Erfolgreiche Protestaktionen - Ägypten

 

Protestkartenaktion Dezember 2003 - Mariam Girgis Makar frei!

Im Dezember 2003 kam der Ägypter Mariam Girgis Makar nach fast zwei Monaten Haft und Folter wieder frei – auch dank Ihrer Proteste! Er war gemeinsam mit seiner Frau und anderen Menschen verhaftet worden, weil er sich vom Islam zum Christentum bekehrt hatte.

 

Protestkartenaktion Juli 2005 - Gaser Mohammed Mahmoud frei!

Weil er Christ wurde, wurde er in einer Psychiatrie gefangen gehalten: Gaser Mohammed Mahmoud. (Foto: compass direct)

Gasir Mohammed Mahmoud ist fünf Monate nach seiner Zwangseinweisung in eine Nervenklinik auf freien Fuß gesetzt worden. Eine Reihe von internationalen Presseberichten scheint das Krankenhaus bewogen zu haben, den vom Islam konvertierten Christen zu entlassen. Unsere Leser protestierten mit ihrer Unterschrift für die Freilassung des jungen Mannes und für Religionsfreiheit in Ägypten.

Die behandelnden Ärzte hatten ihm gesagt, dass er so lange in der Klinik bleiben müsse, bis er seinem Glauben absagt und zum Islam zurückkehrt. Wie compass direct berichtete, wurden gegen den vom Islam zum Christentum konvertierten jungen Mann Morddrohungen von Seiten islamischer Geistlicher ausgesprochen, nachdem er seinen Eltern von seiner Konversion erzählt hatte. Es war vermutlich der eigene Vater, der seinen Sohn bei den hohen islamischen Würdenträgern „anschwärzte“. Um ihren Sohn zu schützen, alarmierte die Mutter die örtliche Polizei. Auf Drängen des streng religiösen Vaters aber habe die Mutter schließlich zugestimmt, den eigenen Sohn „zwangseinweisen“ zu lassen.

Nach eigenen Angaben erhielt Gaser in der Klinik Prügel, Peitschenhiebe und verschiedene Injektionen. In seiner Verzweiflung versuchte er sogar zu fliehen. Es gelang nicht. Um weitere Fluchtversuche zu verhindern, wurde er einen Monat lang in ein Einzelzimmer gesperrt.

 

 

Protestkartenaktion Dezember 2006 - Ägyptischer Konvertit ist wieder frei!

In Freiheit, aber weiterhin bedroht: Der ägyptische Konvertit Bahaa el-Din Ahmed Hussein Akkad. (Foto: compass direct)

Im Dezember 2006 haben wir gemeinsam mit unseren Lesern und weiteren Menschenrechtsorganisationen für die Freilassung von Bahaa el-Din Ahmed Hussein Akkad protestiert. Der ehemalige Scheich war zum Christentum konvertiert und saß 2 Jahre lang ohne Anklage im Gefängnis. Jetzt hatten die weltweiten Proteste Erfolg: Ahmed Hussein Akkad  wurde freigelassen. Sein Leben ist allerdings weiterhin in Gefahr. Radikale Islamisten aus der in Ägypten verbotenen Muslimbruderschaft haben gedroht, den ehemaligen Muslim wegen „Apostasie" (Abfall vom Islam) zu töten, falls er aus dem Gefängnis entlassen werde, berichtet der Informationsdienst Compass Direct.

Danke, liebe Leserinnen und Leser, dass Sie sich mit Ihrer Unterschrift und im Gebet für Ahmed Hussein Akkad eingesetzt haben. Bitte beten Sie weiter für ihn, seine Frau und seine drei Kinder.

 

 

 

 

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Klaus Stieglitz
Menschenrechtsbeauftragter
Tel.: 07731 - 67802
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Ägypten

Genaue Beobachtung verdient für Volker Kauder (CDU) die Lage der Christen in Ländern, in denen islamische Kräfte nach dem „Arabischen Frühling“ ein größeres Gewicht bekommen haben. So soll im politischen Dialog mit Ägypten um die gewünschte wirtschaftliche Zusammenarbeit auch die Religionsfreiheit thematisiert werden. (Quelle: KNA)
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