Hoffnungszeichen 2012 - so wollen wir helfen

Ausblick auf 2012: In bald drei eigenen Hoffnungszeichen-Kliniken sollen Menschen im Südsudan medizinisch versorgt werden.
Mit drei weiteren Tiefbrunnen sollen rund 13.000 Menschen unbelastetes, gesundes Trinkwasser bekommen.

Seit nunmehr einem halben Jahr leben die Südsudanesen in ihrem eigenen Staat. Durch den politischen Neubeginn erhoffen sich die Menschen mehr denn je ein Leben in Frieden. Sie sehnen sich nach Sicherheit und Beständigkeit. Doch was gibt den unzähligen Flüchtlingen, den vielen Menschen, denen es am Nötigsten fehlt, eine echte Zukunftsperspektive? Jede fest gemauerte Wand, jedes solide Dach signalisiert ihnen: Dies ist kein Provisorium, dies soll von Dauer sein.

 

Gesundheit als Arbeitsschwerpunkt 2012

Anfang 2009 baute Hoffnungszeichen die Buschklinik in Duong, um zusammen mit den Menschen die Gesundheitssituation zu verbessern. Die soliden Klinikhütten und auch die letztjährigen Erweiterungsbauten sind kleine, aber wichtige Signale für die Dorfbewohner, dass hier etwas Bleibendes geschaffen wurde. Die Unabhängigkeit erlöst die Menschen nicht von ihren Alltagssorgen wie Krankheit und Hunger. Den dringenden Bedarf an Gesundheitsfürsorge belegen die stetig steigenden Patientenzahlen in Duong. Zu Beginn kamen im Schnitt 1.000 Menschen im Monat in die Klinik, im Oktober 2011 wurden bereits 4.600 Patienten gezählt. Die gute Arbeit unseres Hoffnungszeichen-Teams in Duong spricht sich herum. Vermehrt erreichen uns Bitten aus anderen Orten, in denen es an medizinischer Grundversorgung mangelt. Darum wollen wir noch in diesem Jahr an zwei weiteren Standorten (Nyal und Rumbek) Hoffnungszeichen-Kliniken eröffnen. Aber auch die Gesundheitsarbeit unseres langjährigen Partners Arkangelo Ali Association in Mapuordit, Marial Lou und Gordhim möchten wir weiter unterstützen. Insgesamt sechs, teils abgelegene Hospitäler sind dann mit Medikamenten, Klinikbedarf und Nahrungsmitteln zu beliefern. Dennoch muss unser Afrika- Team auch für kurzfristige Nothilfe-Transporte im Südsudan, in Kenia oder in anderen afrikanischen Ländern gewappnet sein.

 

Sauberes Wasser im Ölgebiet

Auch in den Ölfeldern im Teilstaat Unity wollen wir für die Gesundheit der Menschen sorgen: mit sauberem Trinkwasser. Denn das durch unsachgemäß entsorgte Ölabfälle versalzene und mit Schwermetallen belastete Brunnenwasser verursacht permanenten Durchfall und kann zu Nierenschäden führen. Mit drei weiteren Tiefbrunnen, die in Kuoch, Kuerkol und Nhyaldiu gebaut werden sollen, bekommen 13.000 Menschen unbelastetes, gesundes Trinkwasser. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung fördert diese Pläne und übernimmt etwa 42 % der Gesamtkosten. Es sind hohe Ziele, die wir uns für das Jahr 2012 gesteckt haben.

 

Wir fühlen uns verpflichtet, weil wir wissen, wie sehr die Menschen unsere Unterstützung in dieser schwierigen Phase brauchen. Doch nur unsere vielen Freunde und Förderer machen diese Hilfe möglich. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende weiterhin, den Menschen im Südsudan eine bessere, gesündere Zukunft zu schaffen.

 

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Südsudan

In der Region Jonglei gab es seit Ende Dezember 2011 wechselseitige Überfälle der beiden Volksgruppen Lou-Nuer und Murle. Bis zu 100.000 Menschen sind seither auf der Flucht und trauen sich nicht in ihre Dörfer zurück. Oft ist Viehraub der Grund für Stammeskonflikte. (Quelle: taz)
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