Peru – Straßenkinderprojekt INTSOL

Das Projekt INTSOL kümmert sich um Kinder, die aus durch Arbeitslosigkeit oder Alkoholmissbrauch zerrütteten Familien stammen, schwer arbeiten müssen oder auf de Straße leben. Erwachsene lernen bei INTSOL, wie sie eigene soziale Projekte in ihren Gemeinden durchführen können.

Das Team von INTSOL: Engagiert für die Menschen aus den Elendsvierteln.
Das Team von INTSOL: Engagiert für die Menschen aus den Elendsvierteln.

Seit 1996 arbeitet Hoffnungszeichen mit der peruanischen christlichen Nichtregierungs-Organisation Integración y Solidaridad (INTSOL) in Lima zusammen. Die Leiterin der Organisation ist Ana Mendoza, eine studierte Psychologin.   

Von den Anfängen bis zum Jahr 2003 konzentrierten sich die Projekte auf die Arbeit unter Straßenkindern und Jugendlichen aus schwierigen sozialen Verhältnissen. Im Straßenkinder-Zentrum im Stadtteil Ate wurden sie unterrichtet und konnten einfache handwerkliche Tätigkeiten erlernen. In den letzten Jahren hat INTSOL als Reaktion auf wiederholte Anfrage der Projektteilnehmer die Straßenkinder-Arbeit inhaltlich erweitert. Im Sinne einer ganzheitlichen Förderung der Bevölkerung im urbanen Armenviertel Huaycán werden Führungskräfte von Gemeindegruppen und ganze Gemeindekomitees bei der Verwirklichung ihrer eigenen sozialen Projekte und Kampagnen unterstützt.

 

Das Elendsviertel Huaycán .
Das Elendsviertel Huaycán.

Hintergründe zum Projektgebiet Huaycán

Huaycán ist eines der Hauptarbeitsgebiete Intsols innerhalb Limas, es befindet sich im Osten der Metropole. Der Stadtbezirk ist in 24 Zonen eingeteilt, wobei Intsol in den Zonen P und R tätig ist. Die Bewohner der Zone P sind vor allem Personen, die während der Zeit des Terrors durch den „Leuchtenden Pfad“ in den 1980ern und 1990ern  vertrieben wurden. Die Gegend gilt als unterentwickelt, vernachlässigt und gefährlich.

Leiter und Mitglieder von Gemeindekomittees werden bei der Verwirklichung ihrer eigenen sozialen Projekte unterstützt. Im Bild links die 36-jährige Sekretärin Maruja Bedoya Quispe, rechts Hoffnungszeichen-Mitarbeiterin Sabine Kapfhamer.
Leiter und Mitglieder von Gemeindekomittees werden bei der Verwirklichung ihrer eigenen sozialen Projekte unterstützt. Im Bild links die 36-jährige Sekretärin Maruja Bedoya Quispe, rechts Hoffnungszeichen-Mitarbeiterin Sabine Kapfhamer.

Die Hoffnungszeichen-Projekte  

Projekt: Förderung der ganzheitlichen Entwicklung im Armenviertel Huaycán

Durch Workshops, z.B. zum Thema Kommunikation, Teamarbeit oder Antragstellung bei öffentlichen Stellen, sollen die Projektteilnehmer, das heißt, die Bewohner der Armenviertel, dazu befähigen werden, möglichst selbständig und verantwortungsvoll ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Die Mitarbeiter von Intsol begleiten als Moderatoren und Trainer diese Treffen, stellen das nötige Material zur Verfügung und dokumentieren und werten diese Treffen aus. Bei den Aktivitäten, die die Projektteilnehmer planen, geht es um Themen wie Aufklärung gegen häusliche Gewalt an Kindern, Gesundheit, Ernährung, Umweltbewusstsein und finanzielle Selbstständigkeit. Das INTSOL-Team vertritt  die Meinung, dass nur durch eine Veränderung des Denkens auch eine nachhaltige Verbesserung der Lebensverhältnisse in Familie und Gesellschaft eintreten kann.

 

Künstlerische Ausdrucksformen wie das Theater dienen als Plattform für bestimmte soziale Themen.
Künstlerische Ausdrucksformen wie das Theater dienen als Plattform für bestimmte soziale Themen.

Projekt: Chicos en Acción

Dieses Projekt gehört zur „Generation Straßenkinder-Projekt“. Die Idee ist es, dass Jugendliche künstlerische Ausdrucksformen wie das Theater als Plattform nutzen, um ihr nahes Umfeld über bestimmte soziale Themen zu informieren. Mitarbeiter von Intsol unterstützen die Gruppe bei ihren Proben und der Planung von  Auftritten. Unserer Mitarbeiterin Sabine Kapfhamer erzählte ein junges Mädchen im Juni 2009: „Wir sehen das hier als Sozialarbeit an. Wir leben in einem Umfeld, wo Drogen und Gewalt herrschen. Wir wollen über unser Theater Ratschläge erteilen und andere Jugendliche auf Gefahren aufmerksam machen.“

 

Projekt: Förderung der frühkindlichen Entwicklung

Zielgruppe sind Mütter, Väter und Babys und Kleinkinder bis fünf Jahre. Ziele des Projekts sind die Vermittlung von Fähigkeiten und Sicherheit im Bereich der frühkindlichen und gewaltfreien Förderung, die Sensibilisierung der Gesellschaft hinsichtlich des Umgangs mit Kindern und die Stärkung des Selbstwertgefühls der Frau in ihrer Rolle als Mutter und Ehefrau. Viele der Eltern hatten selbst keine leichte Kindheit, weshalb es ihnen oft schwerfällt, geduldig und verständnisvoll auf ihre Kinder einzugehen. Auch die Bedeutung von Zuneigung und spielerischem Lernen für eine gesunde Entwicklung ihrer Kleinkinder ist vielen Erwachsenen neu. Im Jahr 2009 wurde das Projekt wegen des hohen Bedarfs seitens der Bewohner auf 3 Blöcke ausgedehnt.

 

Hilfe für die Kinder, aber auch für ihre Familien: Mütter erhalten bei INTSOL Betreeung, Beratung und Kursangebote.
Hilfe für die Kinder, aber auch für ihre Familien: Mütter erhalten bei INTSOL Betreeung, Beratung und Kursangebote.

Unser Partner organisiert wöchentlich Treffen mit Müttern und Kindern, an denen gemeinsam gespielt, gegessen und über verschiedene Themen (z.B. Bedeutung von Ernährung und Hygiene) gesprochen wird. Daneben werden Familientage am Wochenende veranstaltet, damit auch die Väter einen Bezug zum Projekt erhalten. Bei gemeinsamen Arbeitstagen, z.B. zur Renovierung an Gemeindegebäuden, werden Solidarität und Verantwortung praktisch gelebt. Die involvierten Mütter zeigten sich bei einem Besuch unserer Mitarbeiterin Sabine Kapfhamer sehr dankbar und lobten das Projekt. Sie erklärten, dass viele von ihnen zuvor sehr isoliert gewesen seien. Nun hätten sie über das Projekt neue Freundschaften geschlossen. Das gemeinsame Lernen würde ihnen Freude bereiten und der Austausch mit anderen Eltern über Erziehungsthemen sei hilfreich. Sie erhielten auch Anregungen, wie sie und ihre Kinder mit einfachen Dingen kreativ spielen könnten.

 

Die Hoffnungszeichen-Websites

Helfen im Sudan
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Martin Hofmann
Spenderbetreuung und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 07731 - 67802
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