazin-Artikel Dezember 2009: Die Giftgrube von Kotsch (PDF)
Magazin-Artikel Januar 2010: "So nicht, WNPOC!" (PDF)
Magazin-Artikel Dezember 2010: Erdöl - Der Schwarze Tod (PDF)











